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Nicht fahren und sparen Was ist eigentlich ein Saisonkennzeichen?

Mit einem Saisonkennzeichen lassen sich Kfz-Steuern und Versicherungsbeitrag sparen - außerhalb des Zulassungszeitraums braucht das Fahrzeug dann aber ein Winterquartier auf Privatgrund. Foto: Markus Scholz

Mit einem Saisonkennzeichen lassen sich Kfz-Steuern und Versicherungsbeitrag sparen - außerhalb des Zulassungszeitraums braucht das Fahrzeug dann aber ein Winterquartier auf Privatgrund.

(Foto: dpa-tmn)

Vor allem an Wohnmobilen, Motorrädern und Cabrios ist es häufig angebracht: das Saisonkennzeichen. Welche Regeln gelten für das Kennzeichen? Und welche Vorteile bringt es?

Nicht fahren und sparen. Das ist ein Vorteil des sogenannten Saisonkennzeichens. Es ist nur für einen gewissen Zeitraum gültig - mindestens zwei, aber höchstens elf Monate. So sind auch nur reduzierte Sätze bei Versicherung und Steuer erforderlich, informiert der ADAC. Meist greifen Besitzer von Saisonfahrzeugen wie Wohnmobilen, Motorrädern oder Cabrios darauf zurück.

Diese Fahrzeuge werden oft über den Winter stillgelegt. Um nicht fürs An- und Abmelden zweimal im Jahr zur Zulassungsstelle zu müssen, gibt es das Saisonkennzeichen, das auch in der nutzungsfreien Zeit am Auto bleibt. Es spart Zeit, Gebühren und senkt bei der Behörde den Verwaltungsaufwand, nennt der ADAC weitere Vorteile.

Kein Versicherungsschutz

Der entsprechend gültige Zeitraum ist rechts auf das Kennzeichen geprägt. Der Zusatz "4-10" beispielsweise bedeutet, dass das Fahrzeug jedes Jahr vom 1. April bis zum 31. Oktober angemeldet ist. Außerhalb der Zulassungszeit sind Fahrten mit einem Saisonfahrzeug tabu: Für Unfälle und andere Schäden, die sich dabei ereignen, besteht dann kein Versicherungsschutz. Der Fahrzeugbesitzer haftet dann mit seinem gesamten Vermögen, was existenzbedrohend sein kann.

Auch Probe- oder Überführungsfahrten sind außerhalb des Zulassungszeitraums nicht erlaubt. Es drohen nicht nur Punkte in Flensburg, sondern auch eine Geld- und im Extremfall sogar eine Freiheitsstrafe. Der Fahrzeugbesitzer haftet dann mit seinem gesamten Vermögen, was existenzbedrohend sein kann.

An diesen Betriebszeitraum müssen sich die Besitzer penibel halten. Außerhalb hat das Gefährt nicht mehr den nötigen Versicherungsschutz. Es gilt aber eine sogenannte Ruheversicherung. Die schließt den Gebrauch im öffentlichen Straßenverkehr aus. Die Details finden Versicherte in ihren Verträgen.

Mit abgelaufenem Saisonkennzeichen dürfen Fahrzeuge nur noch auf privaten Stellplätzen oder in Garagen stehen und nicht mehr an Straßen und auf öffentlichen Parkplätzen, erläutert der Tüv Rheinland. Wer dem zuwiderhandelt und dennoch mit abgelaufenem Saisonkennzeichen öffentlichen Parkraum nutzt, muss mit einem Bußgeld von 40 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen. Dazu kommen mögliche Abschleppkosten.

Quelle: n-tv.de, awi/dpa

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