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ZDF sucht Nachfolger für Gottschalk Kerkeling sagt "Wetten, dass..?" ab

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Horst Schlämmer, dargestellt von Kerkeling.

(Foto: dapd)

Nicht Hape Kerkeling, sondern Horst Schlämmer lüftet das Geheimnis: Kerkeling wird nicht die Nachfolge von Thomas Gottschalk bei "Wetten, dass..?" antreten. Schuld sind die Gehaltsvorstellungen von 5000 Mark pro Sendung, sagt Schlämmer. Das ZDF muss also weitersuchen, immerhin will man bis Dezember einen neuen Moderator präsentieren.

Entertainer Hape Kerkeling wird nicht neuer Moderator der ZDF-Show "Wetten, dass..?". Das sagte der zuvor als Topfavorit für Thomas Gottschalks Nachfolge gehandelte Kerkeling in Leipzig. Er habe Sorge, dann nicht mehr genug Zeit für seine anderen beruflichen Projekte zu haben, sagte Kerkeling zur Begründung. Gottschalk moderiert die ZDF-Sendung letztmalig am 3. Dezember. Das ZDF sucht weiter einen Nachfolger.

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Später trat Kerkeling auch nochmal als Kerkeling auf und nahm auf der Couch neben Gottschalk Platz.

(Foto: dpa)

Zu Beginn der Sendung war Kerkeling als Skandalreporter Horst Schlämmer aufgetreten und hatte die Nachfolgediskussion um Thomas Gottschalk satirisch auf die Spitze getrieben. Schlämmer, Chefredakteur des fiktiven "Grevenbroicher Tageblatts", eröffnete die Show und sagte dabei, dass der als Topfavorit gehandelte Kerkeling das quotenstarke ZDF-Aushängeschild nicht übernehmen werde. Kerkeling habe zu hoch gepokert, weil er 5000 Mark pro Sendung haben wolle, ergänzte Schlämmer.

Auch andere Kandidaten wie Daniela Katzenberger oder Jörg Pilawa würden nicht zur Verfügung stehen, sagte Schlämmer. Stefan Raab komme aber infrage, er habe immerhin denselben Zahnarzt wie er selbst (Schlämmer hat schiefe Zähne).

Unfall in der Sendung

Gottschalk hatte seinen Rücktritt von "Wetten, dass..?" im Februar dieses Jahres erklärt. Vorausgegangen war eine lange Diskussion um den Unfall des Wettkandidaten Die Tragik des Banalen am 4. Dezember 2010, der seit seinem querschnittsgelähmt ist.

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Auch Co-Moderatorin Michelle Hunziker konnte Schlämmer nicht überzeugen.

(Foto: dpa)

Wochenlang galt Kerkeling unter den Favoriten in der Nachfolgefrage als Nummer eins. Der 46-jährige betonte aber wiederholt, dass er sich nicht vor Gottschalks letzter Ausgabe am 3. Dezember zum Thema äußern werde - allein aus Respekt vor Gottschalks Lebensleistung. Die Illustrierte "Bunte" berichtete jedoch vor kurzem, Kerkeling habe die Moderation abgelehnt. Das ZDF will die Nachfolge Gottschalks noch in diesem Jahr geklärt wissen, sagte Programmdirektor Thomas Bellut daraufhin.

Gottschalk war mit einer kurzen Unterbrechung seit 1987 Moderator der ZDF-Show. Noch im ersten Halbjahr 2012 soll die Sendung nach derzeitigem Stand in neuem Gewand fortgesetzt werden. Die Show beruht auf einer Idee von Showmaster Frank Elstner, der das Format selbst auch von 1981 bis 1986 moderierte.

Quelle: n-tv.de, mli/dpa/AFP

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