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Den Griechen sei Dank Baugeld billig wie nie

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Günstiges Baugeld gibt es nur bei guter Bonität.

(Foto: picture alliance / dpa)

Bauherren gehören zu den Profiteuren der EU-Schuldenkrise. Hatte man eigentlich gedacht, dass es mit den Bauzinsen nach den Leitzinserhöhungen seit letztem März wieder aufwärts gehen würde, ist im Moment das Gegenteil der Fall: Baugeld ist billig wie nie. Zum Teil sind die Zinsen unterhalb die magische Drei Prozent-Grenze gerutscht. "Einige Institute bieten schon Hypothekenzinsen ab 2,8 Prozent an, wenn die jeweilige Bonität und Eigenkapitalquote stimmt", sagt Kilian Fromeyer vom Vergleichsportal "Immobilienfinanzierung.com". Täglich würden die Konditionen nach unten angepasst. "Wann das Ende der Fahnenstange erreicht ist, kann man aktuell schwer sagen", so Fromeyer.

Die Ursache dieser historischen Entwicklung liegt in der EU-Schuldenkrise. Große institutionelle Investoren sind vorsichtiger geworden und haben große Mengen an Geld in Bundesanleihen umgeschichtet. Die Rendite von zehnjährigen Bundestiteln ist dadurch auf unter zwei Prozent gedrückt worden. Baugeld richtet sich nach den Renditen deutscher Schuldtitel und da diese ins Rutschen geraten sind, sind die Zinsen von Baugeld ebenfalls in den Keller gefallen.

Wer auf langfristige Zinsbindung verzichtet, findet bei regionalen Anbietern sogar Zinsen unter 2,4 Prozent - ein neues 50 Jahres Tief. Für die meisten Bauherren und Käufer dürfte der Fünfjahres-Horizont aber zu kurz sein. Fromeyer rät, die Niedrigzinsen so lange wie möglich festzuklopfen. Dabei geht man kein großes Risiko ein: Nach zehn Jahren kann das Darlehen auf jeden Fall gekündigt werden. Falls die Zinsen tatsächlich in Zukunft noch tiefer sinken, kann man immer noch umschichten.      

Baugeld im Vergleich

Quelle: n-tv.de, ino

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