Technik

Profil nach dem Tod Facebook-Nutzer können Erben bestimmen

60418362.jpg

In den USA gibt es die Funktion schon seit ein paar Monaten. Hierzulande ermöglicht Facebook es jetzt auch: Die Nachlassverwaltung des Profils.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die in den USA schon vor einigen Monaten eingeführte Funktion des "Gedenkzustandes" existiert nun auch in Deutschland. Jeder Nutzer kann zu Lebzeiten einen Erben bestimmen, der sich nach seinem Ableben um das digitale Profil kümmert.

Ein immer größerer Teil des Lebens vieler Menschen trägt sich in der digitalen Welt zu. Da stellt sich die Frage, was mit den Profilen Verstorbener geschieht. Ein neues Facebook-Feature ermöglicht es Nutzern des sozialen Netzwerkes, einen Account-Erben zu bestimmen.

Im Todesfall erhält der ausgewählte Freund dann die Kontrolle über das Profil. Private Nachrichten des Verstorbenen kann der Erbe nicht einsehen, vielmehr soll er damit die Seite verwalten, etwa ein neues Profil- und Titelbild posten können oder einen Beitrag verfassen können, um beispielsweise eine letzte Botschaft im Namen des Verstorbenen zu veröffentlichen.

So kann ein Freund das Profil übernehmen

Einrichten lässt sich die neue Facebook-Funktion wie folgt: Nach dem Login ist unter dem Reiter "Einstellungen" der Punkt "Sicherheit"auszuwählen. Im Sicherheits-Menü gibt es den Punkt "Nachlasskontakt". Mit einem Klick auf die Schalfläche "bearbeiten" und anschließend auf "FreundIn auswählen" kann der Profil-Erbe dann bestimmt werden.

Nach dem Klick auf "Hinzufügen" öffnet sich schließlich ein Fenster, in welchem der Nachlasskontakt optional über die Entscheidung informiert werden kann. Schließt man stattdessen das Fenster, wird die Person erst kontaktiert, wenn das betreffende Facebook-Konto in den sogenannten "Gedenkzustand" versetzt wird.

Jenen Zustand können Freunde oder Familienmitglieder einer verstorbenen Person bei Facebook beantragen. Verstirbt beispielweise ein guter Freund, kann man Facebook darüber informieren, im besten Fall mit einem Todesnachweis, etwa dem Link zu einem Nachruf. Die Mitarbeiter prüfen daraufhin die Anfrage und versetzten dann das Profil in den "Gedenkzustand".

Quelle: n-tv.de, ahe/spot

Mehr zum Thema