Politik

+++ Liveticker zu Terror in Europa +++ +++ Das geschah am Dienstag, 17.11.2015 +++

+++ 23:40 Verdächtiges Paket aus IC geborgen ++
Entschärfer der Polizei haben aus dem gestoppten IC in Hannover ein verdächtiges Paket geborgen. Ob es sich dabei um eine Sprengstoff-Attrappe oder möglicherweise eine scharfe Bombe handelt, steht noch nicht fest:"Die Attrappe ist so gut, dass es möglicherweise sogar ein echter Sprengsatz sein könnte. Das wissen wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht, es wird untersucht", sagt die Sprecherin der Bundespolizei, Sandra Perlebach.

+++ 23:20 Möglicherweise zweiter Attentäter auf der Flucht +++
Nach den Terroranschlägen von Paris könnte noch ein zweiter Attentäter auf der Flucht sein. Dies sei eine "starke Hypothese", heißt es aus Ermittlerkreisen. Demnach hätte die Gruppe, die im Osten der Hauptstadt mehrere Bars und Restaurants ins Visier nahm, aus insgesamt drei Attentätern bestanden: den Brüdern Brahim und Salah Abdeslam sowie einer weiteren Person. Salah wird international gesucht, Brahim sprengte sich in die Luft.

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(Foto: picture alliance / dpa)

+++ 22:56 Polizei durchsucht IC in Hannover +++
Die Bundespolizei durchsucht zur Stunde einen IC in Hannover, nachdem eine Reisende dort einen verdächtigen Gegenstand gemeldet hatte. Alle Menschen hätten den Zug verlassen, sagt Bundespolizei-Sprecherin Sandra Perlebach. "Der verdächtige Gegenstand wird zur Zeit von Entschärfern untersucht." Gesperrt sind derzeit die Gleise 11 und 12.

+++ 22:35 Rauball: Bundesliga-Spiele sollen stattfinden +++
Trotz des abgesagten Fußball-Länderspiels soll in der Bundesliga am Wochenende gespielt werden. "Der Spieltag wird stattfinden", sagte Ligapräsident Reinhard Rauball. Die Absage der Testpartie der deutschen Weltmeister gegen die Niederlande habe aber Folgewirkungen bei den nun zu klärenden Sicherheitsfragen.

+++ 22:21 Französische Polizei geht von neun Tätern aus +++
Nach den Anschlägen von Paris hat die Polizei offenbar Hinweise auf einen neunten Attentäter. Wie aus Polizeikreisen verlautete, stützen sich die Ermittler bei dieser Annahme auf ein Video. Sie gehen demnach nun davon aus, dass das Attentäter-Kommando, das vor Restaurants und Cafés in der französischen Hauptstadt mehrere Menschen erschoss, aus drei Männern bestand.

+++ 22:04 Bericht: Hinweise kamen vom französischen Geheimdienst +++
Die deutschen Sicherheitsbehörden haben ihre Informationen einem Medienbericht zufolge vom französischen Geheimdienst. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung kamen die Hinweise auf einen möglichen Anschlag bereits rund 30 Stunden vor dem Anpfiff und deuteten auf eine Gruppe um einen namentlich bekannten Nordafrikaner hin. Konkret sei von Sprengmitteln, Sprengstoffgürteln und automatischen Waffen die Rede gewesen, so die "Bild".

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(Foto: dpa)

+++ 21:44 Innenminister: Bisher kein Sprengstoff gefunden +++
Nach Angaben des niedersächsischen Innenministers Boris Pistorius sind in Hannover keine Verdächtigen festgenommen worden. Es sei auch kein Sprengstoff gefunden worden, sagte er. Gerüchte, Sprengstoff sei in einem Krankenwagen deponiert worden, ließen "sich bislang nicht bestätigen".

+++ 21:41 Auch Jazz-Konzert in Hannover wegen Terrorgefahr abgesagt+++
Wegen Terrorgefahr ist auch ein Konzert des Saxophonisten Maceo Parker in Hannover abgesagt worden. Die Polizei habe ihm die Absage empfohlen, sagte Musikveranstalter Gerd Kespohl. Das Konzert im Kulturzentrum Pavillon sollte um 20.00 Uhr beginnen, es sei um 20.20 Uhr abgesagt worden, sagte Kespohl. Rund 900 Besucher waren zu der Veranstaltung gekommen.

+++ 21:40 Hauptbahnhof Hannover teilweise gesperrt +++
Der Hauptbahnhof in Hannover ist derzeit teilweise gesperrt. Das sagte eine Polizeisprecherin am Dienstagabend in Hannover. Zu den Gründen machte sie zunächst keine Angaben. Detaillierte Auskünfte zu den Vorfällen rund um die Absage des Fußball-Länderspiels zwischen Deutschland und den Niederlanden darf derzeit nur noch das niedersächsische Innenministerium geben.

+++ 21:30 Insider: Hinweise auf Anschlag kamen von ausländischem Geheimdienst +++
Der Hinweis auf einen drohenden islamistischen Anschlag beim Länderspiel Deutschland gegen die Niederlande kam von einem ausländischen Geheimdienst. Das erfuhr die Nachrichtenagentur dpa aus Sicherheitkreisen in Berlin. Hinweise auf einen möglichen Anschlag auf das Fußballspiel hätten sich vor dem Spiel derart verdichtet, dass sich das Bundesinnenministerium schließlich entschieden habe, das Spiel abzusagen, erklärte Thomas de Maizière.

+++ 21:14 Polizei: "Konkrete Gefahrenlage für ganz Hannover" +++
Im NDR hat Hannovers Polizeipräsident von einer "konkreten Gefahrenlage für ganz Hannover" gesprochen. "Es gab ernsthafte Planungen, etwas zur Explosion zu bringen". Volker Kluwe erklärte weiter: "Uns hat ein ernst zu nehmender Hinweis erreicht, dass im Stadion heute Abend ein Sprengstoffanschlag geplant ist".

