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"Hand in Hand" mit Jan Karras Schweiger verteidigt Geschäftspartner

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Til Schweiger.

(Foto: dpa)

Til Schweiger plant ein Vorzeige-Flüchtlingsheim im Harz - dafür hat er schon 250.000 Euro bei Prominenten eingesammelt. Doch es gibt auch Kritik: Sein Geschäftspartner Jan Karras gilt manchen als dubios.

Schauspieler und Flüchtlingsaktivist Til Schweiger wehrt sich gegen Vorwürfe, er habe dubiose Geschäftspartner. Gegenüber der "Bild"-Zeitung bezeichnete er den ehemaligen Bodyguard und Inhaber einer Sicherheitsfirma Jan Karras als "feinen, aufrichtigen Mann", der zudem Initiator der Idee gewesen sei, ein eigenes Vorzeige-Flüchtlingsheim aufzubauen.

Karras' Sicherheitsfirma sendet laut der Zeitung Sicherheitskräfte in Krisengebiete, etwa nach Afghanistan. "Was ist schlimm daran, wenn jemand Sicherheitsschutz in Krisengebieten wie Afghanistan anbietet? Wenn man dort arbeitet, das Land wieder aufbauen will, dann braucht man Personenschutz", sagte Schweiger. Er werde weiter "Hand in Hand" mit Karras nach vorne gehen.

Trotz Kritik an ihm und seinem Projekt hat Schweiger nicht daran gedacht, aufzugeben. "Was, wenn ich abends in den Spiegel schaue und mir sagen muss: Til, du hast jetzt den Schwanz eingezogen, anstatt für eine gute Sache zu kämpfen, nur um deinen persönlichen Frieden zu haben." Dann könne er nicht schlafen, weil er den Mann im Spiegel "scheiße" finde.

Zu den konkreten Plänen zum Flüchtlingsheim äußerte er sich optimistisch. Schon 250.000 Euro habe er beisammen. Nun ist aber noch die Frage, wie sich Schweiger bei der Einrichtung des geplanten Erstaufnahmelagers in Osterrode im Harz einbringen kann. Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius habe ihm gesagt, dass er dort keinen privaten Betreiber wolle. Schweiger: "Wenn das Land jemanden findet, der das Flüchtlingsheim betreibt, dann stehe ich zu meinem Wort und sofort parat."

Quelle: ntv.de, vpe