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TV-Video zeigt Verbrennungen Galaxy S7 soll explodiert sein

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Das mutmaßliche Opfer zeigt das Galaxy S7, das in seinen Händen explodiert sein soll.

(Foto: CTV News/Youtube)

Ist auch das Galaxy S7 brandgefährlich? Ein kanadischer Mann behauptet, sein Smartphone sei in seinen Händen explodiert. Stimmen seine Angaben, wären die Folgen für Samsung verheerend.

Kaum haben sich die Wogen über dem Galaxy-Note-7-Desaster etwas geglättet, droht Samsung erneut großer Ärger wegen eines explodierten Smartphones. Diesmal geht es aber nicht um das inzwischen vom Markt genommene Stifte-Phablet, sondern um ein viel populäreres Gerät: das Galaxy S7.

Ein kanadischer Nutzer sagte der "Winnipeg Sun", sein rund sechs Monate altes Smartphone sei in seinen Händen explodiert und er habe Verbrennungen zweiten und dritten Grades davongetragen. Er sei in seinem Auto unterwegs gewesen, als er bemerkt habe, dass sich das Gerät in seiner Hosentasche erwärmt habe, so der 34-Jährige. Kaum habe er es herausgezogen gehabt, sei es in Flammen aufgegangen.

Es sei wie in einem Alptraum gewesen, sagte er beim Interview im Krankenhaus. Zuerst habe er etwas Qualm gesehen, dann habe es einen Knall gegeben und das Handy sei explodiert. Ein Splitter habe ihn knapp unterm Auge im Gesicht getroffen, erzählte er der dem Journalisten der Lokalzeitung. "Stellen Sie sich vor, ich hätte das Telefon am Ohr gehabt, mein ganzes Gesicht wäre verbrannt." Glücklicherweise habe er das Gerät aus dem Fenster werfen können, um Schlimmeres zu vermeiden. Weil er ja keinen Notruf habe absetzen können, sei er dann noch selbst zu einem Freund gefahren, der ihn dann ins Krankenhaus gebracht habe.

Klage auf Schmerzensgeld

Der Mechaniker, der das explodierte Smartphone und seine verbrannten Hände auch dem Fernsehsender "CTV News" vor dem Hospital zeigte, will Samsung auf Schmerzensgeld verklagen. Er habe noch nie so schlimme Verbrennungen erlitten und habe möglicherweise Einkommenseinbußen. Seine Hände bräuchten acht bis neun Tage, um zu heilen, habe man ihm gesagt, arbeiten könne er frühestens in vier Wochen wieder.

Ob der Mann die Wahrheit sagt, muss sich noch herausstellen. Stimmen seine Angaben, wären die Konsequenzen für Samsung unabsehbar, das Galaxy S7 und dessen Edge-Varianten sind aktuell die wichtigsten Smartphones des südkoreanischen Herstellers. Unter anderem erhalten Käufer eines Note 7 wahlweise dieses Gerät als Ersatz. Samsung möchte zu dem Fall erst Stellung nehmen, wenn seine Techniker das Smartphone des Mechanikers untersucht haben.

Quelle: n-tv.de, kwe

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