+++ 21:06 Polizei veröffentlicht Fahndungsfoto von Attentäter vom Stade de France +++
Französische Ermittler haben das Foto eines noch nicht identifizierten Selbstmordattentäters vom Stade de France veröffentlicht. Sie suchen nach Zeugen, um den bei dem Anschlag gestorbenen Mann zu identifizieren, wie die Polizei auf Twitter mitteilte. Es handele sich um den Attentäter, in dessen Nähe ein syrischer Pass gefunden wurde, sagte ein Polizeisprecher.

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+++ 21:01 Passanten werden von schwer bewaffneten Polizisten kontrolliert +++
In den sozialen Medien kursieren Bilder von gespenstischen Szenen rund um das evakuierte Stadion in Hannover. Auf einem Foto ist ein junger Mann zu sehen, der mit erhobenen Händen auf dem Bürgersteig steht und von schwer bewaffneten Polizisten kontrolliert wird.

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+++ 20:45 Polizei: Warnung vor Attentäter im Stadion +++
Vor dem Fußball-Länderspiel in Hannover erhielten die Sicherheitsbehörden Warnungen vor Attentätern im Stadion. "Es war beabsichtigt, einen Sprengsatz im Stadion zu zünden", sagte Hannovers Polizeipräsident Volker Kluwe im NDR-Fernsehen. Diese Warnung habe man sehr ernst genommen. "Der entscheidende Hinweis hat uns circa 15 Minuten nach Öffnung der Tore erreicht."

+++ 20:40 Sicherheitskreise: Hinweise auf islamistischen Anschlag +++
Das Länderspiel Deutschland gegen die Niederlande ist wegen eines möglicherweise drohenden Sprengstoffattentats von Islamisten abgesagt worden. Es habe entsprechende Hinweise auf einen Anschlag gegeben, der von islamistischen Gefährdern geplant gewesen sei, erfuhr die Nachrichtenagentur dpa aus Sicherheitkreisen.

+++ 20:37 "Vorsicht Lebensgefahr": Stadion abgesperrt +++
Nach der Absage des Fußball-Länderspiels in Hannover haben schwer bewaffnete Polizisten die HDI-Arena weiträumig abgesperrt. Mehrere Spezialeinsatzkommandos fuhren am Dienstagabend vor dem Stadion vor. Die Evakuierungszone wurde mit Absperrband mit der Aufschrift "Vorsicht Lebensgefahr" kenntlich gemacht.

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(Foto: dpa)

+++ 20:30 Berichte: Sprengstoff in Rettungswagen versteckt +++
Reporter der "Deutschen Welle" und der "Syker Kreiszeitung" wollen erfahren haben, dass nahe des Stadions ein Rettungswagen entdeckt wurde, in dem Sprengstoff versteckt gewesen ist. Offizielle Bestätigungen für diese Meldungen gibt es nicht.

+++ Pressekonferenz um 20:30 Uhr +++
Bundesinnenminister Thomas de Maiziére und sein niedersächsischer Amtskollege Boris Pistorius wollen sich um 20.30 Uhr in einer gemeinsamen Pressekonferenz zu den Hintergründen der Absage des Fußball-Länderspiels äußern.

+++ 20:16 Hinweise auf Bombe in Hannoveraner Stadion +++
Bei dem Fußball-Länderspiel in Hannover bestand möglicherweise die Gefahr eines Sprengstoff-Anschlags. "Wir haben konkrete Hinweise gehabt, dass jemand im Stadion einen Sprengsatz zünden wollte", sagte Hannovers Polizeipräsident Volker Kluwe.

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(Foto: AP)

+++ 20:10 SEK und Bundespolizei auf dem Weg ins Stadion +++
Die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" berichtet, dass zahlreiche Sondereinsatzkräfte der Polizei und Bundespolizisten auf dem Weg ins Stadion sind. Das Blatt weist außerdem auf Gerüchte hin, wonach sich in dem Stadion mehrere verdächtige Personen befinden.

+++ 20:06 Spielabsage: Innenminister wollen Hintergründe erklären +++
Bundesinnenminister Thomas de Maiziére und sein niedersächsischer Amtskollege Boris Pistorius wollen am Abend in einer Pressekonferenz in Hannover über die Hintergründe der Spielabsage in Hannover informieren. Die Uhrzeit ist noch offen.

+++ 19:48 Zehntausende versammeln sich zum Gedenken an Terror-Opfer +++
In der südfranzösischen Stadt Toulouse sind Tausende Menschen auf die Straße gegangen, um der Opfer der Terroranschläge in Paris zu gedenken. Nach Angaben unterschiedlicher französischer Medien kamen auf dem Place de Capitol rund 10.000 Menschen zusammen.

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+++ 19:33 Sicherheitskreise: Erkenntnisse über möglichen Anschlag in Hannover +++
Die Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires meldet, aus Sicherheitskreisen in Berlin verlautete, dass das Testspiel Deutschland-Niederlande abgesagt worden sei, weil es Erkenntnisse über einen möglichen Anschlag gebe. Die Angaben konnten von offizieller Seite zunächst nicht bestätigt werden.

+++ 19:24 Belgien verschärft Sicherheitsmaßnahmen erneut +++
Nach den Anschlägen von Paris hat Belgien am Dienstag noch einmal seine Sicherheitsmaßnahmen verschärft. An sicherheitsrelevanten Plätzen vor allem in großen Städten würden zusätzliche Soldaten stationiert, kündigte Ministerpräsident Charles Michel an. Demnach sollten bis zu 300 Soldaten zusätzlich zu den derzeit 220 zum Einsatz kommen. Nach Angaben eines Polizeisprechers sollen Bahnhöfe, U-Bahnhöfe, Flughäfen und Plätze mit großen Menschenansammlungen wie Stadien besser geschützt werden. Der Anti-Terror-Alarm wurde auf Stufe drei von vier angehoben, wie die belgische Polizei mitteilte. Demnach ist ein Anschlag "möglich und wahrscheinlich".

