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Als Polit-Ekel Frank Underwood wird Kevin Spacey nicht mehr zu sehen sein.
Als Polit-Ekel Frank Underwood wird Kevin Spacey nicht mehr zu sehen sein.(Foto: AP)
Samstag, 04. November 2017

Film bleibt im Giftschrank: Netflix kappt Beziehungen zu Spacey

Der Streamingdienst Netflix wendet sich angesichts der Vorwürfe gegen Kevin Spacey nun endgültig von dem Schauspieler ab. "House of Cards" wird nicht fortgeführt, ein bereits produzierter Film nicht veröffentlicht. Ärger droht Spacey auch in Großbritannien.

Nach immer neuen Vorwürfen der sexuellen Belästigung gegen Kevin Spacey hat sich die Produktionsfirma Netflix von dem Schauspieler getrennt und ihn von weiteren Produktionen der Serie "House of Cards" ausgeschlossen. Das berichteten US-Medien unter Berufung auf eine Mitteilung von Netflix.

Zudem werde Netflix auch den von Spacey produzierten Film Gore, in dem er selbst die Rolle des Autoren Gore Vidal spielt, nicht veröffentlichen. Zuletzt hatten acht ehemalige und aktuelle Mitarbeiter der Serie "House of Cards" offen über sexuelle Belästigung durch Spacey gesprochen.

Die "House of Cards"-Produktionsfirma MRC richtete eigenen Angaben zufolge eine Hotline ein, bei der sich Mitarbeiter anonym melden können. In der erfolgreichen Politserie, die mit der kommenden sechsten Staffel enden soll, spielt Spacey den rücksichtslosen US-Präsidenten Frank Underwood.

Großbank storniert Auftrag

Medienberichten zufolge leitete die Polizei zudem in London Ermittlungen gegen Spacey ein, weil er einen Mann sexuell belästigt haben soll. Das berichtet unter anderem der "Guardian". Scotland Yard bestätigte die Ermittlungen auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur, nannte aber keinen Namen. Es gehe um Vorwürfe gegen einen Mann, der einen anderen Mann im Jahr 2008 im Londoner Stadtteil Lambeth sexuell belästigt haben soll, hieß es lediglich in einer Mitteilung. Spacey war zu der Zeit Direktor des Old Vic Theatre in Lambeth.

Die niederländische Großbank ING kündigte an, wegen der Vorwürfe wegen sexueller Belästigung auf einen Auftritt von Spacey bei einem von ihr organisierten Unternehmertreffen zu verzichten. "Es ist nicht mehr wünschenswert, ihn auftreten zu lassen", heißt es auf der Webseite von BusinessBoost Live, einem von der ING organisierten Treffen in Rotterdam am 29. November. "Seine Anwesenheit würde ablenken vom Zweck der Veranstaltung, Unternehmer zu inspirieren, um ehrgeizige Ziele zu verfolgen."

Quelle: n-tv.de

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