Politik

Liveticker zum Super Tuesday +++ 10:58 Biden-Beraterin landet viralen Hit +++

Für den viralen Hit des Abends sorgt Joe Bidens Beraterin Symone Sanders. Als Tierschützerinnen die Bühne während Bidens "Super Tuesday"-Rede kapern wollen, befördert Sanders eine der beiden Damen etwas unsanft ins Abseits. Auf Twitter erklärt sich die 30-Jährige später mit wenigen Worten: "Ich habe mir einen Nagel abgebrochen." Nach fünf Stunden hat der Tweet stolze 41.700 Likes kassiert.

 

+++ 10:46 Wall Street reagiert erleichtert auf Biden-Sieg +++
In den USA sorgt der Ausgang des "Super Tuesday" für gute Laune an der Börse: Joe Biden hat ja nun doch besser abgeschnitten als befürchtet und damit zu Sanders aufgeschlossen. Ein Präsidentschaftswahlkampf zwischen Sanders und Trump dürfte an der Wall Street gewisse Ängste auslösen. Mit Biden als Kandidat wird dagegen Trump als sicherer Sieger gesehen.

+++ 10:32 In Kalifornien wird noch lange ausgezählt +++
Falls Sie sich wundern, dass Kalifornien bereits als Sieg für Sanders gilt, obwohl erst 57 Prozent der Stimmen ausgezählt wurden: Die ersten Ergebnisse sind derart deutlich, dass Sanders der Sieg nicht mehr zu nehmen ist. Aktuell liegt der Senator mit 31 Prozent der Stimmen vorn, deutlich dahinter folgt Biden mit 21 Prozent. Bloomberg kommt auf lediglich acht Prozent.

+++ 10:06 Bloomberg siegte in Aspen und Weingegend +++
Für Mike Bloomberg ist der "Super Tuesday" eine herbe Enttäsuchung. Trotz einer millionenschweren Werbekampagne kann er keinen Bundesstaat für sich gewinnen. Lediglich Amerikanisch Samoa geht an den früheren Bürgermeister von New York. Dort haben gerade einmal 350 Menschen gewählt. Immerhin hat er aber in einigen Ecken der USA Achtungserfolge erzielt - interessanterweise ausgerechnet in Pitkin County, in dem der Nobel-Skiort Aspen liegt, und in Napa County, einer Weingegend in Kalifornien.

+++ 09:52 Texaner wartet sieben Stunden aufs Wählen +++
Wer in den US-Bundesstaaten Texas und Kalifornien wählen wollte, musste sich in dieser Wahlnacht viel Zeit und am besten etwas zu Essen mitnehmen. Berichte von Wählern in den sozialen Medien legen nahe, dass es teils lange Schlangen vor den Wahlstationen gab. Einer der letzten Wähler an der Universität in Houston gab an, er habe sieben Stunden darauf gewartet, sein Kreuz zu machen.

 

+++ 09:40 Sanders und Biden riskieren späten Ruhestand +++
Mal ein kleines Zahlenspiel am Rande: Sollte Biden auf dem Nominierungsparteitag im Juli zum Kandidaten der Demokraten und später zum US-Präsidenten gewählt werden, wäre er bei Amtsantritt 78 Jahre alt. Nach seiner ersten Amtszeit dann logischerweise 82 - und, sollte er zu einer zweiten Amtszeit antreten, als Präsident a.D. schließlich 86 Jahre alt. Sanders wäre ein Jahr älter.

+++ 09:33 In Maine liegen Biden und Sanders fast gleichauf +++
Auch in Maine sind mittlerweile 81 Prozent der Stimmen ausgezählt. Und auch dort liegt Joe Biden vorn - allerdings wieder denkbar knapp. Knapp 33,9 Prozent stimmten für den früheren Vize-Präsidenten, 33,1 Prozent für Sanders.

+++ 09:22 Bidens Vorsprung in Texas wird deutlicher +++
Nachdem nun 92 Prozent der Stimmen in Texas ausgezählt sind, zeigt sich der Vorsprung von Biden vor Sanders etwas deutlicher. Demnach liegt Biden mit knapp 34 Prozent der Stimmen vorn, Sanders kommt auf knapp 30 Prozent.