+++ 19:20 Länderspiel Deutschland-Niederlande abgesagt +++
Das Länderspiel Deutschland gegen die Niederlande in Hannover wird abgesagt. Das teilt die Polizei mit. Derzeit werde das Stadion evakuiert. Unser Reporter Stefan Giannokoulis berichtet, rund um das Stadion seien Martinshörner zu hören. Über die Gründe der Absage teilte die Behörde zunächst keine Details mit.

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+++ 19:07 Weiterer Polizeieinsatz in Brüsseler Stadtteil Molenbeek +++
Derzeit findet im Brüsseler Stadtteil Molenbeek ein weiterer Polizeieinsatz statt. Das meldet ein Reporter des US-Senders ABC. Über nähere Hintergründe ist noch nichts bekannt.

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+++ 18:19 Alle sieben Verdächtige aus Alsdorf werden freigelassen +++
Die sieben bei Aachen unter Terrorverdacht Festgenommenen werden freigelassen. "Wir können feststellen, dass wir keine Erkenntnis haben, dass die Personen mit dem Anschlag in Verbindung stehen", sagte ein Polizeisprecher.

+++ 18:03 Hannover: Stadion wegen "verdächtigem Gegenstand" gesperrt +++
Die Zufahrten zum Stadion in Hannover sind vor dem Länderspiel Deutschland-Niederlande derzeit gesperrt. Der Grund dafür ist, dass die Polizei vor Ort einen verdächtigen Gegenstand untersucht, berichtet unser Reporter Stefan Giannakoulis. Die Polizei hat die Angaben bestätigt. Eine halbe Stunde später gab es Entwarnung.

+++ 17:57 Behörden fahnden auch nach zweitem Attentäter +++
Die französischen Behörden fahnden Medienberichten zufolge nach einem zweiten flüchtigen Attentäter, der direkt in den Anschlag verwickelt sei.

+++ 17:41 De Maizière: Gefährdungslage "wirklich hoch" +++
Bundesinnenminister Thomas De Maizière schätzt die Gefährdungslage für einen Terroranschlag in Deutschland als "wirklich hoch" ein. Außerdem sagte er, dass weiterhin mindestens ein Täter auf der Flucht sei. Das erklärte De Maizère bei einer Pressekonferenz. Bei den Festnahmen in der Nähe von Aachen gebe es keinen "engsten Zusammenhang" mit den Terroranschlägen in Paris.

+++ 17:28 Bruder von Terrorist: "Das Beste wäre, sich zu stellen" +++
Der Bruder des flüchtigen Terrorverdächtigen Salah Abdeslam hat diesem geraten, sich den Behörden zu stellen. "Das Beste wäre, sich zu stellen, damit die Justiz diese ganze Geschichte aufklären kann", sagte Mohamed Abdeslam in einem Interview des französischen Senders BFMTV. Die Familie wisse nicht, wo sich der 26-Jährige derzeit befinde. "Meine Familie und ich verurteilen entschieden jede Form von Gewalt." Mohamed Abdeslam war seit Samstag in Belgien selbst in Polizeigewahrsam gewesen, kam aber am Montag wieder auf freien Fuß. Er hat für den Abend der Pariser Anschläge ein Alibi.

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+++ 17:05 EU will Anti-Terror-Pläne schneller umsetzen +++
Nach den Anschlägen von Paris will die EU geplante Maßnahmen im Anti-Terrorkampf schneller umsetzen. So sollten Pläne zur Bekämpfung von Waffenschmuggel und Terrorfinanzierung beschleunigt werden, verlautete aus der EU-Kommission. Am 1. Januar soll zudem ein europäisches Anti-Terror-Zentrum bei der Europäischen Polizeibehörde Europol entstehen, damit die EU-Staaten sich besser koordinieren können. Die Maßnahmen will der zuständige EU-Kommissar Dimitris Avramopoulos am Mittwoch in Brüssel vorstellen.

+++ 16:55 Schulz verspricht Frankreich uneingeschränkte Solidarität +++
EU-Parlamentspräsident Martin Schulz hat Frankreich nach den Terroranschlägen in Paris "uneingeschränkte Solidarität" versprochen. "Es ist völlig klar, dass Frankreich uneingeschränkte Solidarität erwarten kann. Denn das war ein Angriff auf uns alle", sagte Schulz der "Bild"-Zeitung. Einen Einsatz von Bodentruppen in Syrien schloss er aber aus.

+++ 16:48 Cameron kündigt umfassende Syrien-Strategie an +++
Großbritanniens Ministerpräsident David Cameron kündigt eine umfassende Strategie für das weitere Vorgehen gegen den IS in Syrien an. Darin werde er dem Parlament auch begründen, warum er für die Beteiligung an Luftangriffen in Syrien sei, sagt Cameron im Unterhaus.

+++ 16:26 Anonymous: 5500 Twitter-Konten von IS gehackt +++
Das Hacker-Kollektiv Anonymous hat nach eigenen Angaben 5500 Twitter-Konten von IS-Aktivisten gehackt und lahmgelegt. Das teilt die Gruppe bei Twitter mit. Anonymous hatte angekündigt, die Propaganda des IS im Netz zu bekämpfen.

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+++ 16:12 117 Opfer identifiziert +++
Nach den Terroranschlägen von Paris sind bisher 117 der getöteten Opfer identifiziert worden. Das sagte die französische Justizministerin Christiane Taubira. Betroffen seien 17 Nationalitäten. Insgesamt kamen mindestens 129 Menschen ums Leben.

+++ 16:07 Hollande reist nach Washington und Moskau +++
Der französische Präsident Francois Hollande wird nach Angaben des Präsidialamtes in einer Woche (24. November) nach Washington reisen. Demnach folgt zwei Tage später eine Visite in Moskau.

+++ 15:26 Russland will gemeinsam mit Frankreich IS bombardieren +++
Die russischen Streitkräfte sollen nach Anweisung von Präsident Wladimir Putin bei der Bombardierung mutmaßlicher IS-Ziele in Syrien mit Frankreich als Verbündete zusammenarbeiten. Dafür sollte ein gemeinsamer Plan mit der französischen Marine ausgearbeitet werden. Die Franzosen sollten wie Verbündete behandelt werden, erklärte er in Moskau.

