Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 15:47 Kiew boykottiert Paralympics wegen russischer Sportler unter russischer Flagge +++
Nach der Starterlaubnis für russische Athleten unter russischer Flagge bei den Paralympics will die ukrainische Regierung die Olympischen Spiele der Sportlerinnen und Sportler mit körperlicher Behinderung boykottieren. "Wir werden nicht an der Eröffnungsfeier teilnehmen. Wir werden an keinen anderen offiziellen paralympischen Veranstaltungen mitwirken", erklärte am Mittwoch der ukrainische Sportminister Matwiy Bidny. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha rief zudem andere Staaten auf, der Eröffnungsfeier der Paralympics am 6. März in Italien fernzubleiben. "Die Entscheidung der Organisatoren der Paralympics, Mördern und ihren Komplizen die Teilnahme an den Paralympischen Spielen unter nationaler Flagge zu gestatten, ist sowohl enttäuschend als auch empörend", erklärte Bidny in Online-Netzwerken.
+++ 15:08 Europas Super-Kampfjet wackelt - das sind die Gründe +++
Das deutsch-französische Luftkampfprojekt FCAS galt als europäisches Vorzeigevorhaben. Doch Streit über Fähigkeiten, Führung und Atomwaffentauglichkeit bringt das Milliardenprojekt ins Wanken. Kanzler Merz stellt nun offen infrage, ob es überhaupt weitergeht.
+++ 14:38 "Sadisten" - Empörung in Kiew über Russin als Trägerin des Ukraine-Schilds bei Olympia +++
Der Einsatz einer Russin als Trägerin des ukrainischen Länderschilds bei der Olympia-Eröffnungsfeier sorgt in der Ukraine für Empörung. Es scheine so, als seien die IOC-Verantwortlichen "nicht nur Trottel, sondern auch regelrechte Sadisten", schrieb der Sprecher des ukrainischen Außenministeriums, Heorhij Tychyj, bei X. Zuvor hatte die seit langem in Italien lebende russische Architektin Anastassija Kutscherowa öffentlich gemacht, dass sie bei der Nationenparade während der Auftakt-Zeremonie als Plakatträgerin die ukrainische Delegation ins San-Siro-Stadion geführt hatte. "Die ukrainische Mannschaft wurde nicht über die Entscheidung informiert, sie bei einem so wichtigen Ereignis von einer Staatsangehörigen des Landes, das Krieg gegen die Ukraine führt, anführen zu lassen", hieß es in einem X-Post der staatlichen ukrainischen Spendeninitiative.
+++ 14:00 EU will Grenzregionen nahe Russland besser helfen +++
Um die östlichen EU-Regionen an den Grenzen zu Russland, Belarus und der Ukraine stärker zu unterstützen, sollen sie nach Willen der EU-Kommission einfacheren Zugang zu Geld bekommen. Außerdem soll in den entsprechenden Regionen in neun EU-Mitgliedsstaaten gegen Abwanderung und Arbeitskräftemangel vorgegangen werden. Das geht aus einer in Brüssel vorgestellten Strategie der Behörde hervor. Die Stärkung von Wohlstand und Widerstandsfähigkeit dieser Regionen sei nicht nur ein Ausdruck der EU-Solidarität nach dem russischen Angriff auf die Ukraine, "sondern auch eine strategische Investition in Europas Sicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und künftige Stabilität", heißt es. Die entsprechenden Regionen in Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Polen, der Slowakei, Ungarn, Rumänien und Bulgarien seien besonders stark von indirekten Angriffen, gezielt gelenkter Migration, wirtschaftlichen Problemen und Bevölkerungsrückgang betroffen.