+++ 08:57 So reagiert Sanders auf den Sieg in Kalifornien +++
Sein Sieg in Kalifornien ist ein kleiner Trost für Bernie Sanders. Via Twitter bedankt er sich bei seinen Wählern. "Ihr habt gezeigt, dass die Amerikaner bereit sind für eine Regierung und eine Wirtschaft, die für alle funktioniert - nicht nur für ein Prozent (der Amerikaner). Lasst uns zusammen vorwärts gehen!"

 

+++ 08:41 So geht es nach dem Super Tuesday weiter +++
Zeit für einen kurzen Ausblick auf die kommenden Tage: Vor den Demokraten liegen am kommenden Dienstag Vorwahlen in sechs Bundesstaaten. Michigan, Missouri, Idaho, Mississippi, North Dakota und Washington werden am 10. März darüber abstimmen, welcher Kandidat für die Demokraten gegen Donald Trump antreten soll. Insgesamt geht es um 352 Delegiertenstimmen. Die Vorwahlen dauern noch bis in den Juni hinein.

+++ 08:21 Biden profitiert von den Spätentschlossenen +++
In Texas profitiert Biden offenbar von den Spätentschlossenen. Von denjenigen Wählern, die sich erst in den letzten Tagen vor der Wahl für einen Kandidaten entschieden haben, unterstützt laut CNN etwa die Hälfte den früheren Vize-Präsidenten. Nur einer von fünf Spätentschlossenen entscheidet sich demnach auf den letzten Drücker noch für Sanders.

+++ 08:10 Biden gewinnt auch Vorwahl in Texas +++
Biden gewinnt laut US-Medien auch die Vorwahl in Texas. Nach 82 Prozent der ausgezählten Stimmen liegt er mit 33 Prozent vorn, es folgt Sanders mit knapp 30 Prozent. Auf Platz drei landet Bloomberg mit 15 Prozent.

+++ 08:01 Zusammenfassung: Biden feiert Comeback, Sanders fällt zurück +++
Liebe Leser, hier eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse am "Super Tuesday": Der frühere Vize-Präsident Joe Biden gewinnt unerwartet die meisten Bundesstaaten und ist der große Sieger dieses Wahlabends. Bernie Sanders hat dagegen das Nachsehen. Er gewinnt nur vier Bundesstaaten - darunter Kalifornien. New Yorks Ex-Bürgermeister Mike Bloomberg kann keinen einzigen Bundesstaat für sich gewinnen. Offen sind noch die Ergebnisse für Texas und Maine.

+++ 07:41 Trump verspottet Wahlverlierer Bloomberg +++
Wie nicht anders zu erwarten, verfolgt auch US-Präsident Trump die Vorwahlen der Demokraten. Besonders das schlechte Abschneiden von New Yorks Ex-Bürgermeister Mike Bloomberg freut ihn diebisch. Die 700 Millionen Dollar für seine Kampagne seien zum Fenster hinausgeworfen worden. Von seiner Kandidatur bleibe nicht viel mehr als ein unschöner Spitzname: Mini Mike.

 

+++ 07:20 Biden liegt jetzt auch in Texas vorn +++
In Texas bleibt es spannend: Nachdem 66 Prozent der Stimmen ausgezählt sind, führt Joe Biden nun mit 31 Prozent vor Bernie Sanders mit 29 Prozent. Der Bundesstaat ist extrem wichtig für die Kandidaten. Wer Texas gewinnt, hat auf einen Schlag 228 Delegiertenstimmen sicher. Zur Erinnerung: Um als Präsidentschaftskandidat nominiert zu werden, benötigt ein Kandidat mindestens 1991 Delegiertenstimmen.

+++ 07:12 Bidens Helferin: "eines der größten Comebacks" +++
Eigentlich kennen wir das vor allem von Donald Trump, aber auch bei den Demokraten spart man mittlerweile nur noch ungern mit Superlativen: Das überraschend gute Abschneiden von Joe Biden am "Super Tuesday" sei "eines der größten politischen Comebacks in der modernen amerikanischen Geschichte", sagt Bidens Vize-Kampagnenmanagerin Kate Bedingfield bei CNN.

