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Mit Hollywood im Dauerclinch: Donald Trump.
Mit Hollywood im Dauerclinch: Donald Trump.(Foto: imago/Kyodo News)
Mittwoch, 07. März 2018

Trump lästert über die Oscars: "Wir haben keine Stars mehr - außer mich"

Schon lange befindet sich US-Präsident Trump mit Hollywood auf dem Kriegsfuß. Die schwächelnden Einschaltquoten bei der Oscar-Verleihung sind da für ihn ein gefundenes Fressen. Auf Twitter macht er sich über die Show lustig.

Die Einschaltquoten bei der Verleihung der 90. Academy Awards am vergangenen Sonntag waren in den USA so gering wie noch nie zuvor in der Geschichte. Für Donald Trump ist das ein willkommener Anlass, um sich auf Twitter darüber lustig zu machen.

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"Die niedrigsten Einschaltquoten der Oscars in der Geschichte. Das Problem ist, dass wir keine Stars mehr haben - außer eurem Präsidenten (natürlich nur ein Scherz)!", ließ sich der US-Präsident in einer Nachricht aus.

Der Moderator der Preisverleihung in diesem und im vergangenen Jahr, Talkmaster Jimmy Kimmel, wollte das nicht unbeantwortet lassen. Trocken konterte er Trumps Häme ebenfalls bei Twitter: "Danke, niedrigst bewerteter Präsident aller Zeiten." Ein Hinweis auf die schlechten Zustimmungswerte, die Trump während seines ersten Amtsjahres in diversen Umfragen immer wieder kassiert hat.

Lang währende Fehde

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Schon in der Vergangenheit hat der US-Präsident kaum eine Gelegenheit ausgelassen, gegen die berühmten Stars aus der Traumfabrik zu sticheln. Über die dreifache Oscar-Gewinnerin Meryl Streep sagte er etwa einst, sie sei "eine der am meisten überschätzten Schauspielerinnen" Hollywoods.

Über Alec Baldwin schimpfte er jüngst auf Twitter, dessen "sterbende und mittelmäßige Karriere" habe "nur dank der schrecklichen Parodie bei 'Saturday Night Live'" gerettet werden können. Baldwin schlüpft für die Show regelmäßig in die Rolle Trumps. Und auch Moderatoren-Legende Oprah Winfrey bekam auf Twitter bereits von Trump ihr Fett weg.

Gleichzeitig machen zahlreiche Hollywood-Stars keinen Hehl aus ihrer Abneigung gegenüber Trump und dessen Politik. Streep etwa nutzte im vergangenen Jahr die Golden-Globes-Zeremonie wenige Tage vor Trumps Vereidigung für eine emotionale Rede gegen den späteren Präsidenten. Kimmel eröffnete die Oscar-Verleihung 2017 in Anspielung auf Trump mit den Worten: "Diese Sendung wird von Millionen Menschen in 225 Ländern gesehen, die uns jetzt hassen."

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Quelle: n-tv.de