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Hier wird es heiß Wasserkocher im Test

Ob für das Nudelwasser oder den heißen Tee - Wasserkocher bieten eine energiesparende und schnelle Alternative, um Wasser zu erhitzen. Dementsprechend verbreitet sind sie in deutschen Haushalten. Öko-Test hat sich die Geräte genauer angeschaut.

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Im Test gab es die meisten Punktabzüge für Geräte, deren Gehäuse im Betrieb zu heiß – mehr als 85 Grad - wurden.

(Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)

Gerade einmal drei Minuten braucht ein durchschnittlicher Wasserkocher, um normal temperiertes Wasser zum Kochen zu bringen. Damit sind die Heißmacher in Hinblick auf Zeit und Energieverbrauch alternativlos. Kein Elektro-, Ceranfeld- oder Induktionsherd schafft es schneller. Dementsprechend verbreitet sind Wasserkocher in Deutschland.

Die Zeitschrift Öko-Test hat sich 15 von ihnen mit einem Füllvolumen von 1,5 bis 1,7 Litern genauer angeschaut – mit gemischtem Gesamtergebnis. Immerhin wurden zwei mit "sehr gut", fünf mit "gut", fünf mit "befriedigend" und drei mit "ausreichend" bewertet. Dabei zeigte sich wieder einmal: Gute Qualität muss nicht teuer sein.

Öfter mal entkalken

Allerdings hat der durchschnittliche geringe Anschaffungswert auch zur Folge, dass defekte Geräte meist sofort weggeworfen statt repariert werden. Was in Hinblick auf die Müllproduktion verheerend ist. Dabei lässt sich die Lebensdauer bereits dadurch verlängern, indem der Wasserkocher regelmäßig mit Zitronensäure oder Essig entkalkt wird. Verkalkung ist auch dadurch zu reduzieren, dass das Gerät immer vollständig entleert wird.

Im Test gab es die meisten Punktabzüge für Geräte, deren Gehäuse im Betrieb zu heiß – mehr als 85 Grad - wurden. Zwar ist dies bei keinem getesteten Wasserkocher am Griff der Fall, aber eben am Gehäuse. Ein Kocher sonderte nach dem Aufkochen innerhalb von 48 Stunden Nickelmengen ab, welche über dem erlaubten Grenzwert lagen.

Von zusätzlichen Funktionen wie Warmhalten oder Temperaturregeln halten die Tester wenig. Da die Geräte nur sehr wenig Zeit benötigen, um Wasser zu erhitzen, ist eine Warmhaltefunktion Energieverschwendung. Die Temperaturregelung erwies sich bei einigen der fünf getesteten Heißmachern als wenig genau.

Testsieger und mit "sehr gut" bewertet wurden der Bosch Styline TWK8613P (rund 62 Euro) und der deutlich günstigere Tefal Express K0 299831, der bereits für 19,99 Euro zu haben ist.

Quelle: n-tv.de, awi

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