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Samstag, 02. August 2014

Polen beißt zurück: Äpfel essen gegen Putin

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Ein Apfel täglich hält nicht nur den Arzt fern, sondern auch den russischen Präsidenten: "An apple a day keeps Mr. Putin away", twittert der Warschauer Krzysztof Jakubowski. Was ist da los?

Ein Apfel täglich hält nicht nur den Arzt fern, sondern auch den russischen Präsidenten: "An apple a day keeps Mr. Putin away", twittert der Warschauer Krzysztof Jakubowski. Was ist da los?

Ein Apfel täglich hält nicht nur den Arzt fern, sondern auch den russischen Präsidenten: "An apple a day keeps Mr. Putin away", twittert der Warschauer Krzysztof Jakubowski. Was ist da los?

Unter dem Hashtag #JedzJabłka - zu Deutsch: Iss Äpfel - verbreiten Polen seit ein paar Tagen Selfies und andere Bilder, die Menschen (und Tiere) beim Verspeisen dieser Obstsorte zeigen.

Immer geht es dabei gegen Putin. Denn als Vergeltung für die Sanktionen der Europäischen Union gegen Russland hat das Land diverse Gegenmaßnahmen beschlossen, darunter ein Einfuhrverbot für Obst und Gemüse aus Polen.

Offiziell begründeten die russischen Behörden den am 1. August in Kraft getretenen Importstopp mit "Verstößen gegen die Lebensmittelsicherheit". Angeblich wurde in 90 Prozent aller überprüften Äpfel eine zu hohe Belastung mit Pestiziden festgestellt.

Für Polen - größter Apfelexporteur der Welt - ist das keine Lappalie: Immerhin sieben Prozent der polnischen Agrarexporte gingen bislang nach Russland.

In den Worten des polnischen Landwirtschaftsministers Marek Sawicki sind die polnischen Obst- und Gemüsebauern damit das "erste Opfer der EU-Wirtschaftssanktionen gegen Russland".

Der erste Tweet mit dem Hashtag #JedzJabłka wurde am Vormittag des 30. Juli von dem Journalisten Grzegorz Nawacki gepostet, der für die Wirtschaftszeitung "Puls Biznesu" arbeitet. Dazu schrieb er: "Stell dich Putin entgegen, iss Äpfel und trink Apfelwein."

Sogar sein Profilbild hat Nawacki geändert: Es zeigt ihn jetzt, wie er in einen (mutmaßlich polnischen) Apfel beißt.

Seine Zeitung hat die Aktion ebenfalls aufgegriffen.

Politiker wie hier der Chef der linksliberalen Partei Twój Ruch, Janusz Palikot, haben sich der Aktion angeschlossen.

Auch Polo-Market, eine der größten polnischen Supermarktketten, sprang auf den Zug auf.

Andere verbinden die Aktion mit Kritik an der Wirtschaftspolitik der polnischen Regierung.

Mittlerweile gibt es sogar eine Gegenbewegung. Bislang ist das allerdings nur eine Minderheit. (Bevor jemand die falschen Assoziationen hat: Das Bild ist ganz bestimmt antifaschistisch gemeint ...)

Die polnischen Grenzen hat die Aktion längst hinter sich gelassen.

Aber immer gibt es nur eine Botschaft.

Ärgert Putin.

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