+++ 13:23 Slowakei ruft "Erdöl-Notstand" wegen Ukraine-Krieg aus +++
Die slowakische Regierung hat einen ab Donnerstag geltenden "Erdöl-Notstand" ausgerufen, wie die Nachrichtenagentur TASR berichtete. Das erlaubt ihr die Freigabe von Notfallreserven, die in staatlichen Speichern gelagert sind, an die Raffinerie Slovnaft. Damit soll gesichert werden, dass die Versorgung der Tankstellen im Land nicht zusammenbricht. Hintergrund für die Maßnahme ist, dass seit Ende Januar kein Erdöl mehr über die Druschba-Pipeline über die Ukraine aus Russland fließt. Davon war die Ölversorgung der Slowakei ebenso wie Ungarns bisher weitgehend abhängig. Slovnaft steht im Mehrheitsbesitz der ungarischen MOL und hat in der Slowakei eine De-facto-Monopolstellung bei der Versorgung mit Benzin und Diesel. Slovnaft hat zwar inzwischen auch die Möglichkeit, einen Teil des benötigten Erdöls über die durch Ungarn ins Land führende Ölpipeline Adria aus Kroatien zu beziehen. Nach Angaben der Raffinerie soll es aber noch 20 bis 30 Tage dauern, bis diese Kapazitäten voll genutzt werden können. Diese Zeit soll nun der Staat überbrücken. Zugleich kündigte Slovnaft an, bis auf weiteres seine Erdöl-Hilfslieferungen an die Ukraine einzustellen, weil man alles Öl zur eigenen Versorgung brauche.
+++ 13:03 Minister behauptet Ausspähen russischer Soldaten über Telegram-App +++
Ausländische Geheimdienste spionieren nach russischen Angaben die Kommunikation der eigenen Soldaten über den Kurznachrichtendienst Telegram aus. Es gebe zahlreiche Hinweise darauf, dass die Geheimdienste die Korrespondenz einsehen könnten und die so gewonnenen Informationen gegen die russische Armee eingesetzt würden, zitiert die Nachrichtenagentur Interfax Digitalminister Maksud Schadajew. Telegram gehört einem aus Russland stammenden Unternehmer und hat seinen Sitz in Dubai.. Der Messenger-Dienst zählt zu den beliebtesten Apps in Russland und wird auch von den in der Ukraine kämpfenden Truppen intensiv genutzt. Die russische Regierung hatte in der vergangenen Woche bestätigt, dass WhatsApp vollständig blockiert wurde.
+++ 12:41 Russischer Verhandler nennt Ukraine-Gespräche in Genf "schwierig, aber sachlich" +++
Die jüngsten Gespräche zwischen Vertretern der Ukraine und Russlands in der Schweiz über ein mögliches Ende des Ukraine-Krieges sind nach russischen Angaben "schwierig" gewesen. "Sie waren schwierig, aber sachlich", sagt der russische Verhandlungsführer Wladimir Medinski laut Staatsmedien nach dem Ende der Verhandlungsrunde. Nähere Angaben macht er zunächst nicht, fügt aber hinzu, dass das nächste Treffen "in naher Zukunft" stattfinden werde.
+++ 12:05 Selenskyj sieht Fortschritte bei schwierigen Gesprächen +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnet die jüngste Runde der trilateralen Gespräche mit Russland und den USA als schwierig. Die Parteien hätten sich jedoch auf weitere Verhandlungen verständigt. "Wir sehen, dass Fortschritte erzielt wurden, aber im Moment gehen die Positionen auseinander, weil die Verhandlungen schwierig waren", teilt Selenskyj Reportern in einem WhatsApp-Chat mit.
+++ 11:41 Front-Einfrieren unter Bedingungen: Mehrheit der Ukrainer "würde zähneknirschend zustimmen" +++
Während die Ukraine Verhandlungen in Genf weitergehen, berichtet Kavita Sharma aus Charkiw über die Einstellungen in der ukrainischen Bevölkerung. Laut Sharma würde die Mehrheit der Menschen ein Einfrieren der Front entlang ihres jetzigen Verlaufs "zähneknirschend mittragen" - unter zwei Bedingungen.