+++ 15:26 Großteil der Opfer von Paris waren unter 40 +++
Die meisten der 129 Toten bei den Anschlägen von Paris waren jünger als 40 Jahre. Der Twitter-Account @ParisVictims zeigt (von den Angehörigen freigegebene) Bilder der Opfer.

 

+++ 15:12 Spezialkräfte der Polizei sperren Straße in Alsdorf +++
Eine Augenzeugin berichtete, dass Spezialkräfte der Polizei mit Sturmmasken und Maschinenpistolen eine Straße im Alsdorfer Stadtteil Schaufenberg vorübergehend abgesperrt hätten. Angeblich befindet sich dort die Wohnung der drei Personen, die am Vormittag nach dem Verlassen des örtlichen Jobcenters festgenommen worden waren. Bei diesen drei Festgenommenen handelt es sich nach Polizei-Angaben um zwei Frauen und einen Mann mit ausländischen Pässen.

Mehr zu den Festnahmen erfahren Sie hier.

+++ 15:03 Zwei weitere Festnahmen bei Aachen +++
Spezialkräfte der deutschen Polizei haben im Zusammenhang mit den Anschlägen in Paris zwei weitere Personen festgenommen. Sie seien in Alsdorf bei Aachen gefasst worden.

+++ 14:35 USA und Türkei machen Grenze zu Syrien dicht +++
Die USA beteiligen sich nach den Worten von Außenminister John Kerry an dem Militäreinsatz der Türkei zur Abriegelung der noch offenen 98 Kilometer Grenze des Landes zu Syrien. 75 Prozent der Grenze im Norden Syriens seien bereits abgeriegelt, sagt Kerry.

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(Foto: AP)

+++ 14:35 Polizei entdeckt Unterkünfte der Attentäter +++
Die französische Polizei hat mehrere Domizile der Terroristen von Paris ausfindig gemacht. Die Angreifer hatten ein Haus und zwei Hotelzimmer außerhalb der französischen Hauptstadt gemietet. Brahim Abdeslam hatte online ein Haus in Bobigny, einem Vorort nordöstlich von Paris, ein paar Tage von den Angriffen gemietet, wie die Polizei mitteilte. Die Ermittler glauben, dass die Angreifer das Haus möglicherweise als Logistik-Basis für die Angriffe von Paris genutzt haben. Sein Bruder, Salah Abdeslam, habe zwei Hotelzimmer in Alfortville, südöstlich des Stadtzentrums, gebucht, teilte die Polizei weiter mit.

+++ 14:31 Russland fliegt schwere Angriffe auf Rakka +++
Russland hat nach US-Angaben eine "bedeutende Zahl" von Luftangriffen gegen die IS-Hochburg Rakka in Syrien geflogen. Dabei seien möglicherweise von Schiffen abgefeuerte Marschflugkörper sowie Langstreckenbomber eingesetzt worden, teilte ein Pentagon-Mitarbeiter in Washington mit. Die USA seien vorab über die russischen Angriffe informiert worden. Kurz zuvor hatte der russische Geheimdienst FSB bestätigt, dass auf das vor zweieinhalb Wochen in Ägypten abgestürzte russische Passagierflugzeug ein Anschlag verübt wurde.

+++ 14:20 Erste Erkenntnisse zu Aachener Verdächtigen +++
Die Polizei gibt nur sparsam Details zu den in Aachen verhafteten Personen bekannt. Inzwischen hat ein Polizeisprecher eingeräumt, es handele sich um "ausländische Staatsbürger". Gegen 9.30 Uhr hatte ein Sondereinsatzkommando zwei Frauen und einen Mann vor einem Jobcenter in Alsdorf nahe Aachen festgenommen. Die Feststellung der Identitäten läuft.

+++ 14:04 Verdächtiger Renault gehört flüchtigem Salah Abdeslam +++
Der schwarze Renault Clio, der von französischen Einsatzkräften im 18. Arrondissement in Paris entdeckt wurde, gehörte dem flüchtigen Salah Abdeslam.

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(Foto: dpa)

+++ 13:54 Eiffelturm wird erneut für Besucher geschlossen +++
Der Eiffelturm wird erneut geschlossen. Nach den Terroranschlägen vom Freitag hatte der Turm erst am Montagnachmittag seine Türen wieder für Besucher geöffnet. Trotz Bewachung durch Polizisten und Soldaten seien aber weitere "organisatorische Anpassungen" nötig, teilt die Betreibergesellschaft mit.

+++ 13:37 Aachener Polizei sucht angeblich nach viertem Verdächtigen +++
Polizei bestätigt den Antiterroreinsatz gegen 9.30 Uhr in Alsdorf bei Aachen. Es sollen bereits die Verhöre laufen. "Wir haben Hinweise bekommen, dass sich einer der Gesuchten im Zusammenhang mit Paris möglicherweise in unserem Bereich aufhält", sagt ein Sprecher. Derweil suchen die Einsatzkräfte nach Angaben der "Aachener Zeitung" angeblich einen weiteren Verdächtigen im Nachbarort Baesweiler.

+++ 13:17 Polizei nimmt in Alsdorf drei Terrorverdächtige fest +++
Im Zusammenhang mit den Terroranschlägen in Paris nehmen Spezialkräfte in Alsdorf bei Aachen drei Personen fest. Zahlreiche Einsatzkräfte seien vor Ort, heißt es. Bei den Festgenommenen soll es sich nach einem Bericht der "Aachener Zeitung" um zwei Frauen und einen Mann handeln. Nach Aussage eines Zeugen sollen sie sich vor dem Zugriff der Polizei im örtlichen Jobcenter aufgehalten haben.

