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Wer zur EM fährt und wer nicht Podolski bespaßt, die Julians fliegen

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Lukas Podolskis Rolle bei der EM? Nun ja, auf jeden Fall Spaßvogel.

Der Bundestrainer hat gesprochen - und Lukas Podolski freut sich. Das gilt auch für drei Julians, wobei denen nur ein kurzes Vergnügen gegönnt ist. Eine Guardiolasche Super-super-Idee hat Joachim Löw übrigens auch noch.

Spätestens nach dem Weckruf des Bundestrainers dürften die jungen Wilden Julian Brandt, Joshua Kimmich, Julian Weigl und Leroy Sané sofort hellwach gewesen sein. Trainingslager statt Urlaub, Europameisterschaft statt Olympia - so lautet die Perspektive für das Youngster-Quartett, das Joachim Löw in Berlin in seinen vorläufigen EM-Kader berief. Welche Youngster tatsächlich in den endgültigen Kader rutschen und welcher Weltmeister noch vor dem Turnier wieder die Koffer packen muss? n-tv.de klärt auf.

DIE TORHÜTER

Manuel Neuer (FC Bayern): Die größte Überraschung von Bundestrainer Joachim Löw wäre gewesen, dem weltbesten Schnapper einen feucht-fröhlichen Biergarten-Sommer in den heimischen Isar-Auen zu gönnen. Weil der Bundestrainer sich aber anders als Noch-Bayern-Trainer Josep Guardiola nicht so gerne trotzig der Mainstream-Meinung widersetzt, steht Neuer wenig überraschend im Kader. Und das, noch weniger überraschend, als Nummer eins und bei Bedarf auch wieder als Libero, Blutgrätscher und Spieleröffner.

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Kommt ausgeruht zur EM: Marc-André ter Stegen.

(Foto: imago/Hartenfelser)

Marc-André ter Stegen (FC Barcelona): Hat gefühlt noch nie ein gutes Spiel im Trikot der Nationalmannschaft gemacht. Ist aber trotzdem dabei. Löw vertraut auf die, ja was eigentlich? Nun vielleicht auf seine körperliche Frische. Durfte sich beim FC Barcelona in der Liga schonen und kommt so ausgeruht wie kein Zweiter zur DFB-Elf.

Bernd Leno (Bayer Leverkusen): Ist als zweiter oder dritter Mann dabei, darauf wollte sich Torwarttrainer Andy Köpke noch nicht festlegen. Hat anders als ter Stegen noch kein schlechtes Spiel für die A-Nationalmannschaft gemacht. Was, nun ja, daran liegt, dass er noch kein Spiel absolvieren durfte. Kommt daher nur mit positiven Gedanken zu Löw und seiner Entourage. Ist allerdings nicht ganz so ausgeruht wie sein Konkurrent, musste in Liga, Champions- und Europa-League sowie dem DFB-Pokal ran. Machte das aber so gut, dass Real Madrid und RB Leipzig ihn haben wollten. Er entschied sich für Bayer, wohl auch weil sein Gehalt von 2,5 auf 4 Millionen Euro erhöht worden sein soll.

DIE ABWEHR

Jérôme Boateng (FC Bayern): Wer es schafft, sich gegen Josep Guardiola durchzusetzen, der muss wahrhaft meisterliche Kräfte in sich haben. War trotz gerade erst auskurierter Verletzung so fix auf den Beinen, dass er den Weißbier-Attacken seines Trainers locker entkam. Den Katalanen foppte er später mit den Worten. "Trainer, Sie sind zu langsam und zu alt." Unerschütterlich in Kraft und Selbstvertrauen hat der Abwehrtitan offenbar noch genug Körner, um die deutsche Viererkette in Frankreich mindestens gegen die Attacken der ukrainisch-polnisch-nordirischen Wüteriche zusammenzuhalten.

