Ratgeber

Teures Heizöl Wie füllt man den Öltank möglichst günstig?

Wer mit Öl heizt, kann mit Rückzahlungen rechnen. Foto: Patrick Pleul

Die Börsenpreise für weltweit gehandeltes Rohöl, die maßgeblich für den Heizölpreis sind, hängen nicht am deutschen Bedarf allein.

(Foto: dpa)

In diesem Jahr müssen Verbraucher mit stark steigenden Heizkosten rechnen. Vor allem das Heizen mit Öl ist im Schnitt um rund 40 Prozent teurer. Aber geht's auch günstiger?

Nach dem Absinken des Ölpreises im vergangenen Jahr zeigt die Kurve nun steil nach oben. Wer mit Öl heizt, muss daher mit deutlich mehr Heizkosten rechnen. Das geht aus dem neuen Heizspiegel hervor. Aber wie wird der Öltank jetzt noch günstig gefüllt?

Oft heißt es, man soll das jährliche Nachfragetief für den Heizölkauf nutzen. Im Frühjahr und Sommer ist die Nachfrage nach Heizöl meist geringer, der Preis dadurch tendenziell auch, sagt Louis Stahl vom Bund der Energieverbraucher. Aber allgemeingültig ist diese Regel nicht.

Der Grund: Die Börsenpreise für weltweit gehandeltes Rohöl, die maßgeblich für den Heizölpreis sind, hängen nicht am deutschen Bedarf allein. Weltweit beeinflussen Angebot, Nachfrage und Spekulation den Preis. 2014 und 2015 zum Beispiel war das Heizöl im Winter deutlich günstiger als in den Sommermonaten.

Keine Scheu vor Kleinmengenaufpreis

Oft nehmen Heizöllieferanten bei kleinen Bestellmengen bis 1500 Liter einen Aufpreis. Der ist aber geringer als man annimmt, sagt Louis Stahl. Die Aufteilung einer Betankung in zwei kleinere Extrabestellungen koste im Schnitt 50 bis 80 Euro. Sinken die Preise, lohnen sich die Mehrkosten für die zweite Anfahrt schnell. Es ist aber ein wenig Glücksspiel: Steigen die Preise weiter, wird es zum späteren Zeitpunkt noch teurer.

Abgesehen davon gibt es beim Heizölkauf Folgendes zu berücksichtigen:

Vergleichen Sie die Preise: Heizöl wird bei verschiedenen Anbietern zu unterschiedlichen Preisen angeboten. Am leichtesten lässt sich der Preis tagesaktuell im Internet vergleichen.

Vereinbaren Sie einen Festpreis: Hausbesitzer sollten diesen bei der Bestellung vereinbaren und sich vom Lieferanten schriftlich bestätigen lassen. Dann gilt dieser Preis auch, falls das Heizöl bis zum Lieferzeitpunkt teurer wird. Leider allerdings auch umgekehrt.

Denken Sie über eine Sammelbestellung mit den Nachbarn nach: Dadurch kann Geld gespart werden, da die Logistikkosten des Lieferanten sinken. Nachteil: Wer für alle bestellt, haftet womöglich mit seinem Geld, wenn die anderen nicht zahlen.

Mehr zum Thema

Zählwerk auf null: Überzeugen Sie sich, dass bei der Lieferung beim Einschalten der Pumpen das Zählwerk auf null gestellt ist. So lässt sich die getankte Menge kontrollieren.

Schaumfrei tanken: Während der Zähler läuft, muss im Sichtglas nur Heizöl zu sehen sein. Kommt Schaum oder verschwindet das Heizöl völlig aus dem Schauglas, muss die Messung automatisch unterbrochen werden. Läuft der Zähler weiter, wird in dieser Zeit Luft statt Flüssigkeit gemessen.

Quelle: ntv.de, awi/dpa

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