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"Promis unter Palmen" "Gruppensex im Altersheim"

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Diese Promis haben nicht nur unter Palmen gemeinsam Spaß.

(Foto: Sat1)

Wer meint, "Promis unter Palmen" ist feinstes Trash-TV, kennt nur die halbe Wahrheit. Denn tatsächlich ist dieses Format wie Yottas "Miracle Morning". Es wird mit jeder Folge "immer besser und besser und besser!"

"Danke für dieses schöne Leben", singt unsere liebste Trash-TV-Queen Claudia Obert. Was wären diese Tage ohne das helle Licht, das von dieser begnadeten Allein-Unterhalterin ausgeht!? Folge 4 von "Promis unter Palmen" ist erneut überflutend für die Sinne und fühlt sich an, als würde man in einem Bad aus Oberts Schampus-Pullen absaufen.

Ronald, der "seit zehn Tagen keinen Sex" hatte, wirkt auf seine Mitbewohner zunehmend wie ein Sklave seiner Lenden. Wie im Fiebertraum schwärmt der "rollige" Ex-Politiker aus seiner Vergangenheit, damals, als er noch "so begehrt wie Cornetto Erdbeer" war und "jede Woche eine neue Frau" hatte. Allesamt schlugen die werten Damen, die entweder "das Geld oder die Macht" reizte, in "Schills Stammdisko" auf, um sich von ihm ins "Hamburger Rathaus" (ab)schleppen zu lassen, wo er jede Nacht seine "private Königin gekrönt und das edle Mobiliar entweiht hat". Der spitze Lumpi nannte die allnächtliche Bumserei schlicht: "Bürgersprechstunde".

Die ist jetzt quasi verlagert worden, und zwar ins Schlafzimmer der Fernseh-Villa, wo der Lustmolch sich an Janines süßen Knubbel-Füßchen zu schaffen macht und immer höher und höher wandert - bis in Reichweite ihrer "Monika", die dringend "Ruhe braucht", aber vom Schwerenöter dennoch fast getätschelt wird. Sie ist schon sehr grenzwertig anzuschauen, diese Fummelei! "Irgendwas stimmt doch mit dem nicht", orakelt Tobi. Ja, der Liebestolle ist, wie Yotta klarstellt, "schwanzgesteuert"!

Rost in der Flinte und schweinische Nummern

Die Lümmelei auf dem noblen Boxspringbett nimmt an Fahrt auf. Bald schon ist von "Gruppensex im Altersheim" die Rede. Denn neben Schill und Janine kuscheln auch Claudia und Tobi, the Brain. Der fragt schließlich, ob die Kombi Schill/Obert unter der Prämisse des ähnlichen Alters nicht passender wäre? Darauf die Prosecco-Liebhaberin: "Bei 'nem alten Mann kriege ich rothaarige Kinder, weil da schon Rost in der Flinte angesetzt hat."

Man schnattert ein bisschen darüber, mit wem der Sex am besten ist. Claudia hatte mal einen Jüngeren, der nach dem Sex mit ihr "fast kollabierte", als er erfuhr, dass sie "older than (…) his mother" war. Für Schill, dem das "Testosteron über den Kopf steigt", käme die Lebedame für eine "schweinische Nummer" allerdings nur bedingt in Frage, denn "die Claudia ist schon zu sehr ins Alter gekommen."

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Möchte in Wahrheit an Janines "Monika": Ronald Schill.

Das Beste, um wieder auf andere Gedanken zu kommen, ist ein neues Spiel. Endlich: Bildungsfernsehen! Im "Duell der Knallköpfe" müssen die Homies als Kaktus verkleidet, Fragen beantworten. Wer erfand die Relativitätstheorie? "Die was?", fragt Tobi stutzig: "die Realität? Es sind zum Teil "unglaubliche Fragen", von denen so mancher noch nie etwas gehört hat. Wie lautet das Sprichwort: "Nachts sind alle ..."?

Tobi grübelt: "wach?" Carina legt nach: "Lichter aus?" Für Ronald ohnehin alles "reine Klamaukfragen, die nur jüngere Leute, die von Allgemeinbildung unbeleckt sind, (…) beantworten können".

"Das intellektuelle Schlusslicht" dieser Nummer ist leider Tobi. Das macht dem liebenswerten einstigen "Sonderschüler" sehr zu schaffen. Tränen kullern ihm über das traurige Gesichtchen: "Vielleicht bin ich ja dumm?", fragt er sich. Tatsächlich aber hat der Beau verpassten Lernstoff nicht mehr aufholen können, weil er, statt zur Schule zu gehen, schon mit 13 Jahren bei der Tante im Kaufladen gearbeitet hat. Mit dem dort erwirtschafteten Geld griff er seiner alleinerziehenden Mutter und seinen Brüdern unter die Arme.

Aus dem Knallkopf-Spiel gehen Yotta und MaMa (Mangiapane) als Kapitäne hervor. Beide Knilche haben es nach wie vor auf unser liebstes "Schlossgespenst" Claudia abgesehen. Der eine hetzt in einer Tour hinter ihrem Rücken, der andere "scheißt" der Unternehmerin pausenlos ins Hirn. Im nächsten Spiel möchte Yotta die Pichlerin, die sich von ihm "wie der letzte Lappen behandelt fühlt", nicht dabei haben und sagt ihr das auch "unnötig uncharmant" direkt ins Gesicht.

"Harmonie hat auch mit Intelligenz zu tun"

Schill sieht das wie folgt: "Das ist klassische Diskriminierung!" Doch der Pumper will partout nicht einsehen, dass er "eine ältere Dame (...) gedisst hat". Darauf Obert, die sich inzwischen "wie in einem Umerziehungslager" fühlt: "Harmonie hat auch mit Intelligenz zu tun". Ständig möchte Yotta alles bestimmen und sich in Claudias "Gehirn schalten wie so'n Sektenführer!" Ja, man kann es nicht anders sagen: "Dieser Typ hat eine Impertinenz!" Will der doch einer 58-jährigen Frau tatsächlich das Saufen verbieten!

Auch schlimm: die Ekelhaftigkeiten des bösen Rumpelstilzchens mit der Kim Jong-un-Frisur. Hier nur ein Paar der dummdreisten Obert-Beleidigungen: "Dumm wie'n Sack Suppe", "armselige Kreatur", "dämliche Klunte", "charakterloses Kollegenschwein", "F****". Und so geht das "immer weiter und weiter und weiter". Aber Claudia lässt sich nicht dummkommen: "Die Einzigen, die mir dummkommen, sind das Finanzamt und der liebe Gott. Alles andere kann ich regeln."

Weil Schilli, der alte Schwanz-Einzieher beim Spiel "Schwingerclub" dem Brechreiz erliegt und Team Gelb deswegen abbrechen muss und "haushoch verliert", landet er leider auf der Abschussliste und muss die Villa verlassen. Schade, Claudia ist nun allein unter diesen "jungen Schnöseln (…) ohne Charme und Grandezza". Die planen für kommende Woche auch schon den nächsten Angriff gegen unsere ungekrönte Königin: "Wir müssen sie isolieren, damit sie sich ändert." (Yotta)

Quelle: ntv.de

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