+++ 11:19 Ukraine-Gespräche in Genf nach nur zwei Stunden zu Ende gegangen +++
Nach nur rund zwei Stunden sind die Ukraine-Gespräche in Genf am Mittwoch zu Ende gegangen. Vertreter der Ukraine und Russlands teilen jeweils mit, dass die Gespräche beendet seien. Russische Staatsmedien meldeten unter Berufung auf den russischen Verhandlungsführer Wladimir Medinski, dass weitere Gespräche in der "nahen Zukunft" geplant seien.
+++ 11:00 Selenskyj kritisiert Trump: "Es ist nicht fair" +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat US-Präsident Donald Trump vorgeworfen, unverhältnismäßigen Druck auf Kiew auszuüben, um den seit vier Jahren andauernden Krieg zu beenden. Trump hatte die Ukraine in den vergangenen Tagen mehrfach öffentlich aufgefordert, Schritte für einen Erfolg der Verhandlungen zu unternehmen. In einem Interview mit der US-Website Axios äußerte Selenskyj sich kritisch über die Rolle Trumps. Es sei "nicht fair", dass der US-Präsident öffentlich die Ukraine und nicht Russland zu Zugeständnissen auffordere. "Ich hoffe, das ist nur seine Taktik und nicht die Entscheidung", wird Selenskyj zitiert. Er betonte zudem, dass die Ukrainer jeden Plan in einem Referendum ablehnen würden, der den Verzicht auf Gebiete im Donbass vorsehe, die Russland militärisch nicht erobert habe.
+++ 10:22 Zweiter Verhandlungstag zwischen Russland und der Ukraine hat in Genf begonnen +++
In der Schweiz hat der zweite Verhandlungstag einer neuen Runde der von den USA vermittelten direkten Gesprächen zwischen Russland und der Ukraine begonnen. "Die Verhandlungen finden in Arbeitsgruppen statt, die sich mit politischen und militärischen Fragen befassen", erklärt der ukrainische Unterhändler Rustem Umerow bei X. Ein Sprecher der russischen Delegation in Genf bestätigte ebenfalls den Beginn der Gespräche. "Wir bemühen uns, die Parameter und Mechanismen der gestern diskutierten Entscheidungen zu klären", fügt Umerow hinzu. Bei den am Dienstag in Genf begonnenen zweitägigen Gesprächen soll erneut über eine Beendigung der Kämpfe in der Ukraine verhandelt werden.
+++ 09:38 Ukraine verhängt Sanktionen gegen Lukaschenko +++
Die Ukraine hat ein Sanktionspaket gegen den belarussischen Machthaber, Alexander Lukaschenko, verhängt. Zu Begründung wird die Unterstützung durch Belarus von Russlands Krieg gegen die Ukraine aufgeführt. Das berichtet RBC-Ukraine unter Bezugnahme auf eine Telegramm-Meldung und einen Erlass des ukrainischen Präsidenten Selenskyj. "Die Ukraine hat heute ein Sanktionspaket gegen Alexander Lukaschenko verhängt und verstärkt ihre Gegenmaßnahmen gegen alle Formen seiner Beihilfe zu Morden an Ukrainern erheblich. Wir werden mit unseren Partnern zusammenarbeiten, um eine globale Wirkung zu erzielen", schreibt das ukrainische Staatsoberhaupt. Lukaschenko ist der engste Verbündete von Kremlchef Wladimir Putin. Belarus steht in Russlands Angriffskrieg fest an der Seite Moskaus, hatte das Gebiet des Landes russischen Truppen für Angriffe auf die Ukraine überlassen und lässt auch Rüstungsgüter für die Invasion produzieren. Aktiv sind belarussische Truppen nicht am Kriegsgeschehen beteiligt, doch bindet die mögliche Bedrohung starke ukrainische Truppenverbände an der gemeinsamen Grenze. Auch die EU sieht Lukaschenko als Unterstützer Putins in dem Krieg.
