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Wenn Steuerzahler falsch liegen Finanzamt muss auffällige Fehler berichtigen

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Fehler in der Steuerklärung können berichtigt werden.

picture alliance / dpa

Wer bei der Steuererklärung in der Zeile verrutscht und einen Fehler macht, muss sich nicht sorgen. Korrekturen sind auch später noch möglich - bei leicht erkennbaren Fehlern sogar nach der Einspruchspflicht. Auch das Finanzamt kann helfen.

Die Steuererklärung ist für viele Menschen ein undurchsichtiger Dschungel aus Formularen: Nicht allen Steuerzahlern fällt das Ausfüllen leicht. Doch keine Sorge: Wer einen Fehler macht, kann ihn korrigieren lassen. "Dies gilt zumindest dann, wenn der Fehler für das Finanzamt leicht erkennbar war", erläutert Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler mit Blick auf eine Entscheidung des Finanzgerichts Düsseldorf.

In dem Fall hatte ein Notar die Beiträge für das berufsständische Versorgungswerk, also die Rentenkasse für Notare, in seiner Einkommensteuererklärung in die falsche Formularzeile eingetragen. Obwohl er die Bescheinigungen der Steuererklärung beigefügt hatte, übernahm das Finanzamt die fehlerhaften Eintragungen aus der Steuererklärung, sodass die Ausgaben nicht in zutreffendem Maße steuermindernd berücksichtigt wurden. Dem Notar fiel sein Versehen erst nach Ablauf der Einspruchsfrist auf. Das Finanzamt lehnte deshalb eine Änderung der Steuerbescheide ab.

Das Finanzgericht gab dem Steuerzahler hingegen recht. Denn das Finanzamt hätte das Versehen des Steuerzahlers leicht erkennen können, sodass eine offenbare Unrichtigkeit vorliegt. In diesen Fällen kann der Steuerbescheid bis zum Ablauf der Festsetzungsfrist von vier Jahren noch berichtigt werden (Az.: 13 K 3544/15 E).

"Insgesamt ist es jedoch ratsam, die Steuerformulare sehr sorgfältig auszufüllen, sodass alle Ausgaben auch direkt vom Finanzamt bei der Steuerberechnung berücksichtigt werden", rät Klocke. Spätestens wenn der Steuerbescheid kommt, sollte man nochmal alle Daten überprüfen. Bemerkt man einen Fehler, so kann innerhalb eines Monats unproblematisch Einspruch gegen den Bescheid eingelegt werden.

Quelle: n-tv.de, sgu/dpa

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