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Freitag, 13. Dezember 2013

Überraschungen auf der Ministerliste: Wer wird was in der Großen Koalition?

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Union und SPD haben in den Koalitionsverhandlungen die Eckpunkte für eine Große Koalition festgezurrt. (Foto: picture alliance / dpa)

Union und SPD haben in den Koalitionsverhandlungen die Eckpunkte für eine Große Koalition festgezurrt.

Union und SPD haben in den Koalitionsverhandlungen die Eckpunkte für eine Große Koalition festgezurrt.

Sicher ist vorläufig nur: Angela Merkel wird in den kommenden vier Jahren wieder in der Mitte des Kabinettstisches Platz nehmen.

Doch wer sitzt auf den übrigen Stühlen im Bundeskanzleramt?

Für die 15 Ministerien wurden in den vergangenen Tagen einige Kandidaten, heiß gehandelt.

Dass SPD-Chef Sigmar Gabriel als Minister ins Kabinett gehen würde, galt als sicher. Schließlich hatte er dem Koalitionsvertrag den sozialdemokratischen Stempel aufgedrückt.

Und dann auch noch alles daran gesetzt, die Parteibasis von dem Projekt "GroKo" zu überzeugen.

Bestätigen sich die Medienberichte, wird Gabriel Wirtschafts- und Energieminister.

Damit würde er in einem Superministerium die Energiewende federführend gestalten und darf sich getrost als Schwergewicht im neuen Kabinett fühlen.

Da außerdem SPD-Schatzmeisterin Barbara Hendricks das Umweltministerium übernehmen soll, ...

... ist Peter Altmaier nicht länger Mister Umwelt. Er stünde damit parat, ein anderes Ressort für die Union zu besetzen.

Angeblich schielte auch der bisherige Kanzleramtschef Ronald Pofalla auf ein "richtiges" Ministeramt.

Überraschend gibt es aber Berichte, Pofalla plane seinen Rückzug aus der Politik und wolle sich mehr seinem Privatleben widmen. Dann könnte Altmaier seinen Posten übernehmen.

An Pofallas Stelle könnte jedoch auch der bisherige CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe treten. Neben dem Kanzleramt behält die Union wohl auch die Leitung ...

... des Innenministeriums. Hier gilt CSU-Mann Hans-Peter Friedrich als gesetzt.

Auch Wolfgang Schäuble bleibt Merkels Kabinett wohl auf jeden Fall erhalten. Offenbar verzichtet die SPD auf das Finanzministerium.

Hingegen griffen die Sozialdemokraten beim Auswärtigen Amt zu und schicken ihren bisherigen Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier wieder in den alten Job zurück.

Ihm soll an der SPD-Fraktionsspitze der Innenexperte Thomas Oppermann nachfolgen.

Er gilt als politische Allzweckwaffe. Viele hatten ihm auch zugetraut Finanz- oder Justizminister zu werden.

Das wird er nun nicht, denn Justizminister wird relativ überraschend Heiko Maas.

Damit ist auch Brigitte Zypries aus dem Rennen, die das Amt schon einmal unter Gerhard Schröder bekleidete und wieder im Gespräch war.

Der saarländische SPD-Chef müsste für die Übernahme des Berliner Amtes allerdings als Vize-Ministerpräsident aus der schwarz-roten Landesregierung in Saarbrücken ausscheiden.

Weil die Sozialdemokraten drei der sechs Ministerposten mit Frauen besetzen wollten, galt Manuela Schwesig am roten Teil des Kabinettstischs als gesetzt. Sie soll das Familienressort führen und beerbt damit Kristina Schröder, die sich mehr um ihre eigene Familie kümmert.

Das Arbeits- und Sozialministerium soll die bisherige SPD Generalsekretärin Andrea Nahles führen.

Damit kommt sie der bisherigen Amtsinhaberin Ursula von der Leyen ins Gehege.

Die ehrgeizige Niedersächsin strebt bekanntlich nach Höherem. Da passt das bisher als eher undankbar geltende Gesundheitsministerium nicht so gut, mit dem sie jetzt in Verbindung gebracht wird.

Allerdings gibt es Spekulationen, dass das Gesundheitsministerium für von der Leyen um die Rentenkompetenz aufgewertet werden soll. Oder sie übernimmt das Forschungsministerium.

Die erste Variante wäre unproblematisch, weil bisher die FDP mit Daniel Bahr den Gesundheitsminister stellte. Und die ist ja bekanntlich nicht nur aus allen Koalitionsüberlegungen, sondern gleich ganz aus dem Bundestag raus.

In der zweiten Variante muss allerdings Bildungsministerin Johanna Wanka um ihr Amt fürchten, das sie erst im Februar 2013 von Annette Schavan übernommen hat.

Die Bestätigung von Verteidigungsminister Thomas de Maizière gilt inzwischen wieder als sicher, Für den bisherigen Chef des Bendlerblocks könnte die Euro-Hawk-Affäre also folgenlos bleiben.

Laut CSU-Chef Horst Seehofer soll CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt Minister werden. Er könnte beispielsweise Dirk Niebel als Entwicklungsminister nachfolgen.

Auch das Ministerium für Verbraucherschutz und Ernährung ist nach dem Umzug von Ilse Aigner nach Bayern verwaist. Wahrscheinlich ist, dass wieder ein CSU-Politiker nachrückt. Als Favoriten gelten der bisherige Verkehrsminister Peter Ramsauer ...

... und Marlene Mortler, tourismuspolitische Sprecherin der Unionsfraktion im Bundestag. Sollte Ramsauer die Zuständigkeit wechseln, könnte Dobrindt auch Verkehrsminister werden.

Nun darf man auf die Überraschungen aus dem Unionslager gespannt sein.

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