Mats Hummels (Borussia Dortmund): Hat die schwierigste Zeit seiner Karriere gerade erfolgreich hinter sich gebracht. Entschied sich gegen emotionale Vizemeisterschaften und bevorzugt künftig (hoffentlich wieder) fanferne Titelfeiern. Wird die Europameisterschaft nutzen, um mit Boateng schon einmal bayrischen Beton anzurühren. Wer den aufbrechen soll? Nun, ganz bestimmt nicht die bereits erwähnten Vorrunden-Wüteriche.

Shkodran Mustafi (FC Valencia): Hat bei der Weltmeisterschaft 2014 gezeigt, dass er keine richtig gute Option für die rechte Abwehrseite ist. Könnte aber nun, zwei Jahre später und deutlich erfahrener, erneut versuchen, dort EM-reif zu verteidigen. Hat das große Glück, dass in der Vorrunde mit Nordirland und der Ukraine zwei Gegner warten, gegen die er selbst theoretisch nicht negativ auffallen kann. Ist in der Mitte deutlich stärker, aber nicht so stark, dass bayrische Betonmischwerk aufzubrechen.

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Setzt Bundestrainer Joachim Löw mit seinem EM-Aufgebot auf die richtigen Spieler?

Benedikt Höwedes (FC Schalke 04): Ist gerade Meister geworden und hat seine Nominierung damit vollends, oh, vertan, ist ja nicht Robert Huth. Sieht der "German Wall" aber auch verdammt ähnlich. Nun, wie es auch sei: Höwedes ist mit dem FC Schalke 04 natürlich nicht Meister geworden. Was aber nur ganz wenig an ihm lag. Denn wegen Verletzung verpasste der Hüne eine ganze Menge Spiele und stieg erst an Spieltag 31 wieder ins Wettkampfgeschehen ein – ein Streichkandidat.

Antonio Rüdiger (AS Rom): Ist laut italienischen Journalisten im sonoren Zwei-Wochen-Rhythmus schlechtester Verteidiger in der Geschichte der Serie A oder einmalig-gnadenloser Abräumer. Die Hauptaufgabe für den Bundestrainer wird sein, herauszufinden, in welcher Woche Rüdiger am Spieltag ist und ihn dann wahlweise auf die Tribüne zu schicken oder die Allmacht der Viererketten-Organisation zu übertragen.

Sebastian Rudy (1899 Hoffenheim): Wenn Sie Zeit haben, machen Sie mal einen kleinen Test. Schnappen Sie sich ein Foto von Sebastian Rudy und fragen Sie Freunde, Verwandte, Fremde, wer diesen Mann kennt. Die verblüffende Antwort wird sein: Ja, warte…, der hat doch in diesem Vampir-Film mitgespielt. Sie kontern: Falsch! Dieser Mann füllt das Philipp-Lahm-Vakuum. Er versucht es zumindest. Meistens gelingt das ganz solide.

Jonas Hector (1. FC Köln): Jonas Hector beherrschte am Wochenende die Schlagzeilen im Kölner Boulevard. Schließlich hat sich der 25-Jährige erstmals offiziell mit seiner neuen Freundin gezeigt, bei der Saisonabschlussfeier des "Eff-Zeh". Doch statt sein neues Liebesglück mit Annika nun im Turtelurlaub zu genießen, muss Herr Hector nach Frankreich. Denn der Herr Löw hat gerufen. Er braucht ihn für die linke Abwehrseite. Da hat der Kölner zwar keine Konkurrenz, sich die Nominierung aber nicht nur deswegen absolut verdient.

Emre Can (FC Liverpool): Spielt im Klub unter Coach Jürgen Klopp meistens auf der "Sechs". Und das selten schlechter als international erstklassig. Da die "Sechs" im DFB-Team aber von Passmaschine Toni Kroos, Pferdelunge Sami Khedira oder dem WM-Final-Gladiatoren Bastian Schweinsteiger besetzt wird, testet ihn Löw auf Außen. Da spielt er allerdings eher unterklassig. Da er aber kicken und kämpfen kann, bleibt er im Kader.