+++ 09:16 Ukraine meldet über 600 russische Angriffe auf die Region Saporischschja an einem Tag +++
In den vergangenen 24 Stunden sollen die Russen 638 Angriffe auf 40 Siedlungen in der Oblast Saporischschja durchgeführt haben, berichtet Ukrinform unter Berufung auf ein Telegram-Post des Chefs der regionalen Militärverwaltung, Iwan Fjodorow. Demnach wurden bei den Angriffen auf Saporischschja und die umliegende Region eine Person getötet und sieben weitere verletzt..
+++ 08:54 Ukrainischer UN-Botschafter Melynk zweifelt an Friedenswillen Russlands +++
Ungeachtet der Ukraine-Gespräche in Genf hält es der Ständige Vertreter des Landes bei den Vereinten Nationen, Andrij Melnyk, für wenig wahrscheinlich, dass sich Russland in absehbarer Zeit auf eine Friedenslösung einlässt. "Ich persönlich bin sehr skeptisch. Ich erkenne derzeit keinen echten Willen des Kreml, ein tragfähiges Abkommen auszuhandeln", sagt Melnyk in einem Interview mit den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Gespräche ohne Waffenruhe könnten sich endlos hinziehen, während "der tägliche Horror gegen die Ukraine weitergeht", führt er weiter aus. Melnyk war zu Beginn der russischen Vollinvasion vor vier Jahren Botschafter in Deutschland.
+++ 08:22 Nato übt schnelle Truppenverstärkung aus dem Süden +++
Mit einer Landungsoperation an der deutschen Ostseeküste übt die Nato eine schnelle Verstärkung durch Bündnispartner. Dazu werden Soldaten, Waffen und Material nach einer Seepassage über den Truppenübungsplatz Putlos in Schleswig-Holstein an Land gebracht. Das Manöver wird als größte Nato-Übung in diesem Jahr bezeichnet.
+++ 08:00 Beobachter: Politische Gespräche in Genf zu Ukraine in Sackgasse +++
Der als politische Beobachter des US-Nachrichtenportals "Axios" gewöhnlich gut informierte Journalist Barak Ravid schrieb unter Berufung auf eigene Quellen bei X, die Verhandlungen zum politischen Teil der Friedensgespräche seien in einer "Sackgasse". Ursache dafür seien Medinskis Positionen. Selenskyj hatte Ravid kurz zuvor ein Interview gegeben. Dem aus der Zentralukraine stammenden russischen Ex-Kulturminister Medinski wird nachgesagt, in vorherigen Verhandlungsrunden längere historische Vorträge zur Geschichte der Ukraine aus russischer Sicht gehalten zu haben.
+++ 07:18 Selenskyj will strittige Gebietsfragen direkt mit Putin lösen +++
Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj will die strittigen Gebietsfragen bevorzugt bei einem direkten Gipfeltreffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin lösen. Er habe der ukrainischen Delegation Anweisung gegeben, diese Frage in Genf anzusprechen. Der Kreml lehnt einen solchen Gipfel zwar nicht direkt ab, sprach aber mehrfach davon, dass ein derartiges Treffen entsprechend vorbereitet werden müsse - und lässt kein Interesse an konkreten Vorbereitungen erkennen. Das einzige direkte Aufeinandertreffen Selenskyjs mit Putin fand bei deutsch-französisch vermittelten Verhandlungen 2019 in Paris statt. Die Beziehungen waren damals schon belastet durch die russische Annexion der südukrainischen Schwarzmeer-Halbinsel Krim im Jahr 2014 und die anschließende russische Hilfe für Separatisten in der Ostukraine - und verschlechterten sich danach weiter.