+++ 07:01 Warren denkt offenbar nicht ans Aufgeben +++
Für Elizabeth Warren sind die Vorwahlen eine herbe Enttäuschung. Selbst ihren Heimatbundesstaat Massachusetts kann die Senatorin nicht für sich gewinnen. Sie landet nur auf Platz drei. Doch aufgeben will sie offenbar nicht. In einer Nachricht an ihre Unterstützer schreibt sie, es lägen noch sechs Wahlen vor ihr - und um die Dynamik der Kampagne beizubehalten, benötige sie weiter deren Hilfe.

+++ 06:47 Biden führt mit 25 Delegierten vor Sanders +++
Entscheidend bei den US-Vorwahlen ist - wie bereits erwähnt - nicht die Zahl der gewonnenen Bundesstaaten, sondern die Anzahl der Delegierten, die sich für die jeweiligen Kandidaten aussprechen: Und was das angeht, liegt Biden im Moment vorn. Aktuell hat der führere US-Vizepräsident 178 Delegierte hinter sich. Sanders folgt mit 153 Delegierten.

Zusammen mit den gewonnenen Stimmen aus den vorangegangenen Vorwahlen ist der Vorsprung für Biden noch deutlicher:

*Datenschutz

+++ 06:36 Für Sanders ist Texas schon jetzt eine Schlappe +++
Für Bernie Sanders ist das knappe Duell in Texas schon jetzt eine Niederlage. In dem Bundesstaat war er als klarer Favorit gehandelt worden. Nun hängt ihm Joe Biden unerwartet stark an den Fersen.

+++ 06:01 Äußerst knappe Rennen in Texas und Maine +++
Joe Biden gewinnt nach jetzigem Stand die "Super Tuesday"-Vorwahlen in acht Bundesstaaten, Bernie Sanders in vier und Mike Bloomberg im US-Außengebiet Amerikanisch-Samoa. Es fehlen noch zwei Staaten: Texas und Maine. Und in beiden ist das Rennen äußert knapp:

Nach Zahlen von CNN liegt Sanders in Texas mit 28,6 Prozent hauchdünn vor Biden mit 28,2 Prozent. Bisher sind 55 Prozent der Stimmen ausgezählt. Nicht viel anders sieht es in Maine aus, wo 77 Prozent ausgezählt sind. Dort führt Biden mit 33,4 Prozent sehr knapp vor Sanders mit 33,0 Prozent. Auf die Sieger muss man hier also noch warten.

+++ 05:12 Prognose: Sanders gewinnt Vorwahl in Kalifornien +++
CNN ist noch vorsichtig, Fox News und AP sind sich dagegen sicher: Bernie Sanders entscheidet nach deren Zahlen die Vorwahl der Demokraten in Kalifornien für sich.

Für Sanders ist das ein wichtiger Gewinn, nachdem Hauptkonkurrent Joe Biden am "Super Tuesday" in bisher acht Bundesstaaten gewinnen kann. Allerdings stellt Kalifornien die mit Abstand meisten Delegierten bei den Vorwahlen. Sanders kann bereits Siege in seinem Heimatstaat Vermont, in Colorado und Utah für sich verbuchen.

+++ 05:08 "Nehmt euch das Land zurück", sagt Biden +++
Sowohl Joe Biden als auch Bernie Sanders zeigen sich am "Super Tuesday" siegessicher. "Wir sind sehr lebendig", sagt Ex-Vizepräsident Biden in Los Angeles. "Es ist ein guter Abend und er scheint sogar noch besser zu werden." Nicht umsonst werde die Abstimmung in 14 US-Bundesstaaten "Super Tuesday" genannt. "Wir sind besser als dieser Präsident. Also steht wieder auf und nehmt euch das Land zurück", fügt Biden an.

Auch Senator Sanders zeigt sich sicher, das Rennen um die Nominierung der Demokraten gewinnen zu können. "Heute Abend sage ich euch mit absoluter Zuversicht, dass wir die demokratische Nominierung gewinnen werden und wir den gefährlichsten Präsidenten in der Geschichte dieses Landes schlagen werden", sagt er in seinem Heimat-Bundesstaat Vermont.

