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Mehr Gehalt mit Promotion Hier lohnt sich der Doktortitel

Der Doktor lohnt sich: Fünf Jahre nach dem Uniabschluss liegen die Einkommen von Arbeitnehmern mit Doktortitel bis zu einem Drittel über denen von Absolventen mit Diplom oder Master. Foto: Uli Deck

Der Doktor lohnt sich meistens.

(Foto: dpa)

Den Hut auf zu haben ist meist eine gute Sache. Erst recht wenn die Kopfbedeckung mit einem Doktortitel einhergeht. Klar ist aber auch: Wer sich für eine Promotion entscheidet, verbringt erst einmal Jahre mit wissenschaftlicher Arbeit. Ob der Einsatz finanziell lohnt, zeigt eine neue Untersuchung.

Ein Doktortitel auf der Visitenkarte und Klingelschild macht Eindruck. Aber lohnt sich der nicht unerhebliche Aufwand auch finanziell gegenüber einem normalen Universitätsabschluss? Und wenn, in welchem Fachbereich?

Das Vergleichsportal "Gehalt.de" hat sich die Mühe gemacht, 6074 Gehaltsdaten von akademischen Berufseinsteigern und Fachkräften mit bis zu drei Jahren Berufserfahrung mit Bachelor-, Master- sowie Doktortitel auszuwerten. Ergebnis: Promovierte Akademiker erhalten ein Anfangsgehalt von rund 55.500 Euro jährlich. Masterabsolventen ohne den Doktortitel kommen auf nur 46.314 Euro. Beschäftigte mit einem Bachelorabschluss verdienen zu Beginn ihrer Karriere rund 42.600 Euro.

Bei Informatikern lohnt sich der Doktor am meisten. Mit Promotion verdienen sie 57.000 Euro im Jahr – rund 8700 Euro mehr als ihre Kollegen ohne einen Doktorgrad. "Eine Promotion in der Informatik hat einen positiven Einfluss auf das Einstiegsgehalt. Allerdings sind im Verlauf der Karriere vor allem Praxiswissen und Projekterfahrung bedeutender als der Titel, sodass sich die Gehälter von Promovierten und Beschäftigten ohne einen Doktorgrad später im Job auf einem ähnlichen Niveau befinden", erklärt Philip Bierbach, Geschäftsführer von Gehalt.de.

Karrierebooster und Türöffner zu Top-Positionen

Naturwissenschaftler können ihre Einkünfte mit einer Promotion ebenfalls signifikant steigern. Ohne den Doktortitel beziehen sie rund 46.800 Euro und nach einer Promotion 51.800 Euro jährlich – ein Plus von 5000 Euro.

Unter Ingenieuren und Wirtschaftswissenschaftlern macht sich der Doktortitel mit etwa 4000 Euro bemerkbar. Mit einer Promotion erhalten Ingenieure zum Berufseinstieg 53.800 Euro. Ihre Kollegen ohne den Titel kommen dagegen auf 49.500 Euro. Wirtschaftswissenschaftler bekommen mit dem Doktortitel 49.400 Euro im Jahr, ohne Promotion sind des 45.500 Euro. "Der Doktortitel gilt auch als Karrierebooster und Türöffner zu Top-Positionen. Viele Vorstandsposten werden nach wie vor durch Promovierte besetzt", so Bierbach abschließend.

Weniger lukrativ sind die Einstiegseinkommen von Geisteswissenschaftlern. Ein akademischer Abschluss bringt ein Jahresgehalt in Höhe von 36.400 Euro, während Kollegen mit einem Doktortitel auf 40.400 Euro kommen.

Nicht unbeachtet sollte allerdings bleiben, dass der Doktortitel in manchen Fachbereichen finanziell zwar nicht besonders lohnenswert ist, die Karrieremöglichkeiten dafür aber nicht selten breiter gestreut sind. Was dann auch wieder eine attraktive Alternative darstellen kann.

Quelle: n-tv.de, awi

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