+++ 06:30 US-Sondergesandter Witkoff meldet "bedeutende Fortschritte" bei Ukraine-Gesprächen +++
Der erste Tag der direkten Verhandlungen zwischen Vertretern Moskaus und Kiews unter Vermittlung der USA über eine Beendigung des Krieges in der Ukraine hat dem US-Sondergesandten Steve Witkoff zufolge "bedeutende Fortschritte" gebracht. Er sei "stolz", unter der Führung von US-Präsident Donald Trump "daran zu arbeiten, das Töten in diesem schrecklichen Konflikt zu beenden", erklärt Witkoff am Mittwoch bei X. Beide Seiten einigten sich Witkoff zufolge darauf, ihre jeweiligen Staatschefs auf den neuesten Stand zu bringen und weiter auf eine Einigung hinzuarbeiten. Das Treffen am Dienstag habe "sechs Stunden gedauert" und sei "sehr angespannt" gewesen, verlautete indes aus der russischen Delegation nahestehenden Kreisen. Für den den heutigen Mittwoch sind im schweizerischen Genf weitere Gespräche geplant.
+++ 06:02 Schwedischer Geheimdienst: Russland größte Bedrohung der Nato +++
Der schwedische Militärgeheimdienst hat Russland als größte Bedrohung für die Sicherheit Schwedens und der NATO bezeichnet. In seinem Jahresbericht warnt der Dienst, dass Moskaus zunehmend riskantes Verhalten eine gefährliche Eskalation auslösen könnte, wie Politico berichtet. Der Bericht bezeichnet die Bedrohung durch Russland als "ernst und konkret" und beschreibt Moskaus Verhalten als "opportunistisch und aggressiv". Beispiele für feindselige Aktionen sind Luftraumverletzungen, Sabotageakte und Cyberangriffe im Ostseeraum. Das Dokument nennt Russland "die größte Bedrohung für Schweden und die NATO".
+++ 05:40 Selenskyj: Ukraine offen für Referendum über Frontverlauf +++
Auch bei den Gesprächen in Genf hat Russland den Abzug der ukrainischen Truppen aus den noch von ihnen gehaltenen Teilen der östlichen Gebiete Luhansk und Donezk gefordert. In seiner abendlichen Videobotschaft lehnt Selenskyj das weiterhin ab. "Emotional werden die Menschen das niemals verzeihen. Niemals", sagt der Staatschef der US-Website Axios. Seine Landsleute würden nicht verstehen, warum sie zusätzliche Gebiete abgeben sollen. Selenskyj zufolge haben seine Regierung und die in Washington vereinbart, dass jedes Abkommen eine Zustimmung der ukrainischen Bevölkerung per Referendum erfordert. Einem Einfrieren des Konflikts entlang der aktuellen Frontlinie könnten die Ukrainer in einer Volksbefragung womöglich zustimmen, sagt Selenskyj. "Ich denke, dass die Menschen das in einem Referendum akzeptieren würden. Das ist meine Meinung." Ein solcher Volksentscheid könnte parallel zu Präsidentschaftswahlen abgehalten werden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagt weiter, US-Präsident Donald Trump übe ungebührlichen Druck auf ihn aus, indem er versuche, eine Lösung für den fast vier Jahre andauernden Krieg zwischen Kiew und Moskau zu erreichen.
+++ 04:47 Ukrainische Luftwaffe: Keine Kampfjet-Staffel mit ausländischen Piloten im Einsatz +++
Der Sprecher des Luftwaffenkommandos der Streitkräfte der Ukraine, Jurij Ignat, dementiert Berichte eines französischen Mediums, wonach ausländische Piloten am Schutz des ukrainischen Luftraums beteiligt seien. Das berichtet Ukrinform mit Verweis auf eine Fernsehsendung. Die französische Publikation Intelligence Online hatte zuvor gemeldet, dass angeblich in der Ukraine eine F-16-Staffel gebildet worden sei, die aus ukrainischen, amerikanischen und niederländischen Piloten bestehe. Der ukrainische Luftwaffensprecher erklärt dazu, die Verbreitung solcher Informationen diene dazu, die Reaktion des Gegners zu beobachten. Tatsächlich erzielten ukrainische Piloten beeindruckende Ergebnisse beim Einsatz von Flugzeugen, die von Partnerländern bereitgestellt werden.
