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Salami im Test Hier geht es um die Wurst

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Salami - die Lieblingswurst der Deutschen.

(Foto: imago/CTK Photo)

Roh, viel Fett, Salz, Zucker, Wasser, Fleisch, Natriumnitrit und Reifebakterien. Fertig ist die Salami. Klingt erst einmal nicht so gesund. Egal, die Deutschen greifen dennoch gerne zu. Die Stiftung Warentest hat die Wurst in Scheiben untersucht - und ist überrascht.

Im Schnitt 2,6 Kilogramm Salami kauft jeder Deutsche pro Jahr. Meist verpackt und in Scheiben. Damit ist die Salami die Lieblingswurst hierzulande. Anlass genug für die Stiftung Warentest 16 vielverkaufte Produkte und 3 Biosalamis unter anderem auf deren Geschmack, den Schadstoffgehalt, mögliche Keime und die Verwendung von Gammelfleisch zu überprüfen.

Dabei zeigen sich die Tester durchaus erfreut über das Ergebnis der Untersuchung. Lediglich ein Produkt wurde mit "mangelhaft" bewertet. Hingegen acht mit "gut" - darunter die drei Bio-Salamis - und eine Wurst konnte sogar ein "sehr gut" ergattern. Dabei konnten die etwas teureren, länger gereiften Produkte mehr überzeugen, als die preiswerteren kürzergereiften. Alle Würste enthalten entweder Schweine- und Rindfleisch oder nur Schwein und stammen aus deutschen Landen. 

Den Testsieg konnte schließlich die "Witmann Feinschmecker Salami" für sich reklamieren ("sehr gut"/1,4/1,99 Euro pro 100 Gramm). Die "BioLust Bio Salami 1a" für 2,86 pro 100 Gramm erhält ein gutes "gut" (1,7). Aber auch der Salami-Aufschnitt vom Discounter (Aldi/Lidl) findet sich bei den "gut" bewerteten Produkten wieder ("Meine Metzgerei Edelsalami", 2,1, 1,29 Euro pro 100 Gramm, beziehungsweise "Gebirgsjäger Salami geräuchert Spitzenqualität", 2,4, 0,50 Euro pro 100 Gramm).

Nicht gereicht hat es hingegen für ein Markenprodukt. Die "Zimbo Goumet Salami" enthält laut Testbericht zwar keinen Zauber, dafür aber einen sehr hohe Belastung mit potenziell gesundheitsgefährdenden Mineralstoffen, welche auch hauptverantwortlich für die mangelhafte Bewertung ist. Ansonsten waren alle Waren aber von unangenehmen Belastungen wie etwa Keimen verschont. Und auch sensorisch (Aussehen, Geruch, Geschmack, Konsistenz, Mundgefühl, Nachgeschmack) konnte die überwiegende Zahl der Produkte überzeugen.

Von einem übermäßigen Verzehr von Salami muss dennoch abgeraten werden. Denn die Wurst gehört zur Gruppe der verarbeiteten Fleischwaren - und diese wird von der Weltgesundheitsorganisation WHO als krebserregend eingestuft.  

Quelle: n-tv.de, awi

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