Ratgeber

Mehr Sicherheit zu Hause So gibt es Zuschüsse für den Einbruchschutz

imago63768421h.jpg

Bei der KfW gibt es sowohl Zuschüsse als auch Kredite für mehr Sicherheit.

(Foto: imago/Jochen Tack)

Wohnungseinbrüche in Deutschland nehmen zu. Da ist es sinnvoll, die Wohnung oder das Haus entsprechend zu sichern. Doch das ist teuer. Eigentümern und Mietern hilft der Staat aber mit Zuschüssen, um die Kosten zu stemmen.

Die Zahlen erschrecken. Fast 170.000 Wohnungseinbrüche ereigneten sich im Jahr 2015 in Deutschland. So weit die schlechte Nachricht. Die gute lautet, dass fast die Hälfte aller Einbrecher nach wenigen Minuten ihr Vorhaben aufgeben, wenn sie durch technischen Einbruchschutz am Eindringen gehindert werden. Denn häufig handelt es sich bei den Einbrechern um Gelegenheitstäter, die mit Schraubenziehern schlecht gesicherte Türen oder Fenster aufbrechen. Um die Sicherheit in den eigenen vier Wänden zu erhöhen, ist es insofern sinnvoll, in den Einbruchschutz zu investieren. 

Zudem hilft der Staat Mietern und Eigentümern in Form von Zuschüssen der KfW-Bank. Erstere müssen zuvor die Genehmigung ihres Vermieters einholen. Die Zuschüsse werden aus Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) finanziert. Wer sein Domizil gegen Diebe absichern möchte, kann eine Unterstützung von bis zu 1500 Euro beantragen. Insgesamt beträgt für Einzelmaßnahmen des Einbruchschutzes der Zuschuss maximal 10 Prozent der Gesamtsumme. Gefördert werden zum Beispiel der Einbau von Alarmanlagen, Gegensprechanlagen, der Einbau und die Nachrüstung von einbruchhemmenden Türen sowie die Nachrüstung von Fenstern.

Bei allen Maßnahmen sind sowohl Materialkosten als auch Handwerkerleistungen förderfähig. Voraussetzung für die Förderung ist die Durchführung durch ein Fachunternehmen des Handwerks. Die Zuschüsse können mit den Programmen zur energetischen Gebäudesanierung kombiniert werden, beispielsweise bei einem ohnehin geplanten Austausch der Fenster. Interessenten sollten unbedingt beachten, dass die Antragstellung vor Beginn des Vorhabens erfolgen muss. In diesem Fall steigt die Bezuschussung auf bis zu 5000 Euro.

Zudem können sowohl Eigentümer als auch Mieter zinsgünstige Kredite von der KfW-Bank für die Förderung von einzelnen Einbruchschutzmaßnahmen bekommen. Diese dürfen bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit betragen.  

Quelle: n-tv.de, awi

Mehr zum Thema