Politik

Stern-RTL-Wahltrend Union bleibt im Tief

Es sieht nicht gut aus für die Union: Nicht nur das desolate Wahlergebnis vom Wochenende machen CDU und CSU zu schaffen. Auch bundesweit verharren sie im Umfragetief. Dagegen erfreut sich die AfD großer Zustimmung.

Der neue Stern-RTL-Wahltrend dürfte die schlechte Stimmung in der Union kaum erhellen. Wie schon in der Vorwoche würden nur noch 33 Prozent der Wähler ihr Kreuz bei der Union machen, wenn am Sonntag Bundestagswahlen wären. Zuletzt stand die Union 2012 so schlecht da. Die Umfrage wurde vom 29. August bis zum 2. September durchgeführt - also noch vor der Wahl in Mecklenburg Vorpommern, bei der die CDU auf Platz drei hinter die AfD absackte.

Die AfD zeigt sich in der Forsa-Umfrage auch bundesweit stark und landet wie in der Vorwoche wieder bei 12 Prozent. Damit liegt sie gleichauf mit den Grünen. Die SPD bleibt wie in den vergangenen zwei Wochen bei 22 Prozent. Die Linke verliert einen Punkt und kommt nur noch auf 8 Prozent. Damit liegt sie knapp vor der FDP, die einen Punkt gewinnt und bei 7 Prozent steht.

Dass es für die Union nicht gut steht, zeigt sich auch daran, dass nur 24 Prozent der Befragten ihr zutrauen, am besten mit den Problemen in Deutschland umzugehen. Das ist ein Punkt weniger als in der Vorwoche. Da ist es ein schwacher Trost, dass die SPD noch deutlich miserabler abschneidet. Ihr trauen dies gerade mal 10 Prozent zu - immerhin ein Prozentpunkt mehr als in der vergangenen Woche. Bemerkenswert bleibt: Wie schon in den Vorwochen ist die Verdrossenheit über die Parteien groß. 56 Prozent der Befragten sprechen keiner Partei politische Kompetenz zu.

Trotz der niedrigen Umfragewerte für die Union, scheint die schlechte Stimmung in der Woche vor der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern nicht auf die Kanzlerin abgefärbt zu haben. Bei der Frage nach der Kanzlerpräferenz legt Merkel wieder um 3 Prozentpunkte zu. 44 Prozent der Deutschen würden sich im Falle einer Direktwahl für sie entscheiden, dagegen nur 16 Prozent für SPD-Chef Sigmar Gabriel. Dieser verliert damit noch einen Punkt und liegt 28 Prozentpunkte hinter Merkel.

Für den Stern-RTL-Wahltrend befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa 2501 Personen. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei 2,5 Punkten.

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Quelle: n-tv.de, ghö

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