+++ 03:51 USA werfen China heimlichen Atomwaffentest im Jahr 2020 vor +++
Ein hochrangiger US-Regierungsvertreter hat neue Einzelheiten zu einem mutmaßlichen unterirdischen Atomwaffentest Chinas vorgelegt, der im Juni 2020 stattgefunden haben soll. Der Abteilungsleiter im US-Außenministerium, Christopher Yeaw, sagt bei einer Veranstaltung des Hudson-Institute-Forschungsinstituts in Washington, eine seismische Messstation in Kasachstan habe am 22. Juni 2020 auf dem chinesischen Testgelände Lop Nor eine Explosion der Stärke 2,75 gemessen. Yeaw, ein ehemaliger Geheimdienstanalyst mit einem Doktortitel in Nukleartechnik, erklärt, die Daten seien weder mit Sprengungen im Bergbau noch mit einem Erdbeben vereinbar. "Es ist das, was man bei einem nuklearen Sprengversuch erwarten würde", sagt er. Es gebe eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit, dass es sich um etwas anderes als eine einzelne Explosion gehandelt habe.
+++ 02:44 Merz hält Aus für Luftkampfsystem FCAS für möglich +++
Bundeskanzler Friedrich Merz stellt das geplante deutsch-französische Luftkampfsystem FCAS in Frage. Es gebe "ein echtes Problem im Anforderungsprofil", sagt Merz dem Podcast Machtwechsel. "Wenn wir das nicht lösen können, dann können wir das Projekt nicht aufrechterhalten", fügt er hinzu. Das sei kein politischer Streit, erklärt Merz. "Die Franzosen brauchen in der nächsten Generation der Kampfflugzeuge ein atomwaffenfähiges und ein flugzeugträgerfähiges Flugzeug", sagte der Kanzler. "Das brauchen wir in der deutschen Bundeswehr gegenwärtig nicht." Es stelle sich die Frage, "haben wir die Kraft und den Willen, für diese beiden unterschiedlichen objektiven Anforderungsprofile zwei Flugzeuge zu bauen oder nur eins?" Paris wolle nur ein Flugzeug bauen, das auf seine Bedürfnisse ausgerichtet ist. Das sei jedoch nicht das, was die deutsche Seite brauche, erklärt Merz.
+++ 01:43 Merz lehnt eigene deutsche Atomwaffen ab +++
In der Debatte über eine europäische nukleare Abschreckung schließt Bundeskanzler Friedrich Merz die Beschaffung deutscher Atomwaffen aus. "Ich möchte nicht, dass Deutschland über eine eigenständige atomare Bewaffnung nachdenkt", sagt der CDU-Chef dem Politik-Podcast "Machtwechsel". Er verwies dabei auf bestehende Verträge, in denen sich Deutschland verpflichtet hat, von einer atomaren Bewaffnung abzusehen: den Zwei-plus-Vier-Vertrag zur deutschen Wiedervereinigung von 1990 und den Atomwaffensperrvertrag von 1970. Vorstellen kann sich Merz aber, Bundeswehr-Flugzeuge für einen möglichen Einsatz französischer oder britischer Atombomben bereitzustellen. Für den Einsatz von US-Atomwaffen sind bereits jetzt Tornado-Kampfjets auf dem Fliegerhorst Büchel in der Eifel stationiert. "Denktheoretisch wäre möglich, das auch für die britischen und für die französischen Atomwaffen gelten zu lassen", sagt Merz.