+++ 13:00 Gabriel: "Wir brauchen keine neuen Sicherheitsgesetze" +++
SPD-Chef Sigmar Gabriel ruft nach den Terroranschlägen von Paris zu Besonnenheit auf. "Wir dürfen unser Leben nicht verändern", sagt Gabriel in seinem Video-Podcast. "Weder brauchen wir neue Sicherheitsgesetze, noch sollten wir unser Leben, unser Zusammenleben, unsere Kultur, unsere Veranstaltungen verändern aus Angst vor dem Terror." Die beste Abwehr sei, besonnen und entschlossen zu handeln. "Dazu zählt übrigens auch, dass wir uns nicht Fußballspiele verbieten lassen. Deswegen ist es gut, dass das Länderspiel Deutschland gegen die Niederlande stattfindet."

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+++ 12:49 Charlie Hebdo: "Sie haben die Waffen. Wir kotzen sie an." +++
Die Satire-Zeitschrift Charlie Hebdo bezieht sich in seiner am Mittwoch erscheinenden neuen Ausgabe auf die Attentate in Paris. "Sie haben die Waffen", steht auf dem Titel. "Wir kotzen sie an. Wir haben den Champagner." Erst im Januar hatten zwei Terroristen elf Menschen in den Redaktionsräumen der Zeitschrift erschossen. 

+++ 12:39 Mutmaßlicher Attentäter reiste über Deutschland nach Österreich ein +++
Einer der Tatverdächtigen von Paris, der gesuchte Salah Abdeslam, reiste nach österreichischen Angaben am 9. September über Deutschland in die Alpenrepublik ein. Bei einer Verkehrskontrolle habe mutmaßliche Attentäter angegeben, einen einwöchigen Urlaub in Österreich verbringen zu wollen, teilt das Innenministerium in Wien mit. Demnach reiste er mit zwei Männern, die bisher nicht in Verbindung mit den Anschlägen genannt wurden.

+++ 12:23 Bericht: Franzose als Sprecher von IS-Video identifiziert +++
Ermittler identifizieren den Sprecher eines IS-Bekennervideos. Das berichtet der "Spiegel". Demnach handelt es sich um den französischen Islamisten Fabien Clain, der den Ermittlern seit langem bekannt ist. Derzeit soll er sich in der IS-Hochburg Rakka aufhalten.

+++ 12:10 Belgien gibt Namen verhafteter Terrorverdächtiger bekannt +++

Die belgische Polizei nennt die Namen der zwei verhafteten Terrorverdächtigen. Es handelt sich um zwei Belgier aus dem als Islamistenhochburg bekannten Brüsseler Stadtteil Molenbeek, Mohammed Amri (27 Jahre alt) und Hamza Attouh (21 Jahre). Das berichtet die belgische Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft. Den Männern wird im Zusammenhang mit den Anschlägen von Paris vorgeworfen, an einem Terroranschlag und einer terroristischen Vereinigung beteiligt gewesen zu sein.

+++ 11:50 Polizei ging Spur von mutmaßlichem Waffenschmuggler nicht nach +++

Im Fall des Anfang November bei Rosenheim festgenommenen Montenegriners Vlatko V. ist es offenbar zu Ermittlungspannen gekommen. Das haben Recherchen des ARD-Magazins "Fakt" in Montenegro ergeben. Der 51-Jährige steht unter Verdacht, mit einem VW-Golf versucht zu haben, eine Woche vor den Anschlägen in Paris Waffen und Sprengstoff in die französische Hauptstadt zu bringen - darunter acht Kalaschnikows und 200 Gramm Sprengstoff. Der Bruder des Verdächtigen sagt, die Polizei in Montenegro habe bis Sonntag weder die Wohnung von Vlatko. V. durchsucht, noch Angehörige befragt. Der Mann hatte den Wagen vom 2. bis zum 9. November angemietet. Über seine Reise nach Frankreich hatte er weder Familie noch Freunde informiert.

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+++ 11:23 Le Monde: Ermittler entdecken Fahrzeug der Attentäter +++
Den französischen Ermittlern gelingt in Paris offenbar ein weiterer Fahndungserfolg. Wie die Zeitung "Le Monde" berichtet, entdecken Polizisten im 18. Arrondissement einen schwarzen Renault Clio, der mit den Anschlägen vom vergangenen Freitag in Zusammenhang stehen könnte. Womöglich ist der Wagen von den Attentätern zur Vorbereitung der Terror-Attacken genutzt worden. Er sei im Vorfeld der Anschläge auf der Autobahn 1 gesichtet worden, die Paris mit Belgien verbindet. Eine Bestätigung von offizieller Seite gibt es derzeit nicht.

+++ 11:08 Alle EU-Staaten und USA bieten Frankreich Beistand an +++
Die 28 EU-Mitgliedsstaaten haben Frankreich auf dessen Bitte hin einstimmig Beistand angeboten, teilt die Außenbeauftrage Federica Mogherini mit. Auch die USA wollen im Kamf gegen die Terror-Miliz Islamischer Staat (IS) mit Frankreich "Schulter an Schulter" stehen. Der US-Außenminister John Kerry hatte sich am Morgen mit dem französischen Präsidenten Francois Hollande getroffen. Zuvor hatte Kerry die IS-Kämpfer als "psychopathische Monster" bezeichnet. "Es gibt nichts, gar nichts zivilisiertes an ihnen. Das ist ein Kampf zwischen der Zivilisation und der Barbarei."

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(Foto: dpa)

+++ 10:58 Polizei veröffentlicht neues Fahndungsfoto von Terror-Verdächtigem +++
Die belgische Polizei veröffentlicht ein neues Fahndungsfoto des gesuchten Salah Abdeslam. Der Mann "könnte bei den Terroranschlägen vom Freitag, 13. November 2015, in Paris eine Rolle gespielt haben", schreibt die Polizei und warnt, Abdeslam werde "als gefährlich eingestuft und könnte schwer bewaffnet sein". Wer wisse, wo sich Abdeslam aufhalte, solle sich bei der Polizei melden. Der 26-Jährige aus Brüssel ist zur Fahndung ausgeschrieben.