MITTELFELD UND ANGRIFF

Toni Kroos: Sicherheit zuerst - das gilt nicht nur für den Kader des Bundestrainers, das gilt auch für seinen besten Ballverteiler, den vorpommerschen Schweiger von Real Madrid. Der Mann ist Löws lebende Passmaschine im Mittelfeld, schickt den Ball stets zuverlässig an den von ihm auserkorenen Adressaten und fällt damit in die Kategorie unverzichtbar. Zumal er, wie Ende März in den Testspielen gegen England (2:3) und Italien (4:1) stets für ein Tor gut ist. Es soll Menschen geben, die von seiner Schusstechnik schwärmen. Dem Vernehmen nach sind das nicht wenige. Und: Der Mann ist Weltmeister.

Sami Khedira (Juventus Turin): Unverwüstliche Pferdelunge, rennt auch dann noch, wenn andere sich schon auslaufen. Stopft Löcher so souverän, wie Oma die Socken ihrer Verwandtschaft. Ist der Antreiber im zentralen Mittelfeld. Als Kämpfer unverzichtbar. Gibt zudem immer intelligente Interviews.

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Endlich wieder DFB, heißt für Mario Götze: Endlich wieder spielen.

(Foto: imago/Jan Huebner)

Mario Götze (FC Bayern): Ker, wat freut sich der Weltmeistermacher auf Frankreich. Denn dort kann sich er vom Guardiolaschen Super-super-Spieler-spielt-aber-doch-nicht-Terror erholen. Ist vermutlich gesetzt als, nennen wir es Sturmspitze ohne ausgeprägtes Kopfballspiel, oder wie es neudeutsch heißt "falsche Neun". Ob falsch oder nicht, seine Nominierung ist richtig.

Julian Draxler (VfL Wolfsburg): Flüchtete vor der Saison aus Schalke nach Wolfsburg. Weil die Erwartungshaltung zu groß war. Hat bei den Niedersachsen daran gearbeitet, dass das nicht wieder vorkommt. Hat funktioniert. Niemand erwartet, dass er eine tragende Säule in Frankreich spielen kann. Ist für Löw daher so wichtig, wie ein Schneeschieber im Sommer. Kann mitfahren, weil nett. Kann heimfahren, weil verzichtbar.

Thomas Müller: Weltmeister ist der Mittelfeldspieler des FC Bayern. Viel mehr allerdings dürfte ihn beschäftigen, was er in diesem Jahr nicht ist - Champions-League-Finalteilnehmer nämlich. Mit dem Münchnern war im Halbfinale gegen Atlético Madrid Schluss mit lustig – auch weil der Müllerthomas im Rückspiel einen Elfmeter vergab. Es war das erste Mal in seiner Karriere, dass etwas Entscheidendes nicht gelang, wenn er auf dem Rasen stand. Und nun? Hat er längst schon wieder gefeiert, die deutsche Meisterschaft war's. In Frankreich wird das gelten, was in der DFB-Elf schon lange gilt: Müller spielt immer.

Mesut Özil: Mit dem FC Arsenal hat es der Zauberfuß mit einem Hang zur rätselhaften Körpersprache immerhin auf Platz zwei der Premier League und damit direkt in die Champions League gebracht. Mit 19 Vorlagen war er der beste Kellner auf der Insel und verpasste damit nur knapp den Allzeitrekord des Franzosen Thierry Henry - geschenkt. In der Nationalmannschaft ist Özil der Mann, der in der Zentrale den entscheidenden Pass spielen soll - was er auch oft genug tut. Dabei macht er es seinen Kritikern bisweilen schwer, weil er ab und an abzutauchen scheint. Dabei ist er einer, der stets arg viel rennt und so gut wie nie einen Fehlpass spielt. Aber weil er derart mit Talent gesegnet ist, warten alle bei ihm stets auf das ganz große Ding. Frankreich wäre eine gute Bühne.

