Technik
Das Anniversary Update bringt rund ein Jahr nach der Veröffentlichung von Windows 10 neue Funktionen.
Das Anniversary Update bringt rund ein Jahr nach der Veröffentlichung von Windows 10 neue Funktionen.(Foto: Microsoft)
Montag, 15. August 2016

Microsoft bietet Erste Hilfe an: Anniversary Update schießt PCs ab

Nachdem sie das Anniversary Update erhalten haben, verweigern einige Windows-10-Rechner die Arbeit. Microsoft arbeitet an dem Problem und teilt Betroffenen mit, wie sie sich bis zu einer korrigierten Aktualisierung selbst helfen können.

Wer auf seinem Windows-10-Computer bisher noch keine Zeit hatte, das Anniversary Update zu installieren, sollte damit vielleicht noch etwas warten. Wie Microsoft auf einer Support-Seite bestätigt hat, besteht nämlich die Gefahr, dass die Aktualisierung den Rechner lahmlegt und der Computer während der Arbeit "einfriert". Betroffen sind laut einer Antwort im englischsprachigen Support-Forum angeblich nur PCs, bei denen das Betriebssystem auf einem SSD-Laufwerk installiert ist, während Programme und Apps auf ein anderes Laufwerk ausgelagert sind.

Das kann beispielsweise bei älteren Rechnern mit herkömmlicher HD-Festplatte der Fall sein, die nachträglich mit einer SSD aufgerüstet wurden. Günstigere Computer werden auch oft ab Werk mit so einem Hybridspeicher (SSHD) verkauft. In beiden Fällen ist der schnelle Flash-Speicher gewöhnlich knapp bemessen, weshalb er dem Betriebssystem und den wichtigsten Programmen vorbehalten bleibt. Möglicherweise sind auch Rechner betroffen, in denen zwei HD-Laufwerke mit so einer Aufteilung arbeiten - Kommentare unter Microsofts Blogeintrag lassen dies vermuten.

Alles auf die SSD packen

Was genau das "Freezing" beim Anniversary Update auslöst, schreibt Microsofts Mitarbeiter nicht. Er zeigt Nutzern allerdings Methoden, mit denen sie ihre Computer bis zu einer Lösung wieder arbeitsfähig bekommen können.

Zunächst empfiehlt er, den Rechner im abgesicherten Modus zu starten und alle Programme und Daten auf die SSD mit dem Betriebssystem zu übertragen. Aus Platzmangel dürfte dies aber oft kein gangbarer Weg sein. Außerdem müssten die Nutzer nach einem Patch den Schritt ebenfalls manuell wieder rückgängig machen.

Sinnvoller erscheint es da, auf die vorherige Windows-10-Version 1511 zurückzugehen. Dafür bietet Microsoft zwei Wege an:

Methode 1

Startet der Rechner noch bis zum Windows-Anmelde-Fenster, klickt man dort mit gedrückter Shift-Taste (Umschalt-Taste) auf den Einschalt-Button und wählt Neustart aus. Nach dem Neustart wählt man im gezeigten Menü Problembehandlung - Erweiterte Optionen - Zum vorherigen Build zurückkehren aus.

Methode 2

Falls der erste Weg nicht gangbar ist, wählt man unter Erweiterte Optionen zunächst die Starteinstellungen und dann Neu starten aus. Im folgenden Menü klickt man dann Abgesicherten Modus aktivieren an oder drückt die F4-Taste. Danach öffnet man die Einstellungen-App, manövriert zu Update und Sicherheit und startet die Rückkehr zum vorherigen Build.

Quelle: n-tv.de