+++ 05:01 Kalifornien hat gewählt - und Sanders führt +++
Auch in Kalifornien sind nun die Wahllokale geschlossen. Laut CNN führt Bernie Sanders die Vorwahl in Kalifornien an. Zum Sieger wollte ihn der Sender aber noch nicht ausrufen. In dem Staat gibt es mit Abstand die meisten Delegierten des "Super Tuesday" zu vergeben.

Nach Zahlen von CNN gewinnt Sanders vor allem bei jungen Wählern und Hispanics, Biden eher bei älteren Wählern.

+++ 04:56 Steigt Bloomberg doch aus? +++
Eigentlich hat Mike Bloomberg versichert, auch bei einer Niederlage am "Super Tuesday" im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten zu bleiben. Doch nun berichtet die Nachrichtenagentur AP, dass Bloomberg am Mittwoch doch noch einmal in sich gehen will, ob er dabei bleibt. Er wolle die Lage "neu bewerten", berichtet AP unter Berufung auf einen Insider.

Bloomberg hat mehr als 500 Millionen Dollar aus seinem eigenen Vermögen in den Wahlkampf gesteckt. Der Erfolg am "Super Tuesday" ist aber überschaubar. Im Grunde machen das Rennen Joe Biden und Bernie Sanders unter sich aus.

+++ 04:31 Weitere Siege für Sanders und Biden +++
Für zwei weitere US-Bundesstaaten gibt es Prognosen: Laut Fox News und NBC sichert sich Bernie Sanders den Sieg in Utah. Fox News und AP vermelden zudem den Sieg von Joe Biden in Massachusetts. Letzteres ist eine Überraschung, weil es der Heimatstaat von Elizabeth Warren ist, die aber offenbar das Nachsehen hat.

+++ 04:11 Biden gewinnt bisher in sieben Staaten, Sanders in zwei +++
Eine kleine Übersicht über die bisherigen Prognosen verschiedener US-Sender:

  • Joe Biden gewinnt demnach nach jetzigem Stand die Vorwahlen in Virginia, North Carolina, Tennessee, Oklahoma, Alabama, Minnesota und Arkansas.
  • Bernie Sanders holt sich Vermont und Colorado.
  • Mike Bloomberg gewinnt im US-Außengebiet Amerikanisch-Samoa.

Und ein Zwischenstand zu den Delegierten:

  • Laut CNN hat sich Joe Biden am "Super Tuesday" bisher 97 Delegierte gesichert, Bernie Sanders 42 und Michael Bloomberg 4. Auf Elizabeth Warren und Tulsi Gabbard entfallen je ein Delegierter.
  • Hunderte Delegiertenstimmen des "Super Tuesday" sich demnach aber noch nicht vergeben. Insgesamt geht es um mehr als 1300 Delegierte.

+++ 03:56 Prognose: Biden gewinnt zwei weitere Staaten +++
Aus zwei weiteren Staaten gibt es Prognosen: Laut der Nachrichtenagentur AP gewinnt Joe Biden die beiden Bundesstaaten Minnesota und Arkansas.

+++ 03:42 Kurzanalyse: Wie super ist dieser "Super Tuesday" wirklich? +++
Eine Kurzanalyse zum bisherigen Verlauf des "Super Tuesday":

Die große Frage des Abends ist weniger, wer welchen Staat für sich entscheidet, sondern wie viele Delegierten die Bewerber hinter sich bringen können. Denn nur mit genügend Delegiertenstimmen reicht es für die offizielle Kandidatur. Dem "Super Tuesday" kommt dabei eine besondere Rolle zu, weil dabei besonders viele Delegiertenstimmen vergeben werden, etwa in Kalifornien und Texas.

Am Ende bekommt allerdings nicht der Sieger alle Delegierten eines Bundesstaats, sie werden vielmehr verteilt unter jenen Bewerbern, die mindestens 15 Prozent der Wählerstimmen auf sich vereinen können. Bei den diesjährigen Vorwahlen gibt es aber offenbar eine Besonderheit: Viele Rennen sind sehr knapp. Das heißt, dass die Delegiertenstimmen in vielen Bundesstaaten aufgeteilt werden (müssen). Dadurch kann sich aber auch keiner der Favoriten entscheidend absetzen. Allerdings fehlt ja noch der dickste Brocken des Abends: Kalifornien.