Joshua Kimmich (FC Bayern): Gerade einmal 1,76 Meter klein, machte der ehemalige Brauseklub-Bremser bei den Bayern in dieser Saison groß Karriere. Durfte sich, spielintelligent wie er ist, zunächst als Teilzeitarbeiter im bayrischen Mittelfeld versuchen. Das klappte so schnell, so vernünftig, dass Klub-Coach Guardiola ohne Umwege die zweite Stufe der Spieler-Evolution einleitete. Als Baby-Version von Titan Boateng führte Kimmich die Bayern in der Rückrunde an der Seite von David Alaba meistens unfallfrei durch die Bundesliga und Europa. Seine Nominierung? Eine Super-super-Idee.

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Hochtalentiert, aber ein Streichkandidat: Julian Brandt.

(Foto: imago/foto2press)

Julian Brandt (Bayer Leverkusen): Seine Nominierung ist auch eine Super-super-Idee. Er kann, wie der Kaiser sagen würden, "links wie rechts". Erinnert in seiner Art an Namensvetter Julian Draxler. Hat aber die deutlich bessere Form und großen Anteil daran, dass sich Bayer in der zweiten Saisonhälfte vom kickenden Wackel-Dackel zur souveränen Nummer drei in Deutschland zurückgemausert hat. Trotzdem: Wegen seiner Unerfahrenheit ein Wackelkandidat.

Julian Weigl (Borussia Dortmund): Zieht den Ball offenbar magisch an. Hat am 34. Spieltag gegen Köln in 84 Minuten mal eben den Ballkontakt-Rekord gebrochen (und das obwohl er nicht dem Guardiolaschen Tiki-Taka-Zwang untersteht). 216 Mal erreichte der Ball sein Füßchen. Irre. Wird von seinen Mitspielern gesucht und gefunden. Ein Top-Talent, angesichts der gewaltigen Platzhirsch-Balz auf der "Sechs" aber ohne Einsatzchancen. Wird wohl im Juni Urlaub machen dürfen – zum wahrscheinlich letzten Mal, wenn ein großes Turnier ansteht.

Lukas Podolski (Galatasaray Istanbul): Wir mögen ihn ja auch. Dennoch fällt es schwer, bei der Nennung seines Namens nicht an den Begriff Maskottchen zu denken. Es ist, wie es der Bundestrainer sagte: "Er hat eine ordentliche Saison für Galatasaray gespielt." Ja, vielleicht. Aber schon bei der WM in Brasilien vor zwei Jahren saß er mehr auf der Bank, als dass er seiner Mannschaft auf dem Rasen geholfen hätte. Also greift Löw zu den weichen Kriterien: "Er hat für uns immer noch einen sportlichen Wert, auch wenn das manche nicht wahrhaben wollen. Er ist zudem eine Persönlichkeit, die der Truppe gut tut. Ich weiß, dass er immer noch die Leistung bringen kann, die wir erwarten." Stellt sich die Frage: Was erwartet Löw?

Marco Reus (Borussia Dortmund): Vor dem Turnier in Brasilien hatte sich der Dortmunder einen Tag vor dem Abflug im allerletzten Testspiel verletzt. Es war, in erster Linie natürlich für ihn, ein Drama. Nun ist er fit und auf jeden Fall auch im endgültigen Kader dabei. Und er ist einer, der die Mannschaft, sei es zentral, sei es auf der linken Angriffsseite, ernsthaft besser machen kann. Deshalb schlagen wir vor, dass der Kollege Reus sich in den kommenden Wochen vornehm zurückhält, bei den beiden Testspielen gegen die Slowakei am 29. Mai in Augsburg und gegen Ungarn am 4. Juni in Gelsenkirchen schön auf der Bank bleibt - und erst aufdreht, wenn es am 12. Juni in Lille beim ersten Gruppenspiel gegen die Ukraine ernst wird.

