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Radfahrer-Kopfschutz im Test Fast jeder zweite Helm schneidet gut ab

Fahrradhelme im Test

(Foto: Ralf Hirschberger/dpa-Zentralbild/dpa)

Natürlich müssen Fahrradhelme in erster Linie vor Verletzungen schützen. Fast ebenso wichtig ist es Radfahrern aber, dass der Helm angenehm sitzt. Die Testsieger der Stiftung Warentest erfüllen beide Kriterien sehr gut.

Guter Kopfschutz für Fahrradfahrer muss nicht teuer sein. Für ihre Zeitschrift "test" (Ausgabe 5/2017) hat die Stiftung Warentest 15 Helme zwischen 30 und 140 Euro unter die Lupe genommen. Das Fazit der Untersuchung: Fast jeder zweite Kopfschutz schneidet "gut" ab. Das gilt auch für den Testsieger "Casco Activ 2" für 80 Euro. Dieses Modell bekommt wie auch der Zweitplatzierte "Cratoni Pacer" (60 Euro) sehr gute Noten beim Schutz vor Kopfverletzungen. Beide bieten zudem viel Komfort und gute Belüftung.

Als günstigster guter Helm kostet der "Lazer Beam Mips" 55 Euro und landet auf dem dritten Platz. Weitere vier zwischen 70 und 140 Euro sind ebenfalls "gut".

"Befriedigend" zeigen sich sieben Modelle von 30 bis 130 Euro. Vom einzigen Helm mit "ausreichend" (85 Euro) raten die Tester ab. Unter anderem bietet der einzige Falthelm im Test wie noch zwei andere Modelle nur ausreichenden Schutz vor Kopfverletzungen.

Generell gilt laut "test": Selbst ein mittelmäßiger Kopfschutz ist besser als gar keiner. Bei der Wertung machte der Unfallschutz der Helme 50 Prozent aus. Darunter fallen unter anderem der Schutz vor Kopfverletzungen, die Abstreifsicherheit und die Belastbarkeit von Riemen und Schloss.

Laut der Deutschen Verkehrswacht liegt die Helmtragequote bei Radfahrern über alle Altersgruppen gerechnet aktuell bei rund 20 Prozent. Helm-Muffel sind neben Jugendlichen vor allem Senioren.

Wichtig beim Kauf ist, es darauf zu achten, dass man in den Helm nicht erst hineinwachsen muss, er soll von Anfang an passen, darf weder drücken noch wackeln. Außerdem darf man sich den Helm nicht zu weit nach hinten schieben. Er muss gerade auf dem Kopf sitzen. Die Kinnriemen müssen geschlossen und nicht zu locker sitzen. Ansonsten kann sich der Helm beim Unfall ganz schnell abstreifen. Und: Er muss gefallen, sonst wird er nicht getragen.

Quelle: n-tv.de, awi/dpa

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