Eine wirkliche Vorentscheidung, vor allem zwischen den Rivalen Bernie Sanders und Joe Biden, gibt es nach jetzigem Stand deshalb nicht. Aber es bleiben ja noch eine ganze Reihe an Vorwahlen bis zu den Delegiertenparteitagen.

+++ 03:29 Trump feiert Siege in sieben Staaten +++
Alle reden über die Demokraten. Aber natürlich dürfen wir darüber nicht Trump vergessen. Der erklärt sich zum Sieger der republikanischen Vorwahlen in gleich sieben Bundesstaaten. Er bedankt sich - natürlich - per Twitter bei den Wählern in Tennessee, Massachusetts, Oklahoma, Alabama, North Carolina, Vermont und Maine.

+++ 03:16 Prognosen: Biden siegt in Oklahoma und Tennessee +++
Und noch zwei Prognosen: Laut AP, Fox News und NBC holt sich Biden den Sieg in Oklahoma. NBC sagt zudem seinen Sieg in Tennessee voraus.

+++ 03:10 Prognose: Sanders gewinnt in Colorado +++
Es ist sehr knapp in Colorado, doch die Nachrichtenagentur AP legt sich fest: Demnach gewinnt Bernie Sanders den Bundesstaat. Damit könnte sich bewahrheiten, was Experten bereits voraussagten: Während Joe Biden vor allem im Osten triumphierte, könnte Sanders im Westen abräumen.

Update: Inzwischen sehen auch CNN, ABC, NBC und Fox News Sanders als Gewinner in Colorado.

+++ 03:03 Sanders führt in Texas, aber es bleibt spannend +++
Wieder haben die Wahllokale in einigen Bundesstaaten geschlossen. Klare Sieger gibt es aber noch nicht. Wie in anderen Staaten im Osten ist es auch hier noch zu knapp. So liegen in Texas (228 Delegierte) Sanders, Biden, Bloomberg und Warren noch zu nah beieinander, um einen Favoriten auszumachen. Nach etwa 20 Prozent ausgezählter Stimmen führt Sanders mit etwa 29 Prozent vor Biden mit etwa 22 Prozent.

Ähnlich sieht es in Colorado (67 Delegierte) aus. In Minnesota mit seinen 75 Delegiertenstimmen läuft es auf ein Duell zwischen Biden und Sanders hinaus.

+++ 02:52 Bloomberg gibt sich optimistisch +++
Viel hat er noch nicht gewonnen, doch Michael Bloomberg bleibt optimistisch. "Egal, wie viele Delegierte wir heute Abend gewinnen, wir haben etwas geschafft, was kaum einer für möglich hielt", sagt er vor Anhängern. In nur drei Monaten sei er von 1 Prozent bei Umfragen zu einem ernsthaften Konkurrenten geworden.

Schon zuvor hatte er angekündigt, dass er im Rennen bleiben wolle, auch bei einer Niederlage am "Super Tuesday". "Ich habe nicht vor, auszuscheiden", sagte Bloomberg demnach in Florida (wo heute nicht gewählt wird). Ziel seiner Kampagne sei es zu gewinnen, betonte er.

+++ 02:40 Biden kann in Südstaaten auf schwarze Wähler zählen +++
Noch fehlen die Ergebnisse wichtiger Staaten. Doch eines steht bereits fest: Joe Biden räumt in den Südstaaten ab. Dort kann er offenbar insbesondere auf die Stimmen der afroamerikanischen Wähler zählen. Edison Research zufolge stimmen 72 Prozent der Schwarzen in Alabama für ihn, in Virginia 71 Prozent, in North Carolina 63 Prozent und in Tennessee 62 Prozent.

+++ 02:34 Arkansas noch ohne sicheren Sieger +++
Auch in Arkansas sind die Wahllokale nun geschlossen. Im Heimatstaat von Ex-Präsident Bill Clinton gibt es laut einer CNN-Prognose allerdings noch keinen sicheren Sieger.

In knapp einer halben Stunde ist das übrigens unter anderem Texas dran.

