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Von der Skyline zum Bordstein Razzien bei Bushido

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Im Visier der Fahnder - mal wieder: Bushido.

(Foto: picture alliance / dpa)

Es ist nicht das erste Mal, dass Bushido ins Visier der Steuerfahnder gerät. Erst wenige Wochen ist es her, dass er eine Strafe von 135.000 Euro wegen Steuerhinterziehung akzeptierte. Trotzdem bekommt der Musiker nun schon wieder Besuch von den Ermittlern.

Integrations-Bambi-Besitzer Bushido hat mal wieder Stress mit den deutschen Behörden. Und es könnte - anders als im gemeinsamen Song des Sängers mit Rap-Kumpel Shindy - kein Stress ohne Grund sein. Vor dem Aquaristik-Laden "Into the blue", den Bushido seit vergangenem Jahr am Berliner Hindenburgdamm betreibt, bezog am Donnerstagmorgen die Polizei Stellung. Sie leistete Amtshilfe, während Fahnder das Geschäft durchsuchten. Und auch an anderen Adressen, die dem Rapper zugeordnet werden, gab es Razzien. Wie die Staatsanwaltschaft gegenüber n-tv.de bestätigte, fanden Durchsuchungen in Berlin, Kleinmachnow und Potsdam statt.

Es gehe unter anderem um den Verdacht auf eine Steuerstraftat, hieß es seitens der Staatsanwaltschaft. Neben Bushido, der mit bürgerlichem Namen Anis Ferchichi heißt, werde auch ein Rechtsanwalt mitbeschuldigt. Ob die Ermittlungen im Zusammenhang mit früheren Verdächtigungen gegen den Musiker stehen, wollte die Staatsanwaltschaft nicht kommentieren.

Verdacht auf Versicherungsbetrug

Bereits im November 2015 waren im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens wegen Versicherungsbetrugs gegen Bushido zwei Häuser durchsucht worden. Angeblich soll zuvor in dem Aquaristik-Laden eingebrochen worden sein mit einem Schaden von mehreren Hunderttausend Euro. Die Staatsanwaltschaft hegt jedoch den Verdacht, dass der Einbruch vorgetäuscht war.

Im Februar 2016 wurde zudem bekannt, dass ein Strafbefehl wegen Steuerhinterziehung gegen den 37-Jährigen rechtskräftig geworden ist. Die von dem Sänger zu zahlende Strafe belief sich auf 135.000 Euro. Seither ist Bushido vorbestraft. Seinem Erfolg als Sänger haben derartige Eskapaden bisher nicht geschadet. Seit 2006 schaffte es der Rapper mit acht Alben in Folge stets bis auf Platz eins oder zwei der deutschen Charts.

Quelle: n-tv.de, vpr

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