Unterhaltung
Günther Jauch (M.) mit "seinen" Promis: Tim Raue, Julia Klöckner, Mark Forster und Frank Buschmann (v.l.n.r)
Günther Jauch (M.) mit "seinen" Promis: Tim Raue, Julia Klöckner, Mark Forster und Frank Buschmann (v.l.n.r)(Foto: RTL)
Freitag, 25. November 2016

Gleitmittel und Bordell-Risotto: Promis spielen bei Jauch für den guten Zweck

Von Nina Jerzy

Dieses "Wer wird Millionär?"-Spezial nutzt seine Überlänge für extra schlüpfrige Fragen. Mark Forster scheitert an der Samenspende, Frank Buschmann und Tim Raue kriegen es mit Genitalien zu tun und Julia Klöckner hat nichts zu verlieren.

Wenn über drei Stunden Sendezeit gefüllt werden sollen, geht dem Frageteam von "Wer wird Millionär?" ein Rotlicht auf. Beim 33. Prominenten-Special am Donnerstagabend häuften sich jedenfalls die anzüglichen Fragen. Sportkommentator Frank Buschmann bekam es früh mit männlichen Kronjuwelen und Pornodarstellerinnen zu tun, was ihn sehr verwunderte. "Sie sind doch jetzt bei RTL", klärte Günther Jauch seinen neuen Senderkollegen auf: "Willkommen im Club!" Sänger Mark Forster definierte zwangsläufig den Zweck von Gleitmitteln (sorgen für reibungslosen Verkehr), während Sternekoch Tim Raue das landauf, landab in Bordellen servierte Risotto als "Puff Reis" identifizierte. War ja aber alles für den guten Zweck, nämlich den RTL-Spendenmarathon zugunsten bedürftiger Kinder.

Größter Gewinner: Frank Buschmann
Größter Gewinner: Frank Buschmann(Foto: RTL)

Den größten Beitrag leistete Buschmann, der dank Risikobereitschaft 125.000 Euro gewann. Vorgängerin Klöckner, die es als erste auf den heißen Stuhl schaffte, erspielte wie die übrigen Kandidaten 64.000 Euro. Auf Jauchs Frage, warum sie sich im Gegensatz zu so manchem Kollegen in die Sendung getraut habe, bewies die im März bei der Landtagswahl unterlegene Vorsitzende der CDU Rheinland-Pfalz Humor: "Ich hab nichts mehr zu verlieren." Klöckner schwankte zwischen Unsicherheit ("Jetzt versuche ich gerade, die Logik dieses Satzes zu verstehen"), Spaß-Weisheiten ("Fakten sind hinderlich") und unbestechlicher Logik ("Ich nehme im Regen nie ab"). Letztere kam auch am Schluss zum Einsatz. "Wenn ich jetzt aussteigen würde, hätte ich 64.000. Das ist mehr als 500", bilanzierte Klöckner und hörte auf.

Gefühlter Millionär

Bei der anschließenden Auswahlfrage versagten erst alle drei Herren, bei der nächsten dann erneut Raue und Forster – "unser Dreamteam", meinte Jauch süffisant. Als es dann Forster endlich gelang, die Auswahlfrage richtig zu beantworten (Raue scheiterte schon wieder), musste der Moderator ganz einfach loben: "Der Wahnsinn ... wie ist dieses Wunder zu erklären?" "Ich fühle mich als hätte ich jetzt schon die Million abgeräumt", freute sich der Sänger ("Chöre").

Dem guten Zweck gebührend wurden die Spielregeln in dieser Ausgabe recht entspannt ausgelegt. Forster hatte keine Ahnung, wen man unter der bundesweit einheitlichen Rufnummer 116 117 wohl erreichen könnte. Er durfte die dann tatsächlich als Telefonjoker wählen lassen und landete beim Ärztlichen Notfalldienst – allerdings erst bei der Ansage vom Band. "Es ist keiner ran gegangen! … Regie, leg mal auf … Ich muss das jetzt selber wissen", zeigte sich der Sänger beeindruckend sattelfest, was die Regularien anbelangt. "Gebt ihm den Scheißjoker wieder", gab Jauch tatsächlich nach. Am Ende half das Forster aber nicht bei der Erkenntnis, dass der sogenannte Gewinnungsraum nicht von Honigbienen, sondern von Samenspendern genutzt wird.

Tim Mälzer liegt flach

Zum Schluss kam dann endlich Raue zum Zug. Der Sternekoch, der weder der peruanischen Nationalspeise Meerschweinchen noch Genitalien kulinarisch etwas abgewinnen kann, sollte eigentlich mit Kollege Tim Mälzer antreten. Der Hamburger war aber leider von einem Magen-Darm-Virus gestoppt worden (Raue: "Ich habe nicht gekocht!"). Leider konnte Mälzer Raue auch nicht als zweiter Telefonjoker beziehungsweise "Premiumjoker" bei der Beantwortung der 64.000-Euro-Frage helfen. "Schonen Sie Ihren Unterleib", gab Jauch Mälzer noch mit auf den Weg. Raue durfte trotzdem eine Stufe weiter rücken, wusste die richtige Antwort und bekam so die 64.000 Euro gut geschrieben.

Insgesamt erspielten die Promis 317.000 Euro. Ein schönes Ergebnis, aber für Zocker-Rentnerin Jutta Tegeler-Mehl eher Peanuts. Sie stand am Ende der Ausgabe am Montag bei 500.000 Euro und kehrt am Montag mit der 80. Eine-Million-Euro-Frage in der Geschichte der Sendung zurück.

Jede Spende im Rahmen des RTL-Spendenmarathons wird ohne einen Cent Abzug an ausgewählte Kinderhilfsprojekte weitergeleitet. Spenden Sie deshalb bitte an: Stiftung RTL, Konto: DE55 370 605 905 605 605 605, Sparda-Bank West, BIC: GENODED1SPK. Vielen Dank!

Quelle: n-tv.de