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"Let's Dance" - Show 1 Tijan Njie fackelt das Parkett ab

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Dieses Paar sorgt für Hitzewallungen bei der Jury.

(Foto: TV Now)

Aílton ist "so fest wie Dönerfleisch", Ilka geht ab "wie Fiffi ans Gehackte" und Laura Müller bremsen die Gedanken an ihr Aussehen aus. Der Wendler sitzt erneut im Publikum, doch dann - taucht plötzlich mittendrin der Pocher auf!

Na, hallöchen! Jetzt bitte nicht sexy Tijan Njie nur auf sein Äußeres reduzieren! Das wäre unfair, aber dennoch müssen wir wie Jorge fragen: "Wer ist denn das?" Wer ist der "mega Chico", der da in einem hautengen, durchsichtigen Shirt so lasziv das Parkett abfackelt? Wohlgemerkt in Show 1!

Diese Spannung, dieser Tango: "Come on!" Die "unvorstellbare Energie" des Schauspielers schwappt unverzüglich auf die Jury über. Motsi gerät in Hitzewallung und würde dem schönen Tänzer am liebsten die Klamotten vom Leib reißen. Zum erotischen Probe-Tätscheln muss der überrumpelte Llambi herhalten. Der nimmt's - "bumms, hello" - mit Humor.

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Musste die Show leider als Erste verlassen: Spitzensportlerin Steffi Jones.

(Foto: TV Now)

Die erste Show also. Und wie das mit ersten Shows oft so ist, geht den meisten Tänzern vorab mächtig die Düse. Dazu der Druck und die Angst, als Erste(r) rauszufliegen. Für die "nicht sehr nahbare" Sabrina Setlur wäre das übrigens ihr "persönliches Armageddon". Sich fallenlassen, gleichzeitig gelöst wirken, während man innerlich vor Aufregung in Flammen steht: Das muss man erstmal gebacken kriegen! Und Sabrina ist leider eine von denen, die noch "zu viel denkt", zu zaghaft von links nach rechts walzert oder um es mit Llambis Worten abzukürzen: "Das war nix."

Aílton, du bist "so fest wie Dönerfleisch"!

Unsicher ist auch Steffi Jones, so sehr, dass sie "vergisst zu atmen". Aber wer braucht schon Schauerstoff, wenn man einen solchen "Kampfgeist" hat? Fußballer und Sportlerinnen, so heißt es, seien oft ein bisschen steif in der Hüfte und genau das erwartet man wohl deshalb auch von Aílton. Aber dafür, dass die brasilianische Frohnatur in der Schulter "so fest wie Dönerfleisch" ist, salsat er mit Isabel Edvardsson viel besser als erwartet. Nur klein machen darf er sich nicht. Immer bedenken: "großer Aílton, groooßer Aílton".

Einige haben die Messlatte weit, weit nach oben gelegt. Luca Hänni ist einer davon. Und Christina Luft, letztes Jahr arg malträtiert von Spaßvogel und Bewegungs-Klaus Pocher, strahlt an seiner Seite übers ganze Gesicht. Endlich ein würdiger Tanzpartner, einer, der ihr brav "auf den Arsch guckt", ohne ständig rumzublödeln. Der Mühen Lohn: ein toller Auftakt.

"Abgegangen wie Fiffi ans Gehackte"

Auch sie möchte man noch lange sehen: Ilka Bessin. Nein, die Komikerin hat keine Tänzerin-Figur, aber es ist jener Rat, den die Juroren Laura Müller mit auf den Weg gegeben haben: "Scheißegal, wie Sie aussehen, Sie müssen gut tanzen!" Und den hat Ilka längst verinnerlicht. "Scheißegal", ob sie auf dem Parkett vorteilhaft wirkt oder nicht. Sie tanzt. Sie tanzt mit dem Herzen und der Erinnerung an ihren verstorbenen Vater. Ihre Emotionen sind echt und das berührt. Tränen fließen im Publikum und obschon Llambi tönt, die Frau in Rot sei an der Seite von Erich Klann beim Wiener Walzer "abgegangen wie Fiffi ans Gehackte", muss er ob all der Strenge, die ihm innewohnt, doch zugeben: "Es war ein Vergnügen zuzuschauen." Genauso wie dem Langsamen Walzer von Ulrike von der Groeben. Wer meint, Miss RTL aktuell habe generell die Handbremse etwas angezogen, irrt. Leicht wie eine Feder schwebt sie ihrem Partner, Valentin Lusin halb davon - vielleicht zu Peter Kloeppel, ganz sicher aber in die nächste Runde.

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Berührt, weil sie mit dem Herzen tanzt: Ilka Bessin.

(Foto: TV Now)

Auch tipptopp: das "scheue Reh" Lili Paul-Roncalli, die an der Seite von Massimo Sinató schon gleich in Show 1 die "Bombe" platzen lässt. "Zwei Italiener auf der Tanzfläche": Einer hat glücklicherweise noch sein Shirt an, die andere "weiß noch nicht, wie gut sie ist". Der Tango hätte sonst niemanden mehr auf den Stühlen gehalten. Motsi und Jorge, dem man an diesem Freitag übrigens sämtliche Sendemasten von RTL ins Haupthaar gedreht hat, sind ganz "geschockt" ob des riesigen Niveaus der "bescheidenen", "mystischen" Artistin.

Nicht ohne meinen Wendler

Weniger mystisch indes ist der Cha-Cha-Cha von Laura Müller an der Seite von Christian Polanc. Sie wolle gern zeigen, wer sie ist. Aber nicht mal die ersten Trainingsstunden zieht sie ohne den Wendler durch - "egal"! Hauptsache "Schatzi" filmt schön für Insta und hat genügend schwarze Schuhwichse für die Frisur parat. Alles ist eher mäßig, "abgelaufen" wie Llambi ihr attestiert. Laura muss sich davon "lösen zu sagen, ich will nur posen". "Potenzial" sei da, aber wer genau hinschaut, sieht auch ein junges Mädchen, das dem Druck um ihre Person offensichtlich nicht so gut gewachsen ist.

Denn schon wieder dreht sich die Show um sie und ihren Freund, der im Publikum sitzt und sich diesen Sonntag mit Oliver Pocher ein TV-Battle liefern wird. Der Wendler fragt das Publikum, ob man ihn in der Life-Show gegen Pocher gern sehen würde. Verhaltener Applaus. Der Mann mit der Schlagfertigkeit eines Teebeutels lässt sich nichts anmerken - "egal".

Was sonst noch geschah:

"Last Man Standing" Moritz Hans begeistert Jorge mit seiner "sexy Attitude", Model Loiza Lamers ist "definitiv kein Fehler" und John Kelly hätte fast beim Tanztraining "gekotzt". Dafür überzeugt er dann aber mit einem sehr emotionalen Wiener Walzer und "tollen Pirouetten". Während Sükrü Pehlivan bei seinem Tango für Llambi nicht Manns genug und ein bisschen wie Quasimodo wirkt, müssen wir uns nach der ersten Runde leider schon von Steffi Jones verabschieden. Schade, "die Energie war da".

Kleiner TV-Tipp für Sonntag: Wendler vs. Pocher - das Duell. Man ist fast ein bisschen geschockt, als der Rüpel-Comedian Pocher das Event ankündigt und verspricht: "Es gibt nicht nur beim Tatort Tote."

Quelle: ntv.de

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