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Heard und Depp als Kassengift Zweitschlechtester Filmstart aller Zeiten

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Das war wohl nichts: Filmplakat zum Streifen "London Fields".

(Foto: Atlas Films)

Schon 2013 gedreht, kommt "London Fields" erst jetzt ins Kino. Eigentlich hat der Film durchaus Brisanz. Schließlich sind in ihm die Ex-Eheleute und jetzigen Erzfeinde Johnny Depp und Amber Heard zu sehen. Doch der Streifen floppt brachial.

Um den Mystery-Thriller "London Fields" rankt sich mehr als nur ein Skandal. Eigentlich entstand der Streifen mit einem Hammer-Cast um Billy Bob Thornton, Amber Heard, Jim Sturgess, Cara Delevingne und in einer Nebenrolle auch Johnny Depp schon 2013. Doch eine regelrechte Streit- und Prozess-Lawine verhinderte bis dato, dass der auf einer Novelle von Martin Amis basierende Film ins Kino kommt.

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Erst klagte Regisseur Mathew Cullen gegen die Produzenten, denen er nicht nur Betrug und mangelnde Zahlungsmoral zur Last legte. Auch vom finalen Schnitt des Streifens sei er rechtswidrig ausgeschlossen worden, lautete ein Vorwurf. Das Produktionsteam wiederum hielt ihm vor, Deadlines nicht eingehalten und das Budget gesprengt zu haben.

Wenig später beschäftigte der Streifen erneut die Gerichte. Jetzt ging es um neue Vorwürfe der Produzenten gegen Cullen und Hauptdarstellerin Heard, sie hätten das Skript unerlaubt verändert und notwendige Sprachaufnahmen geschwänzt. Heard wiederum antwortete mit einer Gegenklage, von ihr werde entgegen der vertraglichen Vereinbarungen zu viel nackte Haut im Film gezeigt.

Überwältigend schlechte Kritiken

Wenigstens den Streit mit Heard haben die Produzenten inzwischen beigelegt. Dadurch wurde es nun möglich, "London Fields" rund fünf Jahre nach den Dreharbeiten dann doch noch ins Kino zu bringen. Aber das Skandal-Image scheint dem Film dabei nichts zu nutzen. Auch die Tatsache, dass in dem Streifen die einstigen Eheleute Heard und Depp gemeinsam agieren, die sich nach ihrer Trennung mittlerweile spinnefeind sind, holt das Kinopublikum offenbar nicht hinter dem Ofen hervor.

Stattdessen legte "London Fields" bei seinem jetzigen Kinostart in den USA eine katastrophale Bruchlandung hin. Mit einem Einspielergebnis von lediglich rund 160.000 Dollar auf 613 Leinwänden am ersten Wochenende erlebte der Film den schlechtesten landesweiten Kinostart seit einem Jahrzehnt. Ja, genau genommen war es sogar der zweitschlechteste Start aller Zeiten in Amerika. Noch mieser lief es lediglich 2008 für das Drama "Proud American", das damals gerade mal rund 96.000 Dollar in 750 Kinos erzielte.

Ein Grund für den Mega-Flop dürfte sein, dass der Film mit einem Budget von rund 8 Millionen Dollar nach all dem Hick-Hack auch noch überwältigend schlechte Kritiken erhielt. Auf dem bekannten Bewertungsportal "Rotten Tomatoes" bringt es "London Fields" etwa gerade einmal auf 2,6 von 10 möglichen Punkten. Bei der "Internet Movie Database" (IMDb) landet der Streifen aktuell bei 4,5 von 10 Zählern. Wann - und ob überhaupt - der Film auch in Deutschland noch in die Kinos kommt, steht derzeit in den Sternen.

Quelle: n-tv.de, vpr