Bilderserie
Sonntag, 06. März 2016

Oldtimer, Zigarren und Sozialismus: Das alte und neue Trend-Urlaubsziel Kuba

Bild 1 von 27
Winterliche Temperaturen? Fehlanzeige! Diese Touristen genießen eine Stadtrundfahrt durch Havanna in den beliebten Oldtimern. (Foto: REUTERS)

Winterliche Temperaturen? Fehlanzeige! Diese Touristen genießen eine Stadtrundfahrt durch Havanna in den beliebten Oldtimern.

Winterliche Temperaturen? Fehlanzeige! Diese Touristen genießen eine Stadtrundfahrt durch Havanna in den beliebten Oldtimern.

Tankstopp mit Aussicht: Direkt am Meer führt in Havanna der Boulevard "El Malecon" vorbei, die breite Straße ist eine wahre Rennstrecke für Oldtimer. Auf der Küstenstraße sind Urlauber zwischen Meer, restaurierten Prachtbauten und zerfallenden Wohnhäusern unterwegs - nicht selten paffen sie dabei an einer Zigarre und schwenken die Rumflasche.

Die Oldtimer sind nicht nur Havannas Markenzeichen, sie sind auch nach wie vor die beliebtesten Taxis der Stadt. "Americanos" und Europäer fahren gleichermaßen gerne mit den alten Modellen - am liebsten Cabrio.

Im Moment wird das Kapitol in Havanna renoviert - ab 2018 soll es dann wieder dem kubanischen Parlament als Sitz dienen. Übrigens: Kommt Ihnen der Anblick bekannt vor? Kein Wunder: In der äußeren Form ist der Bau dem US-amerikanischen Kapitol in Washington D.C. nachempfunden.

Mit karibischem Lebensgefühl spielt dieser Junge in den Straßen von Havanna Fußball. Ob nach der Öffnung des Landes diese Leichtigkeit erhalten bleibt?

Die Touristen strömen zurzeit in Scharen nach Kuba, wie diese Reisegruppe aus Spanien. Viele Menschen wollen das alte, ursprüngliche Kuba erleben, bevor westliche Geschäfte und Kultur in das sozialistische Land Einzug halten.

Die Statue im Kapitol von Havanna repräsentiert die Republik Kuba. Doch so glänzend wie der goldenen Statue geht es dem Land nicht: Kuba braucht Reformen, möchte den Weg des Sozialismus aber nicht verlassen.

Eine kubanische Großmutter lässt sich mit ihrer Enkelin im karibischen Meer treiben. Ein Anblick, der selten werden könnte, denn Kuba leidet seit Jahren unter niedrigen Geburtenraten und einer hohen Abwanderung.

Kuba grenzt im Norden an den Golf von Mexiko und im Süden an das Karibische Meer. Nicht nur die Einheimischen verbringen gerne einen Tag am Strand, ...

... vor allem die Touristen sind bei Wassertemperaturen von 25 bis 28 Grad in und auf dem Wasser.

Kubanischer Salsa ist Lebenslust, Erotik und Alltagsflucht: Ob Einheimische in der Abenddämmerung am Strand ...

... oder Touristen im Schatten zur Mittagszeit: In Scharen lassen sie Hüften und Schultern schwingen.

Salsaunterricht ist auf Kuba bei Touristen sehr beliebt. Hier lernt die deutsche Studentin Jarman Frash die weichen Bewegungen und Schwünge von Tanzlehrer Ariel Domninguez. "Salsa ist kein unanständiger Tanz", wie die Kubaner sagen. Es ist zwar ein erotischer Paartanz, aber mehr als die Hände, Arme und die Rückenpartie um die Schulterblätter der Frau werden nicht angefasst.

Die 33-jährige Yiliana Benitez arbeitet in einer typisch kubanischen Zigarrenfabrik. Die Zigarren, auch "Habano" genannt, müssen mindestens drei Gramm wiegen und aus schwarzem Tabak bestehen, der in verschiedenen Regionen Kubas angebaut wird. Die teureren Marken der Habano werden ausschließlich per Hand gerollt, die preiswerteren teilweise auch maschinell.

Fidel Castro, kubanischer Revolutionär, Regierungschef, Staatspräsident und Vorsitzender der Kommunistischen Partei Kubas, wacht wie hier bei der Post in Havanna auch heute noch über die Menschen.

Der Nationalstolz der Kubaner kennt kaum Grenzen. Überall in Havanna finden sich große Flaggen.

Kuba ist, und das wissen die wenigsten, ein Land der Kälber, Cowboys, Pferde und Rodeo-Shows. Letztere finden jedes Wochenende statt. Ariel Peralta ist so ein Cowboy und wartet beim "International Livestock"-Rodeowettbewerb auf seinen Einsatz.

Ernest Hemingway lebte mehr als 20 Jahre in seiner Wahlheimat Kuba und schrieb hier seine besten Werke. Vor einem halben Jahrhundert starb der Literat, doch auf Kuba ist er allgegenwärtig, wie hier in der Bar Floridita in Havanna.

Touristen und Einheimische stehen für frittierte Teigteilchen Schlange. Im vergangenen Jahr kamen 3,5 Millionen Touristen nach Kuba. Für zusätzliche zwei oder drei Millionen Gäste, die nach der Öffnung des Landes nun kommen könnten, fehlen im Moment noch Zimmer und Infrastruktur.

An Sehenswürdigkeiten mangelt es in Havanna wahrlich nicht - doch die meisten Gebäude haben ihre besten Zeiten schon hinter sich. Wie hier auf dem Plaza de la Catedral weisen viele Wände Risse auf und der Putz blättert ab.

Kuba ist beliebt - doch der eigentliche Boom steht noch bevor. US-Amerikaner lassen es sich in den Hotels gut gehen, die Europäer wollen Kuba noch einmal "authentisch" erleben.

Auf Kuba werden auch die Einheimischen zur Sehenswürdigkeit, wie hier der 61 Jahre alte Hermenegildo Arensivia. Er zeigt polnischen Touristen Bilder von sich in einer Zeitschrift.

Heute ist nicht mehr viel vom revolutionären Geschehen der 1950er-Jahre zu spüren: Der Plaza de la Revolución ist mit 1000 Quadratmetern der größte innerstädtische Platz Kubas. Meistens ist er jedoch ziemlich verwaist.

Eine Touristin macht ein Foto von einem Bild von Che Guevara - neben Fidel Castro der wichtigste Revolutionsführer der kubanischen Revolution. Auch heute noch ist er auf Kuba allgegenwärtig.

Mit Stars and Stripes kann man auf Kuba vor allem bei den US-amerikanischen Touristen punkten. Die direkte Einreise auf die Karibikinsel ist für US-Staatsbürger aber nach wie vor nicht möglich: Sie müssen einen Umweg über ein Drittland, zum Beispiel Mexiko, nehmen.

Die Armee der Revolutionären Streitkräfte gehört nach wie vor zum Bild des Karibikstaates - auch wenn sie, wie hier während einer Parade in Havanna, meistens nur noch repräsentative Aufgaben hat.

Warmer Wind des Wandels: Kreuzfahrtschiffe steuern zunehmend wieder Kuba an. Busse bringen die Passagiere dann in die Städte. Die schwimmenden Hotels aus Europa oder den USA bringen Komfort und Sicherheit, doch mit dem Ursprünglichen, weswegen die Touristen ja eigentlich kommen, hat das wenig zu tun.

weitere Bilderserien