Politik
Bundeskanzlerin Angela Merkel auf der Hannover-Messe mit einer Miniatur ihrer selbst. Aber mit wem soll sie ab Herbst regieren, falls die Union stärkste Partei wird?
Bundeskanzlerin Angela Merkel auf der Hannover-Messe mit einer Miniatur ihrer selbst. Aber mit wem soll sie ab Herbst regieren, falls die Union stärkste Partei wird?(Foto: REUTERS)
Mittwoch, 26. April 2017

Stern-RTL-Wahltrend: CDU bräuchte zwei Juniorpartner

Die Union ist zwar mit komfortablem Abstand stärkste Kraft in der aktuellen Forsa-Umfrage. Zum Regieren müsste sie sich aber mit zwei kleinen Parteien einig werden, wenn es keine Große Koalition werden soll. FDP, Grüne und Linke bleiben schwach.

Die Umfragewerte der Volksparteien verändern sich seit Wochen kaum. Im aktuellen Stern-RTL-Wahltrend bleibt die CDU stärkste Kraft und erreicht zum vierten Mal in Folge 36 Prozent. Die SPD liegt weiter bei 30 Prozent. Nur bei den möglichen Juniorpartnern zuckt es hier und da, jedoch ohne dass sich dabei neue Koalitionsoptionen eröffnen. Die FDP bleibt bei 6 Prozent, die Linke verliert einen Prozentpunkt und erreicht 8 Prozent, dafür gewinnen die Grünen leicht und stehen nun wieder bei 7 Prozent.

Die AfD, die vergangenes Wochenende die Weichen für ihren Bundestagswahlkampf gestellt hat, gewinnt ebenfalls einen Prozentpunkt, bleibt aber im einstelligen Bereich: 9 Prozent. Die Befragung für den Wahltrend war allerdings vor dem AfD-Parteitag bereits abgeschlossen.

Wäre dies das Bundestagswahlergebnis, wären alle rot-rot-grünen Planspiele hinfällig: Gemeinsam kommen SPD, Grüne und Linke lediglich auf 45 Prozent, wie in der Vorwoche. Die CDU käme mit der FDP auf 42 Prozent - lediglich gemeinsam mit den Grünen könnte es für eine Koalition reichen. Doch ob die Grünen, die sich zurzeit wie selten zuvor auf Sinnsuche befinden, dieses Bündnis eingehen würden, ist eine andere Frage.

Im direkten Duell der Kanzlerkandidaten kann SPD-Mann Martin Schulz einen Punkt gutmachen und erreicht 30 Prozent Zustimmung. Noch immer würden sich aber deutlich mehr Befragte für Amtsinhaberin Angela Merkel entscheiden, nämlich 44 Prozent.

Bei der Frage nach der politischen Kompetenz stürzt die SPD in dieser Woche um 2 Prozentpunkte auf 13 Prozent ab. Bezeichnend: Selbst unter SPD-Anhängern sind nur 45 Prozent der Meinung, die SPD werde mit den Problemen in Deutschland am besten fertig. Die CDU bekommt die zwei verlorenen Punkte der SPD und erreicht 33 Prozent.

In die Zukunft blicken die Befragten in dieser Woche mehrheitlich neutral: 42 Prozent gehen davon aus, dass sich die wirtschaftliche Lage im Land in den kommenden Jahren nicht verändern wird. 21 erwarten eine Verbesserung (minus 1 Prozentpunkt), 35 eine Verschlechterung (plus 1 Prozentpunkt).

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Quelle: n-tv.de