+++ 02:18 Trump lästert: "Leck deine schmutzigen Finger nicht ab" +++
Natürlich verfolgt auch Präsident Trump die Vorwahlen der Demokraten. Er hat aber nichts besseres zu tun, als sich über Michael Bloomberg lustig zu machen. Zu einem Video, das Bloomberg beim Essen zeigt, schreibt Trump spöttisch: "Mini Mike, leck deine schmutzigen Finger nicht ab. Das ist sowohl unhygienisch als auch gefährlich für andere und dich selbst!"

Übrigens: Wenig überraschend hat Trump die Vorwahlen in North Carolina und Vermont für sich entschieden.

 

+++ 02:04 Biden gewinnt auch Alabama +++
Es ist jetzt 2 Uhr in Mitteleuropa und in den USA schließen die Wahllokale in einer ganzen Reihe von Bundesstaaten. Laut CNN gewinnt Joe Biden dabei die Vorwahl in Alabama mit seinen 52 Delegierten.

In den anderen Staaten gibt es demnach Kopf-an-Kopf-Rennen: Sowohl in Oklahoma (37 Delegierte) als auch in Maine (24 Delegierte) entscheidet sich das Rennen laut CNN zwischen Biden und Bernie Sanders. In Massachusetts (91 Delegierte) mischt auch noch Elizabeth Warren mit, es ist schließlich ihr Heimatstaat.

Die Vorwahl in Tennessee ist derweil noch nicht beendet - wegen der Auswirkungen der Tornados (siehe unten).

+++ 01:55 Auch Bloomberg kann gewinnen +++
Noch eine Prognose: Bei der Urwahl im US-Außengebiet Amerikanisch-Samoa setzt sich laut Edison Research Michael Bloomberg durch. Das Gebiet stellt sechs Delegierte.

+++ 01:51 Biden holt zwei Bundesstaaten - und geht in Führung +++
Nach den Siegen in Virginia und North Carolina geht Joe Biden zumindest vorübergehend bei der Anzahl der Delegierten in Führung. Laut der Seite RealClearPolitics kommt er nun auf 116 Delegierte, Hauptkonkurrent Sanders auf 80.

Der große Sprung Bidens liegt auch daran, dass er in Virginia einen Großteil der 99 Delegierten hinter sich versammeln kann. Die anderen Bewerber neben Biden und Sanders könnten in dem Staat sogar leer ausgehen, denn um Delegierte zu gewinnen, müssen sie eine bestimmte Prozentzahl an Stimmen erhalten. Für Biden zahlt sich nun aus, dass sich seine Konkurrenten vom gemäßigten Flügel der Demokraten zurückgezogen haben. Aber: Die großen Brocken Texas und vor allem Kalifornien kommen noch, dort könnte Sanders triumphieren.

Die Zahlen der folgenden Übersicht nennen nur sichere Delegierte, nicht voraussichtliche Stimmen wie RealClearPolitics.

*Datenschutz

+++ 01:34 Prognose: Biden holt sich auch North Carolina +++
Nach South Carolina am Wochenende kann sich Joe Biden auch im nördlichen Nachbarstaat durchsetzen: Laut Prognosen der Sender CNN, ABC, NBC und Fox News gewinnt er die Vorwahl in North Carolina. Er hat offenbar einen Lauf.

+++ 01:03 Prognosen: Biden gewinnt Virginia, Sanders Vermont +++
Die Wahllokale an der Ostküste haben geschlossen, die ersten Ergebnisse gibt es aus Virginia und Vermont. Die Gewinner sind die beiden Favoriten des Abends: Nach Berechnungen von CNN holt sich Ex-Vizepräsident Joe Biden Virginia, das immerhin 99 Delegierte stellt. Senator Bernie Sanders wiederum gewinnt wenig überraschend in seinem Heimatstaat Vermont. Hier sind 16 Delegiertenstimmen zu holen.

Allerdings bekommt der Wahlsieger nicht alle Stimmen zugesprochen, sondern nur einen prozentualen Anteil. Das macht die Sache natürlich noch etwas spannender.

