Unterhaltung
Ein schönes Paar in einem schönen Film.
Ein schönes Paar in einem schönen Film.(Foto: dpa)
Mittwoch, 29. April 2015

Dreier im Kino: Ballern, buhlen, beten

Von Sabine Oelmann

Es geht um die ganz großen Gefühle, die das Leben zu bieten hat: Liebe über den Tod hinaus, Liebe möglichst noch vor dem Tod, und Liebe, die uns so sehr beflügelt, dass wir alles schaffen werden. Sean Penn, Scott Eastwood und Cosma Shiva Hagen sind dabei.

Kein Ort ohne dich

"Ich habe ein Mädchen kennengelernt", erzählt der wunderschöne Cowboy, der Clint Eastwoods Sohn ist, seiner Mutter. "Du lernst andauernd Mädchen kennen", antwortet die Mutter des Schönlings fast schon zynisch, aber er sagt: "So eines noch nicht." Da schmelzen wir dahin, da werden wir schwach, und weil sich die ganze Story nun auch mit der eines sehr alten Paares kreuzt wird "Kein Ort ohne dich" zu einer Jahrhundert-Liebesgeschichte. Das Ganze basiert auf einem Roman von Nicholas Sparks, Sie wissen schon, der hat auch "Wie ein einziger Tag" und "Das Leuchten der Stille" verbrochen. Sagen wir mal so, wegen der jungen Hauptdarsteller Scott Eastwood und Britt Robertson und der Weisheiten des alten Alan Alda ist das pures Popcorn-Kino für einen verregneten Frühlingstag. Denn nur die Liebe zählt!

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The Gunman

Man kann es kurz machen: Bäng Boom Bäng! Herrliches Geballer, töten in jeder Lebenslage und auf jede erdenkliche Art und Weise (außer Vergiften vielleicht, das kam im Trailer nicht vor). Sean Penn ist eine Kampfmaschine, und wann wird eine Kampfmaschine, ausgerichtet, alles aus dem Weg zu räumen, was sich ihm in denselben stellt, schwach? Richtig, wenn Gefühle ins Spiel kommen. Eine Frau. Zuerst kämpfte er auch für die gute Sache, ist ja klar, aber dann verwischten sich die Fronten, denn Jahre nach seinem letzten Einsatz holt den Ex-Söldner Jim Terrier (Sean Penn) die Vergangenheit ein. Getarnt als NGO-Mitarbeiter hatte Terrier vor Jahren im Auftrag eines Wirtschaftskonzerns einen tödlichen Anschlag auf einen hochrangigen Minister im Kongo ausgeführt. Doch jetzt gerät er selbst ins Visier seines ehemaligen Auftraggebers und eine tödliche Verfolgungsjagd von Afrika über London quer durch Europa beginnt. Javier Bardem spielt mit, man sollte meinen, ein guter Grund, den Film zu sehen. Aber irgendwie wird man das Gefühl nicht los, dass Herr Bardem in der Rolle des Bösewichts gefangen ist und nichts anderes mehr auf der Pfanne hat.

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Der 8. Kontinent

Lena (Maike Johanna Reuter) bricht zu einer Weltreise auf. Die Studentin will den Lebenstraum ihrer verstorbenen Mutter wahrmachen. Auf der Reise lernt sie zwar viele neue Menschen kennen, aber vor allem ist dieser Trip eine Reise zu ihr selbst. Einmal auf jedem Kontinent sein, das hat sich ihre Mutter (Cosma Shiva Hagen) gewünscht, und das hat sie ihrer Tochter in Briefen vor ihrem Tod hinterlassen. Ein schöner Gedanke, sich auf den Weg zu machen mit jemandem im Herzen, auf der Suche nach dem 8. Kontinent, den wir wohl nie finden werden, den aber vielleicht jeder in sich trägt. Die Low-Budget-Produktion von Serdar Dogan zeigt, dass man nur einen eisernen Willen haben muss, um viel zu erreichen.

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Quelle: n-tv.de