Unterhaltung

"Es bricht uns das Herz" Meat Loaf ist tot

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US-Sänger Meat Loaf bei einem Auftritt im Jahr 1994 in Bremen

(Foto: dpa)

Er war eine der großen Musiklegenden, nun ist der US-Rocksänger Meat Loaf gestorben. "Es bricht uns das Herz, mitteilen zu müssen, dass der unvergleichliche Meat Loaf heute Nacht gestorben ist", heißt es auf seiner Facebook-Seite.

Der US-Rocksänger Meat Loaf ist tot. "Es bricht uns das Herz, zu verkünden, dass der unvergleichliche Meat Loaf heute Nacht im Beisein seiner Frau Deborah gestorben ist", hieß es in einer Mitteilung auf der Facebook-Seite des Musikers. Seine Töchter Pearl und Amanda sowie enge Freunde seien in den vergangenen 24 Stunden bei ihm gewesen. Die Todesursache werde nicht bekannt gegeben, sagte sein langjähriger Agent Michael Greene dem Branchenblatt "Deadline".

Mit Meat Loaf habe die Welt "einen inspirierenden Künstler und schönen Menschen" verloren, hieß es weiter. "Von seinem Herzen an eure Seelen ... hört niemals auf zu rocken!", lautete die Botschaft an die Fans.

Der Sänger, der mit bürgerlichem Namen Marvin Lee Aday hieß, verdankte seinen Künstlernamen seiner Körperfülle - übersetzt bedeutet Meat Loaf "Hackbraten". Nachdem er zunächst als Nachtclub-Türsteher gearbeitet hatte, spielte Meat Loaf in den 70er-Jahren in dem Kult-Musical "The Rocky Horror Picture Show" mit. Auch in dessen Verfilmung von 1975 war er zu sehen.

Millionen Alben verkauft

1977 veröffentlichte der Texaner mit dem großen Stimmumfang sein Rock-Album "Bat out of Hell". Mit Hits wie "Paradise by the Dashboard light" verkaufte es sich weltweit mehr als 43 Millionen Mal. Damit gehört es zu den meistverkauften Musikalben überhaupt.

Es folgten eine Reihe weiterer Alben sowie die Fortsetzungen seiner Erfolgsplatte "Bat Out of Hell II: Back into Hell" (1993) und "Bat Out of Hell III: The Monster Is Loose" (2006). Erstere enthielt den Hit "I'd Do Anything For Love (But I Won't Do That)", der Meat Loaf Anfang der 90er-Jahre ein großes Comeback bescherte. Für den hymnischen Song wurde er mit einem Grammy ausgezeichnet.

2016 veröffentlichte Loaf erstmals nach fünf Jahren wieder ein Album. Zuvor hatten gesundheitliche Sorgen und eine zweijährige Tour-Pause Spekulationen über ein Karriereende angeheizt. So war der Musiker seit 2003 mindestens dreimal bei Auftritten zusammengebrochen, so etwa 2016 in Kanada, als er dehydriert seinen Hit "I'd Do Anything For Love" gesungen hatte.

Meat Loaf trat auch als Schauspieler auf

Zusätzlich zu seiner Musik-Karriere trat Meat Loaf immer wieder in zumeist kleineren Rollen in Fernsehproduktionen und Filmen wie etwa der Komödie "Wayne's World" auf. Auch in David Finchers Kultfilm "Fight Club" von 1999 mit Brad Pitt und Edward Norton in den Hauptrollen spielte er mit.

Politisch engagierte sich Meat Loaf als einer der wenigen US-Musiker außerhalb des Country-Genres aktiv für die Republikanische Partei. 2012 machte der Sänger Wahlkampf für Mitt Romney, der allerdings dem Demokraten Barack Obama unterlag.

In Meat Loafs Songs geht es häufig um den siegreichen Kampf des Guten über das Böse. "Die Regel bei jeder meiner Platten, eigentlich die Regel meines ganzen Lebens war immer die gleiche", sagte Meat Loaf einmal in einem Interview. "Eines Tages werden wir zurückschauen - und lachen."

Quelle: ntv.de, ghö/dpa/AFP

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