+++ 00:56 Wahlentscheidend ist, wer Trump schlagen kann +++
Einer Nachwahlbefragung von Edison Research zufolge ist das wichtigste Kriterium für die Mehrheit der demokratischen Wähler die Fähigkeit eines Bewerbers, Trump schlagen zu können. Nachrangig sei dagegen, ob der Kandidat die eigenen Werte teile.

Und wer hat gegen Trump die besten Chancen? Wir haben da mal was vorbereitet:

*Datenschutz

+++ 00:48 Trumps Wahlkampfteam verklagt die "Washington Post" +++
Mal wieder ein Blick zu den Republikanern, beziehungsweise zu ihrem Präsidenten: Dessen Wahlkampfteam verklagt nach der "New York Times" nun auch die "Washington Post". Die Zeitung habe wissentlich "falsche und verleumderische Aussagen" veröffentlicht, heißt es in der Klageschrift. Die "Washington Post" - im Besitz von Trumps Intimfeind, Amazon-Chef Jeff Bezos - kündigt an, sich gegen die Vorwürfe verteidigen zu wollen.

Die Klage bezieht sich auf zwei im Juni 2019 veröffentlichte Meinungsbeiträge, in denen es unter anderem um die angebliche Zusammenarbeit zwischen dem Trump-Lager und Russland im Präsidentschaftswahlkampf 2016 und die Möglichkeit von Absprachen vor der Wahl 2020 ging. Die Klageschrift nimmt Bezug auf Ergebnisse einer Untersuchung des FBI-Sonderermittlers Robert Mueller, der keine Beweise für eine Geheimabsprache zwischen Trumps Team und Vertretern Russlands im Vorfeld der Wahl 2016 fand.

+++ 00:33 Der Weg zum neuen (oder alten) Präsidenten +++
Bevor tatsächlich die ersten Ergebnisse einfließen, oder: eintröpfeln - hier noch ein Blick in die Zukunft. Genauer gesagt: Was passiert eigentlich nach den Vorwahlen? Genau: Nominierungsparteitage. Und dann geht der Wahlkampf erst richtig los, bis am 3. November der Staatschef gewählt - oder wiedergewählt - wird. Damit ist er aber noch nicht im Amt.

*Datenschutz

171c1d91bb10e4cb3a21fa6d7626bb9c.jpg

Die Tornados hinterließen Verwüstungen, wie hier in Nashville.

(Foto: AP)

+++ 00:21 Tornados bringen Zeitplan durcheinander +++
Auch in Tennessee wird heute gewählt. Allerdings wüteten gestern verheerende Tornados in dem Bundesstaat, 22 Menschen starben. Einige Wahllokale, darunter in der Hauptstadt Nashville, konnten daher erst später öffnen. Nachdem die Demokraten vor Gericht zogen, entscheidet nun ein Richter, dass die Wahllokale erst zwei Stunden später schließen sollen.

+++ 00:07 Nach der Vorwahl ist vor der Vorwahl +++
Am heutigen - beziehungsweise aus europäischer Sicht: gestrigen - Super Tuesday werden bei den Demokraten mehr als 1300 Delegiertenstimmen vergeben, mehr als an jedem anderen Vorwahltag. Sollte einer der Kandidaten einen Großteil davon abräumen, könnte das eine Vorentscheidung sein. Gut möglich aber, dass sich die Favoriten die Punkte aufteilen. Dann kommt es auf die folgenden Vorwahlen an, die bereits in einer Woche beginnen. Und auch hier werden noch einige Stimmen vergeben, etwa jene aus den bevölkerungsreichen Bundesstaaten New York, Florida und Illinois. Hier eine Übersicht über alle Termine:

*Datenschutz

+++ 23:54 Jetzt muss Bloomberg liefern +++
Michael Bloomberg stellt sich erstmals einer Vorwahl. Bekannt ist der Milliardär vor allem als Medien-Unternehmer, aber auch als Bürgermeister von New York City (2002 bis 2013). Erst spät entschied sich Bloomberg, um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten zu kämpfen.

Seitdem macht er vor allem durch seinen Wahlkampf von sich reden, in den er Unmengen des eigenen Geldes steckt. Es hat sich einigermaßen ausgezahlt: In Umfragen liegt er auf den dritten Platz, hinter Sanders und Biden, aber noch vor Warren. Aber um wirklich eine Chance zu haben, muss er nun bei den Vorwahlen punkten.