+++ 10:49 Spanischer Coach bedauert Absage des Länderspiels in Belgien +++
Spaniens Fußball-Nationaltrainer Vicente del Bosque bedauert die Absage des Länderspiels in Belgien. "Wir hätten gerne gespielt", so der Coach. "Das Spiel wäre uns sehr gelegen gekommen, denn es hätte unser letzter Test in diesem Jahr sein sollen." Belgien hatte das für den Abend geplante Spiel in Brüssel nach einer Anhebung der Terrorwarnstufe abgesagt. "Die Sicherheitsbedenken müssen sehr groß gewesen sein", meint der spanische Trainer. Seine Spieler hätten jedoch keine Angst vor einem Terroranschlag gehabt.

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+++ 10:26 Oberbayer landet Internet-Hit mit Gedenksong für Terroropfer +++
Alex Diehl, Sänger aus Oberbayern, hat mit einem Song als Reaktion auf die Anschläge von Paris einen Erfolg im Internet gelandet. Bisher ist das Video mit dem Titel "Ein kleines Lied", das er am Samstag auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht hat, mehr als vier Millionen Mal angeklickt worden. "Habt ihr nichts daraus gelernt?", fragt Diehl in dem Video, das ihn mit Gitarre in einem Dachzimmer zeigt. "Was muss passieren, damit ihr seht, dass das hier auf der Kippe steht und dass es nur gemeinsam geht?", lautet eine weitere Liedzeile.

+++ 10:02 Frankreich fordert militärischen Beistand von EU-Partnern +++
Frankreichs Präsident Francois Hollande fordert von den EU-Staaten offiziell Beistand im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ein. Der französische Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian sagte beim Treffen mit seinen EU-Amtskollegen in Brüssel, Frankreich wünsche sich von den Partnerstaaten auf bilateraler Ebene und "im Rahmen ihrer Möglichkeiten" Unterstützung im Kampf gegen die Dschihadistenmiliz. Er berief sich dabei auf Artikel 42 Absatz 7 des EU-Vertrages, nach dem sich die EU-Länder bei einem bewaffneten Angriff Hilfe und Unterstützung schulden.

+++ 09:49 Präsident Putin will Militäreinsätze gegen IS verstärken +++
Russlands Präsident Wladimir Putin hat angekündigt, die Angriffe gegen den Islamischen Staat (IS) in Syrien verstärken zu wollen. Kurz zuvor hatten der russische Geheimdienst bestätigt, dass es sich beim Absturz der Passagiermaschine über dem Sinai um ein Attentat gehandelt hat. 224 Menschen waren dabei gestorben.

+++ 09:43 Russischer Geheimdienst: Absturz des Airbus A321 war ein Attentat +++
Der Absturz der russischen Passagiermaschine über dem Sinai ist nach Angaben des russischen Inlandsgeheimdienstes von einer Bombe an Bord verursacht worden. Offenbar haben die Ermittler Sprengstoffspuren an den Wrackteilen gefunden. Präsident Putin sagte, man werde "die A321-Attentäter überall auf der Welt finden und bestrafen."

+++ 09:38 US-Soldaten dürfen nicht mehr nach Paris reisen +++
US-Soldaten, die derzeit in Europa stationiert sind, dürfen sich der französischen Hauptstadt Paris laut einem Bericht der "Washington Post" nicht weiter als 50 Kilometer nähern. Das gehe aus einem Befehl hervor, den das US-Verteidigungsministerium erteilt habe und gelte auch für deren Familienmitglieder sowie Zivilpersonal. "Diese vorsorglichen Maßnahmen sollen unsere Mitarbeiter und ihre Familien vor dem Hintergrund der jüngsten Anschläge schützen", hieß es aus dem Ministerium.

+++ 09:19 Union erwägt Einsatz der Bundeswehr an deutscher Grenze +++
CDU und CSU denken nach dem Terror in Frankreich laut über den Einsatz der Bundeswehr an den deutschen Grenzen nach. Um den unkontrollierten Grenzübertritt von Flüchtlingen zu verhindern, seien verstärkte Maßnahmen erforderlich, sagte der verteidigungspolitische Sprecher der Union, Henning Otte, der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ). Otte sieht die Polizei an der Belastungsgrenze angekommen und setzt daher auf die Truppe. "Wenn die Bundeswehr helfen kann, dann sollte sie das auch dürfen."

+++ 09:05 Ermittler stellen Telefone der Abdeslam-Brüder sicher +++
Brahim Abdeslam, einer der Attentäter von Paris, hatte offenbar kurz vor den Anschlägen gemeinsam mit seinem flüchtigen Bruder Salah eine Wohnung im Vorort Bobigny angemietet. Dort sollen die beiden nach französischen Medienberichten vom 10. November bis zum Anschlag am vergangenen Freitag gewohnt haben. Bei der Durchsuchung seien am Sonntag zwar keine Waffen, aber Telefone gefunden worden. Die Daten würden derzeit ausgewertet.

+++ 08:51 Mehr Geld für nationale Sicherheit: Frankreich verfehlt EU-Defizitgrenze +++
Frankreich wird nach Worten von Regierungschef Manuel Valls wegen steigender Ausgaben für die nationale Sicherheit das EU-Ziel für das Staatsdefizit verfehlen.

+++ 08:41 Frankreichs Polizei durchsucht 128 weitere Wohnungen +++
Innenminister Bernard Cazeneuve räumt im Interview mit dem Sender "France Info" ein, dass die meisten der Attentäter von Paris den französischen Geheimdiensten unbekannt waren. "Wir sind in einer Situation, in der wir alle unsere Kräfte mobilisieren müssen - sowohl in den Straßen unserer Städte als auch auf dem Land", erklärt Cazeneuve. In der Nacht habe es deshalb 128 weitere Hausdurchsuchungen gegeben.

