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Donnerstag, 26. Januar 2012

Mercedes SL: Eine automobile Stilikone wird 60

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Kaum ein Oldtimer hat in den vergangenen Jahren derart an Wert zugelegt wie der Mercedes SL Flügeltürer. Kein Wunder, gehört der Sportwagen doch zu den größten Ikonen der Sportwagenwelt. Erstmals vorgestellt wurde der 300 SL als reinrassiger Rennwagen, ...

Kaum ein Oldtimer hat in den vergangenen Jahren derart an Wert zugelegt wie der Mercedes SL Flügeltürer. Kein Wunder, gehört der Sportwagen doch zu den größten Ikonen der Sportwagenwelt. Erstmals vorgestellt wurde der 300 SL als reinrassiger Rennwagen, ...

Kaum ein Oldtimer hat in den vergangenen Jahren derart an Wert zugelegt wie der Mercedes SL Flügeltürer. Kein Wunder, gehört der Sportwagen doch zu den größten Ikonen der Sportwagenwelt. Erstmals vorgestellt wurde der 300 SL als reinrassiger Rennwagen, ...

... mit dem sich Mercedes-Benz vor 60 Jahren erfolgreich im Motorsport zurückmeldete. Auf Drängen des US-amerikanischen Importeurs Maximilian Hoffman ...

... startete 1954 die Straßenversion – zeitgleich zu einem kleineren offenen Zweisitzer, ...

... dem 190 SL. Als starker Supersportwagen wurde der 300 SL – im englischsprachigen Raum ...

... wegen seiner flügelartig ausgebreiteten Türen "Gullwing" genannt - ...

... der Übervater einer Modellreihe, die später im Gewand luxuriöser Roadster eine einzigartige Erfolgsgeschichte schreiben wird.

Schon 1952 besaß der bis dahin nur im Rennsport eingesetzte 300 SL nach einem Doppelsieg in Le Mans und ...

... dem Gesamtsieg bei der ultraharten Carrera Panamericana Mexiko den Ruf eines unbezwingbaren Triumphators.

1954 feierte dann die Straßenversion des 300 SL zusammen mit seinem kleinen Roadster-Bruder 190 SL Weltpremiere auf der New York International Motor Show.

Wenige Monate später begann die Serienfertigung des Jahrhundertautos, dessen Flügeltüren übrigens eine konstruktive Ursache hatten.

Unter der Karosserie verbarg sich ein stabiler Gitterohrrahmen, der den Einbau konventioneller Türen verhinderte.

Nur 82 Kilogramm wog der Rahmen, gerade einmal 1203 Kilogramm der startklare Seriensportler mit optionaler Aluminiumkarosserie. "Super – Leicht" bedeutete SL nach der Diktion von Mercedes, ein Anspruch, ...

... dem der 300 SL sogar in der preiswerteren und deshalb verbreiteteren Version mit Stahlblechkarosserie (nur die Hauben, Türen und Schweller waren aus Leichtmetall) gerecht wurde.

Ein neuartiger bis zu 158 kW/215 PS starker Benzin-Direkteinspritzer beschleunigte den 300 SL auf maximal 260 km/h.

Knapp 1100 der insgesamt 1400 produzierten Flügeltürer konnte Maximilian Hoffman von 1955 bis 1957 in Nordamerika verkaufen. Ein gigantischer Erfolg für ein Fahrzeug der obersten Preisklasse.

Für größere Kundenkreise erschwinglich wurde die Baureihe durch den zeitgleich präsentierten 190 SL mit Vierzylindermotor.

1957 mutierte der Gullwing zum Roadster, dem eigentlichen Stammvater der heutigen SL-Reihe, mit komplett versenkbarem Verdeck.

Ein Erfolgsrezept, wie sich schnell zeigte. Bis 1963 wurden fast 1900 Einheiten des Rivalen von englischen und italienischen Superautos verkauft.

Den Nimbus des Flügeltürers, der bereits zu "Lebzeiten" Legende wurde, konnte der Roadster allerdings nie erreichen. Allein die Leistung mit 77kW/150 PS langte nicht mal ansatzweise an den großen Bruder heran.

Ersetzt wurden die beiden so unterschiedlichen Roadsterreihen durch eine neue SL-Generation. Der Mercedes-Benz 230 SL mit 110 kW/150 PS-Sechszylinder und ...

... markantem Pagodendach wurde zum Star des Genfer Salons 1963.

Fans behaupten, dass der von Paul Bracq gezeichnete Typ der Baureihe W 113 zu den schönsten offenen Tourensportwagen aller Zeiten gehört.

Die Sechszylinder wirkten wie eine Skulptur, die optional von einem konkav geformten Hardtop, der sogenannten Pagode, gekrönt wurden.

Seine sportliche Bewährungsprobe bestand der 230 SL bravourös bei den wichtigsten Langstreckenrennen. Weltweit entschieden sich fast 50.000 wohlhabende Open-Air-Enthusiasten für den 230 SL.

Zum absoluten Bestseller aller bisherigen SL-Generationen avancierte aber erst das Schwergewicht unter den Sternensportlern. Der 1971 präsentierte Roadster ...

... mit dem internen Kürzel R 107 schwelgte in opulenten Formen mit viel Chrom und ignorierte derart konsequent den ursprünglichen Sinn des Typenkürzels SL, ...

... dass er noch vor Marktstart den heimlichen Beinamen "Panzerwagen" erhielt. Ein Panzer, der den Kunden gefiel, denn mit über 237.000 Einheiten in 18 Jahren ist er der meistproduzierte SL aller Zeiten.

Technische Innovationen und eine bei Oberklasse-Sportwagen bis dahin unerreichte Popularität bei Prominenz und internationalem Geldadel ermöglichten den Typen 280 bis 560 SL eine fast beispiellose Karriere.

Beinahe tresorartige Sicherheit zeichnete die Baureihe R 129 aus, ...

... die 1989 mit Innovationen vom automatischen Überrollbügel bis hin zum Integralsitz aufwartete.

Nachdem im Vorgänger Achtzylindermotoren eingeführt wurden, debütierte nun ein Zwölfzylinder im neuen 600 SL. Aus Kapazitätsgründen wurde die Produktion des Neuen von Sindelfingen nach Bremen verlagert und dennoch kam es auch dort zu Lieferengpässen.

Die Käufer des von Bruno Sacco gezeichneten und mit dem internationalen "Car Design Award" prämierten SL mussten anfangs jahrelange Lieferzeiten hinnehmen.

Mit dem neuen SL verabschiedete sich Mercedes auch von einem schwergewichtigen Sportwagen. Dank einer Leichtbau-Karosserie nahm man dem einstigen Panzer das Gewicht.

Wirklich zurück zu den Ursprüngen strebt aber erst der in diesen Tagen enthüllte SL: ...

... Mit einer weitgehend aus Aluminium gefertigten Karosserie soll der Begriff "Super Leicht" zum 60. Geburtstag mit neuem Leben erfüllt werden.

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