Fußball

Die Eintracht und ihre Jäger Europapokal-Rennen geht in den Endspurt

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Wild entschlossen: Luca Jovic und die Frankfurter Eintracht.

(Foto: imago images / Jan Huebner)

Sechs Mannschaften kämpfen vor diesem 32. Spieltag in der Fußball-Bundesliga um noch vier zu vergebende internationale Startplätze. Denn dass der FC Bayern, Borussia Dortmund und RB Leipzig in der kommenden Saison in der Champions League spielen, steht bereist unwiderruflich fest. Den gejagten Frankfurtern auf dem Königsklassenrang vier droht auf der Zielgeraden die Luft auszugehen. Allerdings kommt es einer mittelgroßen Sensation gleich, dass diese Mannschaft im Halbfinale der Europaliga steht und dennoch in der Liga so gut platziert ist. Dahinter geht es eng zu. Vieles ist möglich, eine seriöse Prognose schwierig. Aber schauen wir mal:

SG Eintracht Frankfurt (4. Platz/54 Punkte/58:35 Tore)

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Leverkusens Torhüter Lukas Hradecky und Frankfurts Ante Rebic beim Spiel in der Hinrunde. Das gewann die Eintracht am 16. Dezember mit 2:1.

(Foto: imago/Jan Huebner)

Der Druck ist riesig, doch noch halten die Frankfurter stand. Die Eintracht will den begehrten letzten offenen Champions-League-Platz unbedingt erfolgreich verteidigen, doch gleich vier Mannschaften liegen drei Spieltage vor Saisonende in der Fußball-Bundesliga noch in unmittelbarer Schlagdistanz des Teams von Trainer Adi Hütter. Frankfurt musste zuletzt der langen Saison Tribut zollen und schwächelte zuletzt ein wenig in der Liga. Nach der Partie in Leverkusen am Sonntag (ab 18 Uhr im Liveticker bei n-tv.de), die durchaus als Schlüsselspiel durchgeht, spielen die Frankfurter noch gegen dem 1. FSV Mainz (H) und den FC Bayern München (A).

Borussia Mönchengladbach (5. Platz/51 Punkte/49:38 Tore)

Die Borussia hat als Tabellenfünfte wie Bayer 04 Leverkusen 51 Punkte - und damit drei Punkte Rückstand auf Frankfurt. Da wird die Heimbegegnung mit Hoffenheim an diesem Samstag (ab 15.30 Uhr im Liveticker bei n-tv.de) doppelt wichtig: Die Kraichgauer haben nur einen Zähler weniger. Bei einer Niederlage der Elf vom Niederrhein geriete das Ziel der Europapokalteilnahme komplett in Gefahr. Gegen Leipzig und in Stuttgart gab es zuletzt zwei Niederlagen. Zudem ist durch die Entscheidung, sich zum Saisonende von Trainer Dieter Hecking zu trennen, Unruhe aufgekommen. An den letzten beiden Spieltagen spielt Gladbach in Nürnberg und zu Hause gegen Borussia Dortmund.

Bayer 04 Leverkusen (6. Platz/51 Punkte/57:49 Tore)

Bayer gelangen zuletzt drei Siege nacheinander. Bei einem weiteren Erfolg gegen Frankfurt könnten die Leverkusener nach Punkten mit der SGE gleichziehen und die Chancen auf die Champions League deutlich verbessern. Die Bilanz gegen die Top-Teams ist allerdings nicht berauschend: Von 45 möglichen Punkten holte Bayer gegen die besten neun Mannschaften nur neun. Anschließend geht es noch gegen Schalke 04 und nach Berlin zur Hertha.

TSG Hoffenheim (7. Platz/50 Punkte/66:45 Tore)

Trainer Julian Nagelsmann will die Hoffenheimer zu seinem Abschied unbedingt in die Königsklasse führen. "Leverkusen ist wieder besser in Schwung gekommen, Gladbach war zuletzt nicht so stabil wie in der Hinrunde", sagte der 31-Jährige vor der Partie beim Mitkonkurrenten. Frankfurt werde die Europa-League-Spiele in den Beinen haben. "Die Tür ist noch nicht zu. Unser Ziel ist es, auf die internationalen Plätze zu kommen. Der Wunschtraum ist der vierte Platz." Das 1:4 gegen den VfL Wolfsburg zuletzt zu Hause war für die TSG allerdings ein Rückschlag.

VfL Wolfsburg (8. Platz/49 Punkte/52:46 Tore)

Kapitän Josuha Guilavogui und Stürmer Wout Weghorst träumen offen von der Champions-League. "Wir müssen nach oben gucken, um uns am Ende keine Vorwürfe machen zu müssen", sagte Guilavogui. Doch oberste Priorität hat in Wolfsburg die Qualifikation für die Europa League. Einen besonderen Druck im Endspurt sieht Trainer Bruno Labbadia nicht - im Gegenteil. Nach zweimaliger Rettung in der Relegation "ist das kein Druck, sondern etwas ganz, ganz Positives". Dazu kommen mit den Spielen gegen Nürnberg an diesem Samstag (ab 15.30 Uhr), Stuttgart (A) und Augsburg (H) ein lösbares Restprogramm.

SV Werder Bremen (9. Platz/46 Punkte/53:46 Tore)

Die Champions League ist bei Werder angesichts von acht Zählern Rückstand auf die Eintracht kein Thema. Allein die Qualifikation für die Europa League wäre nach dem Rückfall auf Platz neun und vier Punkten Rückstand auf Rang sieben ein großer Erfolg. Werders Problem: Mit Dortmund (H), Hoffenheim (A) und Leipzig (H) warten drei äußerst schwere Gegner. Eine Sitzung mit dem Mannschaftsrat zu Beginn der Woche hat Trainer Florian Kohfeldt als Einstimmung für den Saisonendspurt genommen. "Wir haben nicht eine Sekunde daran gedacht, unser Saisonziel zu revidieren", sagte der Bremer Coach.

Quelle: n-tv.de, ter/dpa

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