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+++ 08:28 Twitter gibt Terror-Opfern von Paris ein Gesicht +++
Unter dem Hashtag #enmémoire gedenken die Menschen via Twitter der Opfer der Terroranschläge von Paris. "Ein Tweet für jedes Opfer" heißt es in dem Account, der bereits rund 11.000 Follower zählt. Neben den Namen und Fotos der Getöteten kommen auch Freunde und Angehörige zu Wort. So heißt es unter einem Bild des 26-jährigen François-Xavier Prévost: "Liebte Tennis. Arbeitete in der Werbung. 'Ein brillanter Mann'." Unter den Opfern sind auch zwei Deutsche.

+++ 08:09 Ölpreis steigt in Folge der Anschläge von Paris +++
Der Ölpreis profitiert von den Ereignissen in Paris. Das Barrel Rohöl der US-Sorte WTI kostet zum Settlement 41,74 Dollar und damit 2,5 Prozent mehr als am vergangenen Freitag. Der Terrorangriff und die französischen Vergeltungsschläge gegen IS-Stellungen in Syrien dürften den Ölpreisen vorübergehend zu einer höheren Risikoprämie verhelfen, meint Daniel Ang, Analyst bei Phillip Futures. Zudem zeigten neue Daten, dass der Ausstoß der Opec-Länder den dritten Monat in Folge zurückgegangen ist.

+++ 07:58 US-Gouverneur: Behörden überprüfen Flüchtlinge nicht effektiv genug +++
Chris Christie, einer von 25 US-Gouverneuren, die sich gegen die Aufnahme von syrischen Flüchtlingen in die Vereinigten Staaten ausgesprochen haben, erklärt seine Haltung mit dem Misstrauen gegenüber den Behörden. "Ich glaube nicht, dass sie die Menschen, die wir aufnehmen sollen, auch effektiv genug überprüfen", so Christie, der in New Jersey Gouverneur ist. Syrische Waisenkinder wolle er nur dann aufnehmen, wenn sie unter fünf Jahre alt sind. "Sie haben ja keine Familie hier. Wie sollen wir für diese Leute sorgen?"  

+++ 07:31 Frankreich gibt Details über Luftangriff auf Rakka bekannt +++
Das Verteidigungsministerium in Paris gibt erste Details zu den Luftschlägen auf Rakka im Norden Syriens bekannt. Die Angriffe seien zeitgleich gegen 1.30 Uhr geflogen worden und hätten beide Ziele, einen Kommandoposten und ein Trainingszentrum der Terror-Miliz Islamischer Staat (IS), zerstört. Zehn Jagdbomber vom Typ Rafale und Mirage 2000 seien dafür aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und Jordanien gestartet und hätten in Rakka 16 Bomben abgeworfen.

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+++ 07:15 Frankreich feiert den Helden vom "La Belle Equipe" +++
Frankreich feiert Ludovic Boumbas, der bei den Anschlägen von Paris im Kugelhagel der Attentäter starb. Wie die Zeitung "Liberation" berichtet, war der 40-jährige Kongolese im "La Belle Equipe" bei dem Geburtstag einer Freundin, als die ersten Schüsse fielen. "Ludo warf sich vor ein Mädchen und fing eine Kugel ab", erzählt ein Freund des Opfers "Mail Online". Zwar sei auch die junge Frau, die er retten wollte, von einer Kugel getroffen worden, sie habe aber überlebt und liege im Krankenhaus. In dem Restaurant starben mindestens 19 Menschen. 

+++ 06:58 Kanadische Provinzen stellen Aufnahme von syrischen Flüchtlingen infrage +++
Die Pläne der kanadischen Regierung, bis Jahresende 25.000 Flüchtlinge aus Syrien aufzunehmen, stoßen auf den Widerstand der Provinzen. Der Regierungschef von Saskatchewan, Brad Wall, macht Sicherheitsbedenken geltend und verweist auf die Anschläge in Paris. "Wenn wegen eines übereilten Aufnahmeverfahrens für Flüchtlinge auch nur eine kleine Zahl von Menschen, die unserem Land schaden wollen, nach Kanada gelangen, könnte das verheerende Folgen haben", heißt es in seinem Brief an Ministerpräsident Justin Trudeau.

+++ 06:49 Philippinen verstärken Sicherheit vor Apec-Gipfel +++
Die Philippinen verstärken ihre Sicherheitsvorkehrungen für das zweitägige Apec-Treffen in der Hauptstadt Manila, das am Mittwoch beginnt. Den Behörden zufolge sind rund 30.000 Polizisten und Soldaten im Einsatz, das Militär ist in erhöhter Alarmbereitschaft. US-Präsident Barack Obama und Chinas Präsident Xi Jinping gehören zu den 21 Mitgliedern, die sich bei dem Gipfel der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) auch über den Antiterrorkampf austauschen werden.

+++ 06:18 Franzosen fliegen zweiten Angriff auf Rakka +++
Vier Tage nach den Anschlägen von Paris fliegt die französische Luftwaffe erneut einen Angriff auf die Dschihadisten-Hochburg Rakka im Norden Syriens. Wie das französische Militär mitteilt, werden dabei ein Kommandoposten und ein Trainingszentrum der Terror-Miliz Islamischer Staat (IS) zerstört. Es sei der zweite Angriff auf den IS in Rakka binnen 24 Stunden.

+++ 06:07 Zahl der Anschlagstoten weltweit sprunghaft angestiegen +++
Die Zahl der Toten durch Anschläge ist im vergangenen Jahr sprunghaft angestiegen. Laut dem Terrorismusindex des Instituts für Wirtschaft und Frieden stieg die Zahl der Anschlagstoten im Jahr 2014 um 80 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Demnach fielen insgesamt 32.658 Menschen Anschlägen zum Opfer. Für mehr als die Hälfte der Anschlagstoten seien die in Nigeria ansässige Islamistengruppe Boko Haram sowie die in Syrien und dem Irak agierende Organisation Islamischer Staat (IS) verantwortlich. Den Angaben zufolge konzentriert sich der Terrorismus weitgehend auf fünf Länder: In Afghanistan und dem Irak sowie in Nigeria, Pakistan und Syrien seien allein 78 Prozent der durch Anschläge getöteten Menschen gezählt worden.