Hier lesen Sie, warum Bloomberg die Demokraten so nervös macht.

*Datenschutz

+++ 23:33 Sanders? Biden? Oder doch Bloomberg? +++
Bei den Demokraten ist die Sache etwas komplizierter, auch wenn sich das Bewerberfeld in den letzten Tagen nochmal deutlich gelichtet hat. Als Favorit am Super Tuesday gilt Bernie Sanders, der bei den bisherigen Vorwahlen die meisten Delegierten für sich gewinnen konnte. Doch mit Ex-Vizepräsident Joe Biden hat er mittlerweile einen scharfen Konkurrenten. Biden konnten nach schwachen Ergebnissen zuletzt in South Carolina einen großen Erfolg feiern - und erlebte ein Comeback.

Hinzu kommt noch Elizabeth Warren. Die Senatorin liegt derzeit auf dem dritten Platz. Mit Spannung wird erwartet, wie Michael Bloomberg abschneidet. Der Milliardär stieg spät in den Wahlkampf ein und hat noch keine Delegiertenstimmen. Zu ihm aber gleich noch mehr. Als Außenseiterin bewirbt sich auch noch Tulsi Gabbard für die demokratische Kandidatur.

Spannend ist das Rennen auch deshalb, weil es für die Demokraten eine Richtungsentscheidung ist zwischen den linken Sanders und Warren sowie dem moderaten Biden. Letzterer erhielt zuletzt die Unterstützung der ausgeschiedenen Bewerber Pete Buttigieg und Amy Klobuchar. Hat er ihnen vielleicht einen Posten angeboten, damit die beiden Moderaten so kurz vor dem Super Tuesday das Handtuch werfen und damit Bidens Chancen erhöhen?

*Datenschutz

+++ 23:21 Auch Trump hat Mitbewerber +++
Und damit ein Blick auf die Kandidaten. Fangen wir mal bei den Republikanern an, denn da ist es natürlich übersichtlich. Es führt - wenig überraschend - Donald Trump. Die Kandidatur des Präsidenten gilt als gesetzt, seine offizielle Nominierung ist eine Formalie. Mitbewerber Bill Weld konnte aber immerhin bisher eine Delegiertenstimme erringen.

*Datenschutz

+++ 23:03 In diesen US-Bundesstaaten wird gewählt +++
In 14 Staaten wird gewählt, in denen 40 Prozent der US-Bevölkerung leben. Darunter sind Kalifornien und Texas, die besonders viele Delegierte zu den Nominierungsparteitagen entsenden. In Kalifornien sind es etwa 415, in Texas 228. Zum Vergleich: Iowa, wo die ersten Vorwahlen stattfanden, entsendet gerade mal 49 Delegierte.

Die Karte gibt eine Übersicht über den heutigen und alle anderen Wahltage:

*Datenschutz

+++ 23:00 Darum geht es am Super Tuesday +++
"Super Tuesday" - Super Dienstag - wird dieser Tag genannt. Denn es ist traditionell der wichtigste Tag bei US-Vorwahlen, an dem in etlichen Bundestaaten gleichzeitig über die Präsidentschaftskandidaten entschieden wird. Im Fokus stehen diesmal natürlich die Demokraten, den bei den Republikanern ist die Kandidatur des amtierenden Präsidenten Donald Trump nicht gefährdet.

Gewählt wird in 14 US-Bundesstaaten und dem US-Außengebiet Amerikanisch-Samoa. Außerdem können im Ausland lebende Demokraten, die Democrats Abroad, ihre Stimme abgeben.

Zur zeitlichen Orientierung: 12 Uhr deutscher Zeit haben die ersten Wahllokale geöffnet. Um 1 Uhr MEZ (19 Uhr Ortszeit) schließen die Wahllokale der Ostküstenstaaten, die heute wählen. In Kalifornien können die Menschen bis 5 Uhr MEZ ihre Stimme abgeben. Bis dahin gibt es in diesem Liveticker Neuigkeiten, Hintergründe und Grafiken zum Wahltag.

Quelle: ntv.de, mli/jug/dpa/AFP/rts