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"Let's Dance" - Show 2 Sexy Tango-Attacke: Moritz Hans kann's!

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Moritz Hans begeistert mit einem feurigen Tango.

(Foto: dpa)

Jorge demonstriert die vielseitige Einsetzbarkeit von Felgenspray, Laura Müller tanzt sich vom Hass frei und Ilka zeigt, dass Weiblichkeit viele Facetten hat. Gehen muss eine tolle Frau, die sich leider selbst im Weg stand. Alles zur zweiten Show.

"Du warst eine Attacke, eben!", lobt Motsi Moritz. Der Sportkletterer, der noch immer ein wenig Zweifel hat, ob er wirklich tanzen kann, liefert mit seiner Renata einen fesselnden Tango ab, der es in sich hat. Als sich plötzlich so viel Lob über Herrn Hans ergießt, ist der darüber so glücklich, dass seine Äuglein auf einmal ganz wässrig werden.

Zur Erinnerung: Dafür, dass wir uns gerade einmal in Show Nummer zwei befinden, liegt die Messlatte schon "verdammt weit oben" - auch wegen Tänzern wie Luca Hänni, der mit seiner Christina einen so emotionalen Langsamen Walzer tanzt, dass es das Publikum glatt von den Stühlen reißt. Jorge, der sich extra das gute, silbergraue Felgenspray von ATU ins Haupthaar gesprüht hat, ist "von Anfang bis Ende" geflasht von Hännis Darbietung. Und wenn selbst ein Llambi viel lobt und wenig krittelt, kann man sich an diesem Abend glückselig zurücklehnen.

"Sind wir denn nie schön genug?"

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"Zwei Italiener": Da brodelt es nicht nur auf dem Parkett.

(Foto: TVNOW)

Das würde Sabrina Setlur auch gern. Endlich nicht mehr so "kopflastig" sein, aber leider kann sie ihre "Selbstzweifel" nicht ablegen. Sie gesteht, ihr größtes Problem sei es, nach außen hin immer "den Schein zu wahren", aber innerlich "wie ein kleines Mädchen" zu sein, das sich nicht liebt. "Dieser Kontrolletti im Kopf" ist schuld, dass sie, um es mit Llambis berühmten Worten zu sagen, einfach immer noch "mit angezogener Handbremse" über das Tanzparkett huscht. Für diese ehrliche Selbstreflexion hat sie mindestens fünf Punkte mehr verdient, als sie für ihren Cha-Cha-Cha letztlich erhält.

So eine "hammermäßige Frau" und so viel Unsicherheit und Druck, nach außen hin immer perfekt zu sein! Dabei liegt die Wahrheit in den Lyrics des Liedes von Lina Maly, zu dem Model Loiza Lamers an diesem Abend den ersten Barfußtanz des Jahres darbietet: "Aber alles soll und alles muss / Aber alles geht und jeder will / Perfekt sein / Perfekt sein / Sind wir denn nie schön genug?"

Auch andere, so bemängelt es die Jury, sind nach wie vor zu sehr auf ihr Aussehen fokussiert. In der letzten Woche traf die Schelte Wendler-Schatzi Laura Müller, diese Woche ist es Tijan Njie. Der Oberindianer der Kellen-Schwenker findet, der Schauspieler sei "schon einer, der sich gerne in einer Kamera sieht". Aber man merkt dem Beau, der von seiner Partnerin Kathrin Menzinger die gesamte Trainingswoche über zum Disko-Aufreißer gepeitscht wurde, an, dass ihn die Reduzierung auf seine Optik schon auch ein wenig wurmt. Schließlich wurde ihm beigebracht, dass Cha-Cha-Cha im Grunde nichts anderes ist, als ein Mädchen in der Disko anzumachen.

Hinweis: Die RTL-Tanzshow "Let's Dance" läuft im Stream bei TVNOW.

Nicht Johns Jive!

Apropos Training: Manchmal kann man es noch so intensiv angehen - am Ende haut's trotzdem nicht hin. John Kelly, der schon vorab das Gefühl hatte, sein Kopf würde ob der vielen Schrittfolgen explodieren, hat schließlich auf dem Parkett einen totalen "Blackout". "Der langsame Lerner" ist von sich selbst frustriert. Da muss ein Herr Llambi ihm gar nicht mehr attestieren, dass sein Jive "heute nix war". Dennoch: Wo Schatten ist, da ist auch Licht und deswegen gab es neben den vielen Vertanzern auch ein paar "geniale Momente".

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Genauso wie bei dem Gänsehaut-Auftritt von "Elasto-Girl" Lili Paul-Roncalli und ihrem Massimo. Zwei Italiener - beide haben ordentlich Feuer im Hintern. Die Artistin begeistert die Juroren vor allem mit ihrer "femininen Kraft".

Stark, emotional, humorvoll: Dass Femininität viele Facetten hat, zeigt auch Ilka Bessin, Weiblichkeit und Schönheit kennen keine Konfektionsgröße. Zu Ilkas Unterstützung wird Erich zu "Schwerich" und schlüpft in einen Fatsuit. Und vielleicht hätte Ilka bei ihrem Cha-Cha-Cha noch mehr Power geben und noch mehr ausflippen können, aber man muss auch bedenken, dass immer da, wo Ilka ausrasten wollte, "leider die Tanzfläche zu Ende war".

Was sonst noch geschah:

Tanzen ist Genuss. Das hat nun auch Laura verstanden. Wendlers Freundin hat gelernt, den Moment zu genießen. Und bei ihrem Wiener Walzer mit Christian Polanc sieht es wirklich so aus, als habe die 19-Jährige tatsächlich für ein paar Augenblicke all den Hass ausblenden können, der ihr entgegengebracht wird. Denn dieser Hass, "der macht schon was mit einem", sagt sie und hat Mühe, die Tränen zurückzuhalten. Motsi applaudiert dem Insta-Girl, aber Llambi moniert ihre falsche Fußarbeit, das sei immer so "stapf, stapf" gewesen.

Aílton trainierte vorab mit Halskrause und hat jetzt einen "sehr langen Hals". Er muss nach seinem Langsamer Walzer dennoch zittern. Es ist schon unglaublich, was Isabel Edvardsson aus ihren Schützlingen so alles rausholt. Auch interessant: Ulrike von der Groeben ist durch und durch Profi. Sie schreibt sich sogar jede einzelne Schrittfolge auf. Ihre Rumba war zwar eher "ein Bolero", aber dafür hatte sie "sehr schöne Arme".

Ausgetanzt hat es sich leider für Sabrina Setlur. Schade, man hätte ihr gewünscht, "die Rakete im Hintern zu zünden" und alle Selbstzweifel loszulassen.

Quelle: ntv.de