+++ 05:43 US-Verteidigungsminister will Europäer "wachrütteln" +++
US-Verteidigungsminister fordert die europäischen Verbündeten der Vereinigten Staaten zu mehr Anstrengungen im Kampf gegen den IS auf. "Wir wollen mehr tun. Wir halten Ausschau nach jeder Gelegenheit, die wir kriegen können, um den IS anzugehen. Aber es ist für uns wichtig, dass auch andere mitmachen", sagt Carter auf einer Veranstaltung des "Wall Street Journal". "Ich hoffe, dass diese Tragödie den Effekt haben wird, andere wachzurütteln, so wie sie die Franzosen wachgerüttelt hat."

+++ 04:59 Großbritannien verdoppelt Cybersicherheits-Etat +++
Großbritannien investiert verstärkt in die Abwehr potenzieller Cyberangriffe des IS. "Es könnte kaum mehr auf dem Spiel stehen", warnt Finanzminister George Osborne laut Manuskript für eine an diesem Dienstag geplante Rede. Noch sei es dem IS zwar nicht gelungen, durch eine Cyberattacke auf die Infrastruktur Menschen zu töten. "Aber wir wissen, dass sie das wollen." Daher sei es richtig, bis 2020 den Cybersicherheits-Etat auf umgerechnet insgesamt 2,7 Milliarden Euro nahezu zu verdoppeln, auch wenn an anderer Stelle gespart werden müsse.

+++ 04:26 Mittlerweile 20 US-Bundesstaaten gegen Aufnahme von Flüchtlingen +++
Immer mehr US-Bundesstaaten sprechen sich gegen die Aufnahme von Flüchtlingen aus Syrien aus. Unter Verweis auf Sicherheitsbedenken kündigen mittlerweile mehr als 20 republikanische Gouverneure Widerstand gegen die von US-Präsident Barack Obama angekündigte Umsiedlung von mindestens 10.000 Syrern in die USA an.

+++ 03:53 Cameron vergleicht Kampf gegen IS mit Krieg gegen Hitler +++
Der britische Premierminister David Cameron vergleicht den Kampf gegen den Terrorismus mit dem Kampf der Briten gegen Hitler im Zweiten Weltkrieg. Er erinnert an den damaligen Premier Winston Churchill, der geschworen habe, "niemals mit Hitler zu verhandeln". "Mit der gleichen Entschlossenheit werden wir diesen Terrorismus besiegen", fügt Cameron hinzu.

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(Foto: picture alliance / dpa)

+++ 02:45 Frankreich verlegt Flugzeugträger ins östliche Mittelmeer +++
Frankreich will seinen Flugzeugträger ins östliche Mittelmeer verlegen - anstatt in den Persischen Golf, wie ursprünglich geplant. Der Flugzeugträger "Charles de Gaulle" werde am Donnerstag in Richtung östliches Mittelmeer auslaufen, so Präsident François Hollande. "Das wird unsere Handlungsfähigkeit verdreifachen." An Bord befinden sich 26 Kampfjets.

+++ 02:08 Nahostexperte Lüders warnt vor Entsendung von Bodentruppen +++
Der Islamwissenschaftler und Nahostexperte Michael Lüders warnt vor der Entsendung von Bodentruppen im Kampf gegen den IS in Syrien und dem Irak. "Der IS will die Europäer in einen Bodenkrieg zwingen und hofft, dass die Nato so unbedacht ist, mit Bodentruppen in diese Länder hineinzugehen", sagt Lüders im Fernsehsender Phoenix. "Wenn das geschehen sollte, hat der IS genau das erreicht, was er erreichen wollte und kann sich als Märtyrerbrigade stilisieren, die dem westlichen Imperialismus die Stirn bietet."

+++ 01:30 Länderspiel Belgien-Spanien aus Sicherheitsgründen abgesagt +++
Das Länderspiel zwischen der belgischen Fußball-Nationalmannschaft und Europameister Spanien wird aus Sicherheitsgründen abgesagt. Das Spiel sollte am Dienstag um 20.45 Uhr im König-Baudouin-Stadion in Brüssel stattfinden. Belgien hatte am Montag nach den Terroranschlägen von Paris die Sicherheitsstufe von Niveau zwei auf drei erhöht, weil einer der aus dem Brüsseler Stadtteil Molenbeek stammenden Täter von Paris nach wie vor in Belgien vermutet wird.

+++ 00:58 UN verurteilt Forderungen nach Aufnahmestopp für Flüchtlinge +++
Die Vereinten Nationen kritisieren die nach den Anschlägen laut gewordenen Forderungen nach einem Aufnahmestopp für syrische Flüchtlinge. Es sei "verständlich", dass Länder alle möglichen Maßnahmen treffen müssten, um ihre Bürger "gegen jede Form des Terrorismus zu schützen", sagt UN-Sprecher Stéphane Dujarric in New York. "Aber sich dabei auf Flüchtlinge zu fokussieren, auf verletzliche Menschen, die selbst vor Gewalt fliehen, wäre nicht der richtige Weg."

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(Foto: picture alliance / dpa)

+++ 00:36 Cameron will Milliarden in Spezialkräfte investieren +++
Der britische Premierminister David Cameron will die militärischen Spezialkräfte mit Milliarden-Investitionen schlagkräftiger machen. Innerhalb der nächsten fünf Jahre sollen zusätzlich zwei Milliarden Pfund (2,8 Milliarden Euro) fließen, kündigt Cameron an. Das Geld soll nach Medieninformationen für neue Waffen, Ausrüstung sowie vermutlich für Hubschrauber und Drohnen im Anti-Terror-Kampf ausgegeben werden. Außerdem solle die Entwicklungshilfe mehr Geld zur Stabilisierung solcher Länder aufwenden, die zur Brutstätte von Terroristen werden könnten.

Was am Montag geschah, lesen Sie hier.

Quelle: n-tv.de, rts/dpa/ddi/dsi/jve/bdk/AFP/DJ/sid