Ratgeber

Bankgebühren? Rauf! Girokonten zum Teil über 30 Prozent teurer

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Mehr als 60 Euro im Jahr sollte das Girokonto nicht kosten.

(Foto: imago stock&people)

Geld ist immer preiswerter zu haben, dafür langen Banken bei den Gebühren ordentlich zu. Besonders Sparkassen und Volks- und Raiffeisenbanken wissen wohl nicht anders Profit zu machen und erhöhen die Preise fürs Girokonto - sogar ziemlich drastisch.

Auch in der Niedrigzinsphase wollen Banken und Sparkassen weiter Geld verdienen. Mit ihrem üblichen Geschäftsmodell, teurer Geld zu verleihen, als sie es geliehen bekommen, ist es derzeit schwer. Schließlich müssen die Geldinstitute für Einlagen, die sie bei der Europäischen Zentralbank parken, 0,4 Prozent Strafzinsen zahlen. Und diese dürften nach Markterwartungen in den nächsten Monaten noch steigen.

Da lohnt es sich für die Geldhäuser, an der Gebührenschraube für ihre Kontomodelle und Dienstleistungen zu drehen. Und so haben viele Banken und Sparkassen im ersten Halbjahr 2019 ihre Gebühren denn auch kräftig erhöht. Eine Abfrage des Finanzportals Biallo ergab, dass 327 von gut 1300 Banken und Sparkassen ihre Einnahmen erhöht haben.

Erhöhung um 37 Prozent

Vorneweg taten dies vor allem Volks- und Raiffeisenbanken sowie Sparkassen. Sie erhöhten die Gebühren für ihre Girokonten im Durchschnitt um 37 Prozent auf 4,63 Euro beziehungsweise um 34 Prozent auf 6,04 Euro monatlich. Aber auch die Nutzung von Online-Konten wurde deutlich teurer - bei Sparkassen im Schnitt um 36 Prozent auf 4,68 Euro, bei Volksbanken um 32 Prozent auf 4,02 Euro. Dabei macht die Preistreiberei auch nicht bei den sogenannten Basiskonten halt. Also jenen Konten, die für Menschen mit geringen Einkommen gedacht sind. Sparkassen verlangten hier durchschnittlich 35 Prozent (monatlich 5,52 Euro) und Volksbanken um 27 Prozent (5,04 Euro) mehr.

Betroffenen, denen dies doch zu viel ist, bleibt nur der Kontowechsel. Denn immerhin sind 22 Girokonten nach wie vor fast ohne Wenn und Aber für Verbraucher kostenlos zu haben, wie Finanztest kürzlich herausgefunden hat. Einzige Voraussetzung: Kunden führen ihr Konto online und nutzen es als Gehalts- oder Rentenkonto. Dafür sind dann aber auch alle Buchungen inklusive, die Girocard kostet nichts und es sind keine weiteren Bedingungen zu erfüllen.

So gelingt der Konto-Wechsel.

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Quelle: n-tv.de, awi

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