+++ 00:41 Kanzleramtsminister: Wir sind nicht nur von Freunden umgeben +++
Kanzleramtsminister Thorsten Frei warnt nach der Münchner Sicherheitskonferenz vor einem Rückfall in alte Bequemlichkeiten: "Anders als vor 25 Jahren wird heute niemand sagen: Wir sind nur von Freunden umgeben. Nein, die harte Machtpolitik kehrt zurück. Und sie hat das bedrückende Potenzial, das persönliche Leben von uns allen zu beeinträchtigen. Da geht es um Krieg und Frieden", sagt der CDU-Politiker der "Rheinischen Post". "Seit 80 Jahren leben wir in Frieden, Freiheit und Wohlstand. Seit drei Generationen können wir etwas aufbauen. Das ist ganz wunderbar und ein Sonderfall der Geschichte, den es so in früheren Zeiten wohl nicht gegeben hat", sagt Frei der Zeitung.
+++ 23:39 Selenskyj: Bislang 2000 verschleppte Kinder zurück in der Ukraine +++
Von den seit 2022 von Russland verschleppten Kindern sind nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bislang 2000 wieder in ihre Heimat zurückgebracht worden. "Heute haben wir ein bedeutendes Ergebnis erreicht - 2000 ukrainische Kinder sind aus russischer Kontrolle nach Hause zurückgebracht worden", erklärt Selenskyj in Onlinediensten. Zugleich betont er: "Der Weg vor uns ist noch lang und schwierig. Tausende ukrainische Kinder werden nach wie vor von Russland gefangen gehalten und werden jeden Tag Opfer seiner Verbrechen." Moskau wird vorgeworfen, rund 20.000 Kinder aus den besetzten Teilen der Ukraine gewaltsam verschleppt zu haben.
+++ 22:21 Grüne fordern Merz zu mehr Unterstützung für Ukraine auf +++
Angesichts der Gespräche zwischen Russland und der Ukraine in Genf fordern die Grünen von Bundeskanzler Friedrich Merz mehr Unterstützung für Kiew. Der Kanzler müsse seiner außenpolitischen Grundsatzrede auf der Münchner Sicherheitskonferenz "Taten folgen lassen", sagt Grünen-Fraktionschefin Britta Haßelmann der Nachrichtenagentur AFP. Die Konsequenz müsse sein: "mehr militärische Unterstützung, deutlich verschärfte Sanktionen und ein konsequentes Vorgehen gegen Sanktionsverstöße und ein hartes Durchgreifen gegen Russlands Schattenflotte".
+++ 21:48 Drei Tote nach Explosion in russischem Polizeigebäude nahe St. Petersburg +++
Bei einer Explosion in einem Militärpolizeigebäude im Norden Russlands sind drei Menschen getötet worden. Die Leichen wurden unter den Trümmern des zum Teil zerstörten Gebäudes in Sertolowo nahe von St. Petersburg gefunden, wie Gouverneur Alexander Drosdenko bei Telegram mitteilt. (Siehe Eintrag von 15:44 Uhr.) Nach Medienberichten gibt es zudem weitere Verletzte. Die Explosion ist Zeugen zufolge kilometerweit zu hören gewesen. Zu der Ursache ist bislang nichts bekannt. Es seien Ermittlungen wegen Fahrlässigkeit und einem Verstoß gegen Brandschutzvorschriften aufgenommen worden, teilt das Ermittlungskomitee mit. Ukrainische Geheimdienste verüben regelmäßig Anschläge in Russland vor allem auf militärische Objekte.
+++ 21:02 Selenskyj drängt auf europäische Produktion von Flugabwehrraketen +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj spricht sich zur Stärkung seines Landes für eine europäische Flugabwehrraketenproduktion besonders für Patriot-Systeme aus. "Es gab Versprechen zu Produktionslizenzen, aber Amerika hat sich nicht dazu entschlossen, obgleich wir sowohl eine Produktion in der Ukraine als auch gemeinsam mit Nato-Partnern in der Region vorgeschlagen haben", sagt der Staatschef in einer Videobotschaft. Er erwähnt dabei die Nachbarstaaten Rumänien und Polen. Ihm zufolge seien die aktuellen Produktionszahlen selbst mit den geplanten Erweiterungen zu gering.
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