Politik

SPD weiter im Umfrage-Hoch 70 Prozent trauen Scholz das Kanzleramt zu

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Laut "Politbarometer" würden 70 Prozent der Befragten Olaf Scholz gerne im Kanzleramt sehen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Drei Wochen vor der Bundestagswahl geht der Aufwärtstrend für die SPD weiter. Mittlerweile trauen mehr als zwei Drittel der Wahlberechtigten Olaf Scholz den Chefsessel im Kanzleramt zu. Im Lager der Sozialdemokraten sorgen die jüngsten Umfragen für Hochstimmung.

Der Höhenflug von SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hält auch im "Politbarometer" des ZDF an. Nach 65 Prozent vor einer Woche trauen jetzt 70 Prozent Scholz das Amt zu. Unions-Kandidat Armin Laschet kommt laut der Umfrage auf 25 Prozent, Grünen-Bewerberin Annalena Baerbock liegt bei 23 Prozent.

Auch in der K-Frage legt der SPD-Kandidat erneut zu: Am liebsten wäre nun 53 Prozent der Befragten Scholz als Kanzler, Laschet wünschen sich dagegen nur 18 Prozent. Lediglich 14 Prozent bevorzugen die Grünen-Kandidatin Baerbock. Auch das am Dienstag veröffentlichte Trendbarometer von RTL und ntv sieht Scholz vorn. In der Kanzlerpräferenz liegt der Sozialdemokrat bei 29 Prozent. Laschet verharrt bei elf Prozent, während Baerbock auf 15 Prozent kommt.

Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, würde die SPD dem "Politbarometer" zufolge im Vergleich zur Vorwoche um drei Prozentpunkte auf 25 Prozent zulegen. Die Partei wäre damit erstmals seit September 2002 stärkste Kraft in dieser Umfrage. Die CDU/CSU verharrt dagegen bei 22 Prozent. Die Grünen verlieren drei Punkte und landen bei 17 Prozent. Die FDP verbessert sich um einen Punkt auf elf Prozent. Die AfD liegt unverändert bei ebenfalls elf Prozent, die Linkspartei legt um einen Punkt auf sieben Prozent zu.

Walter-Borjans: "Werden mit allen reden"

Laut RTL/ntv-Trendbarometer liegt die SPD derzeit mit 23 Prozent vor der Union. CDU/CSU kommen auf 21 Prozent. Auf Platz drei folgen die Grünen mit 18 Prozent. Die FDP liegt bei zwölf Prozent, während die Linke sechs Prozent für sich verbuchen kann. Die AfD liegt bei elf Prozent.

Reichen würde es demnach für eine Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP, ein Jamaika-Bündnis aus CDU/CSU, Grünen und FDP sowie für Rot-Grün-Rot. Auch eine Fortsetzung der Großen Koalition unter Einbindung der FDP ist theoretisch möglich. Dass Union und SPD ihr Bündnis fortsetzen, gilt aber als unwahrscheinlich.

In der SPD sorgen die jüngsten Wahlumfragen für positive Stimmung. "Wir wollen natürlich so stark werden wie möglich", sagte der SPD-Vorsitzende Norbert Walter-Borjans in der ARD. Solche Umfrageergebnisse "machen natürlich auch gute Stimmung". Denn dies bedeute, "dass wir so viel wie möglich von unserem Programm durchkriegen", fügte er hinzu.

Auf mögliche Koalitionen wollte sich Borjans nicht festlegen. "Wir werden mit allen reden, das ist ja wohl normal", sagte der Sozialdemokrat. "Wir werden uns jetzt nicht einer Seite ausliefern, indem wir sagen, mit der anderen reden wir schon gar nicht."

Quelle: ntv.de, jpe/AFP

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