Karim Bellarabi (Bayer Leverkusen): Auch der Leverkusener ist ein Kandidat für das gepflegte Flügelspiel, schnell, wendig und durchaus schussstark wie er ist. Mit diesen Eigenschaften ist er ein typischer Löw-Spieler, der auch im Nationaltrikot bereits gezeigt hat, was er kann. Sicherheitshalber hat ihn Roger Schmidt, sein Trainer bei Bayer 04, bereits vor der Nominierung in den höchsten Tönen gelobt: "Karim sehe ich so, dass er gesetzt ist, als einer der besten offensiven Mittelfeldspieler in dieser Saison. Er ist ganz klar ein Kandidat für die erste Elf." Ganz so optimistisch sind wir da nicht, aber schaun' mer mal.

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Leroy Sané belebt das deutsche Offensivspiel.

(Foto: dpa)

Leroy Sané (FC Schalke 04): Der Sahne (so klingt es, wenn Löw den Namen des jungen Schalkers ausspricht) macht ganz Europa wuschig. Der Bursche spielt seine erste komplette Bundesliga-Saison und das so gut, dass die Scheich-Klubs den Gelsenkirchenern Schecks mit ganz vielen Nullen (und natürlich einer seriösen Zahl davor) anbieten. Warum sie das tun, nun, weil, wie der Experte sagen würden, der Sahne Sachen kann, die kaum ein anderer kann. In der Regel bedeutet das: verrückte Bewegungen, sehenswerte Dribblings, spektakuläre Tore. All das kann Sané tatsächlich, wenn auch noch nicht mit allerhöchster Konstanz. Gibt dem Spiel der DFB-Spiel eine neue Komponente.

André Schürrle (VfL Wolfsburg): Der Wolfsburger WM-Finaltorvorlagengeber hat eine, um es sanft zu formulieren, eher durchwachsene Saison hinter sich. Für ihn spricht, dass das für die meisten seiner Kollegen beim VfL gilt; und dass er zum Ende der Saison gelegentlich ein Tor erzielt hat. Und er ist sich sicher: "Ich habe meinen Platz im Team." Die Frage ist nur: wo? Und fraglich ist es auch, ob er tatsächlich den Sprung in den endgültigen Kader schafft. Aber vielleicht erinnert sich der Bundestrainer ja daran, dass dieser Schürrle bisher stets ein ganz passabler Joker war, mithin einer, der von der Bank kommt, und dann doch noch was reißt. Im Endspiel von Rio hat das jedenfalls geklappt.

Bastian Schweinsteiger (Manchester United): Der Kapitän ist verletzt, der Kapitän ist gesetzt. Da lässt Löw nicht mit sich diskutieren. Und das ist auch gut so. Eine Ausbootung Schweinsteigers wäre einem Eklat gleichgekommen, auch wenn er seit März nicht mehr für Manchester United gespielt hat. Im Grunde ist es ähnlich wie mit Sami Khedira vor der Weltmeisterschaft 2014. Der Bundestrainer setzt darauf, dass sein prominentester Patient rechtzeitig gesundet und dann bei den entscheidenden Turniermomenten die fehlende Spielpraxis mit seiner Erfahrung und seinem Willen ausgleicht. Wohl kein Spieler ist so oft aus der Nationalmannschaft geschrieben worden wie Bastian Schweinsteiger. Deshalb die Prognose: Er wird auch in Frankreich wieder für die großen Momente sorgen.

Mario Gomez (Besiktas Istanbul): Ob das auch für den Angreifer von Besiktas gilt? Immerhin hat der Mann im Herbst seiner Karriere seinen Klub mit bisher 26 Toren zur türkischen Meisterschaft geschossen. Dieser Gomez ist so etwas wie die Beruhigungspille für Fußballtraditionalisten, also für alle, die glauben, ohne einen echten Mittelstürmer könne eine deutsche Mannschaft nicht zu einem großen Turnier fahren. Warum eine falsche Neun, wenn wir doch eine echte haben! Hatte der Bundestrainer sie vor zwei Jahren noch arg enttäuscht, weil der den Leverkusener Stefan Kießling zu Hause ließ, stehen die Chancen für Gomez gut, dass er in Frankreich dabei ist.

Quelle: n-tv.de