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Dienstag, 20. März 2018

Kamele, Shishas, Fastenbrechen: Unterwegs zwischen Indien und Deutschland

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Wie fühlt es sich an, sich einfach an den Straßenrand zu stellen, den Daumen rauszustrecken und darauf zu vertrauen, dass man schon irgendwann mitgenommen wird - ganz egal wohin? (Foto: Simon Polster)

Wie fühlt es sich an, sich einfach an den Straßenrand zu stellen, den Daumen rauszustrecken und darauf zu vertrauen, dass man schon irgendwann mitgenommen wird - ganz egal wohin?

Wie fühlt es sich an, sich einfach an den Straßenrand zu stellen, den Daumen rauszustrecken und darauf zu vertrauen, dass man schon irgendwann mitgenommen wird - ganz egal wohin?

Kalle Bergstedt (l.) und Simon Polster wissen es. Sie sind quer durch Indien getrampt und gewandert - und haben sich anschließend ihren Weg zurück durch neun Länder nach Berlin gebahnt.

Fast zehn Monate sind die beiden unterwegs. Sie schlafen mal unter freiem Himmel in der Wüste, die nachts erstaunlich kalt sein kann, ...

... mal werden sie unterwegs von Menschen nach Hause eingeladen und mal dienen verlassene Häuser als Unterschlupf für die Nacht.

Bevor es zurück in Richtung Deutschland geht, durchqueren Polster und Bergstedt in Indien unberührten Urwald ...

... und lassen sich auf farbenfrohen Märkten treiben.

Sie waschen sich die Farben des Holi-Festes im Ganges ab, ...

... wandern über verlassene Strände ...

... und werden Zeuge mancher Kuriosität: Dieses Kamel kennt den Weg vom Markt nach Hause auswendig, so dass sein Besitzer auf dem Rückweg ein Nickerchen im Wagen machen kann.

Die Gelassenheit färbt schnell ab - und Jonglierbälle und ein Reiseschach vertreiben die Zeit in abgelegenen Landstrichen.

Anderswo erregen die blonden Exoten viel Aufsehen - und landen sogar in der Zeitung und im Fernsehen.

Von den Hügeln der Darjeeling-Region in Indien, in der der gleichnamige Tee angebaut wird, ...

... geht es - Visaproblemen zum Trotz - statt mit dem Auto per Flugzeug ins quirlige Teheran.

Im Iran saugen Polster und Bergstedt Gerüche auf, ...

... rauchen so manche Wasserpfeife ...

... und tauchen in die Hügel ab, hinter denen die Iraner versteckt das ausleben, was das Regime eigentlich untersagt - Musizieren zum Beispiel.

Von kargen Felshügeln ist im angrenzenden Armenien schon nichts mehr zu sehen - stattdessen explodiert die Natur hier geradezu vor Farben.

Am liebsten genießen Polster und Bergstedt den Ausblick - zum Beispiel nach einer Wanderung oder einem Tag in fremden Autos, mit Einkäufen vom Markt oder ...

... einem Glas Wein. Den gibt es zur Genüge im benachbarten Georgien, der Wiege des Weinbaus.

Die alten Weingüter, in denen der gekelterte Wein noch traditionell in Tonkrügen im Boden eingegraben wird, faszinieren vor allem Simon Polster, ...

... ebenso wie vom Tourismus unberührte Dörfer, ...

... weite Hügellandschaften, ...

... schneebedeckte Berge ...

... und besonders die Gastfreundschaft der Einheimischen - auch wenn es zunächst ungewohnt ist, schon zum Frühstück Wein oder Schnaps vorgesetzt zu bekommen.

Wenn Einheimische mal keinen Schlafplatz für die Nacht anbieten, wird eben unter freiem Himmel geschlafen - zum Beispiel in Istanbuls berühmtem Gezi-Park.

Auf Istanbuls Straßen feiern die beiden mit den Türken das traditionelle Fastenbrechen, ...

... bevor es über den Bosporus ...

... und Griechenland ...

... weiter nach Mazedonien geht, ...

... wo Polster und Bergstedt mitten in der Natur mit anderen Backpackern aus ganz Europa feiern. Es sind die letzten Nächte unter freiem Himmel, denn ...

... entlang der kroatischen Adriaküste geht es zügig weiter in Richtung Heimat - wo nach mehr als 5000 Kilometern wieder das eigene Bett wartet. (ftü).

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