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Soll Schweigegeld gezahlt haben WWE-Boss Vince McMahon tritt zurück

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Brachte die WWE sogar an die Börse: Vince McMahon.

(Foto: imago sportfotodienst)

Die Wrestling-Szene in den USA hat einen handfesten Skandal. Betroffen ist der wohl mächtigste Mann der Branche. WWE-Boss Vince McMahon soll mit Schweigegeldzahlungen gegen Firmenrichtlinien verstoßen haben. Als Vorsitzender und Geschäftsführer tritt er nun zurück.

Er ist seit Jahrzehnten eines der Gesichter der größten Wrestling-Liga in den USA. Wegen Ermittlungen zu mutmaßlichen Schweigegeldzahlungen ist Vince McMahon von seinen Posten als Vorsitzender und Geschäftsführer der World Wrestling Entertainment (WWE) zurückgetreten. Das teilte das Unternehmen mit. Der Vorstand untersuche derzeit die Vorwürfe gegen den 76-Jährigen.

McMahon hatte Wrestling und die WWE in den USA von einer Randerscheinung zu einem globalen Mainstream-Phänomen und Milliardenkonzern geformt. Stephanie McMahon wird als Interims-Chef und Vorsitzende übernehmen. Ihr Vater Vince wird zudem weiterhin an den kreativen Inhalten der WWE beteiligt sein und "bleibt verpflichtet, bei der laufenden Überprüfung zu kooperieren", sagte das Unternehmen. "Ich habe meine volle Kooperation bei der Untersuchung durch den Sonderausschuss zugesagt und werde alles tun, um die Untersuchung zu unterstützen", sagte McMahon. "Ich habe auch zugesagt, die Ergebnisse und den Ausgang der Untersuchung zu akzeptieren, egal wie sie ausfallen."

Laut "Wall Street Journal" soll der 76-Jährige im Januar 2022 einer Rechtsanwaltsfachangestellten eine geheime Abfindung in Höhe von drei Millionen Dollar gezahlt haben, um eine Affäre mit ihr zu vertuschen. Ein Anwalt habe erklärt, dass es nicht um Belästigungsvorwürfe gegen McMahon gehe und dieser für die Zahlung eigene Mittel verwendet habe.

Untersuchung weitet Skandal aus

Der Vorstand hatte dann im April eine Untersuchung eingeleitet. Dabei seien weitere Geheimhaltungsvereinbarungen mit ehemaligen weiblichen Angestellten des Unternehmens ans Licht gekommen, in denen es um angebliches Fehlverhalten von McMahon ging, berichtete das Journal. Neben McMahon sei auch WWE Head of Talent Relations John Laurinaitis betroffen.

Bei den Vorwürfen gegen die zwei mächtigen Bosse der WWE handelt es sich nicht um Verbrechen. Der Konzern unterwirft sich jedoch einem öffentlich einsehbaren "Code of Business Conduct", der ein belästigungsfreies Arbeitsumfeld gewährleisten soll. Darin sind die Zubilligung oder das Angebot eines Arbeitsverhältnisses gegen persönliche Intimitäten untersagt. McMahon und Laurinaitis könnten demnach gegen die Firmenrichtlinien verstoßen haben.

Quelle: ntv.de, mba

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