Technik

"Arkham Knight" ist düster und gut Joker begleitet Batman bis zum Ende

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In "Arkham Knight" kann Batman sehr ausgedehnte Ausflüge machen.

(Foto: Time Warner)

"Batman: Arkham Knight" ist das Finale einer Trilogie der Meister-Spieleschmiede Rocksteady. Die beiden ersten Teile waren grandios, die Erwartungen an den letzten Teil sind hoch. Kann sie der dunkle Ritter erfüllen?

Der Joker ist tot, aber er lässt Batman nicht los. Auch im letzten Teil der Rocksteady-Trilogie spielt der grinsende Superschurke eine wichtige Rolle. Joker begleitet Batman sozusagen bis zum Ende und noch nie waren sich die beiden so nahe wie in "Arkham Knight". Spieler der beiden Vorgänger werden ahnen, worum es geht: Joker hat Batman in "Arkham City" sein verseuchtes Blut injiziert.

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Warum kann Batman den toten Joker sehen?

(Foto: Screenshot)

Der strippenziehende Bösewicht im Rocksteady-Finale ist allerdings ein anderer alter Bekannter: Scarecrow. Der gruselige Vogelscheuchen-Schurke hat Gotham mit der Drohung leergefegt, die komplette Stadt mit seinem Angst-Gas zu fluten. In den düsteren Straßen herrscht Scarecrows Banditen-Armee, angeführt vom geheimnisvollen und kampfstarken Arkham Knight. Zwischen ihnen versprengte Feuerwehr- und Polizeitruppen, die mehr ums Überleben als um ihre Stadt kämpfen.

Interessante Story

Scarecrow hätte leichtes Spiel, doch Batman und der unerschrockene Commissioner Gordon stellen sich ihm entgegen. Mehr sei nicht verraten, denn das würde den Spaß an der tollen Story des Spiels verderben. Sie überrascht immer wieder mit neuen Wendungen und Joker ist nicht der einzige alte Bekannte, den Batman in "Arkham Knight" wiedersieht.

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Der Riddler lässt Batman diesmal nicht nur rätseln.

(Foto: Screenshot)

Auch die Nebenmissionen sind weitgehend gelungen und bieten noch mehr Abwechslung in einem atemberaubenden Spiel. So muss Batman verschleppte Feuerwehrleute retten, eine schaurige Mordserie aufklären und einen mutierten Wissenschaftler jagen. Und natürlich gibt es wieder jede Menge Riddler-Rätsel und -Trophäen.

Ausgedehnte Spielewelt

Gotham und die Charaktere des Spiels sehen fantastisch aus, die Grafik ist eine Wucht. Wenn man sich auf die "Sehenswürdigkeiten" konzentriert, ist die Spielewelt aber nicht wirklich so viel größer als bei den vorangegangenen Teilen. Viele Elemente wiederholen sich und zu entdecken gibt es abseits der Missions-Routen nicht allzu viel.

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Das Batmobil steht ihm gut.

(Foto: Screenshot)

Batman lernt weitere Tricks dazu, fliegt noch eleganter und die Kämpfe sehen mit etwas Geschick fast choreographiert aus. Die Bewegungen des dunklen Ritters sind absolut fließend, die Animationen filmreif. Wer allerdings schon in "Arkham City" Probleme hatte, sich die vielen Tastenkombinationen zu merken, wird sich vielleicht überfordert fühlen. Dafür bietet das Spiel aber Trainingsmissionen, deren Abschluss auch mit Punkten belohnt wird, mit denen Spieler Batmans Ausrüstung und Fähigkeiten verbessern können.

Batman zu oft hinterm Steuer

Die größte Neuheit ist aber das Batmobil. Der dunkle Ritter rast mit ihm zu Einsatzorten, kämpft gegen Drohnenpanzer, durchbricht oder erklimmt Mauern. Im Prinzip ist Rocksteady das Schweizer Taschenmesser auf vier Rädern durchaus gelungen. Doch es kommt etwas zu oft zum Einsatz, vor allem für Spieler, die die Stadt lieber zu Fuß und über die Dächer gleitend erkunden möchten. Das betrifft aber nur die Hauptmission. Die wilden Schlachten, die man sich im Batmobil mit Kampfwagen und -hubschraubern des Arkham Knight liefert, sind ebenso amüsant wie die Verfolgungsjagden. Fürs Sightseeing klinkt man sich eben mal kurz aus, außer ein paar Gangstern hat niemand etwas dagegen.

Ebenso gefallen die neuen Möglichkeiten, die das ferngesteuerte Batmobile beim Überwinden von Hindernissen bietet. Manche Aufgaben und Rätsel mit dem Gefährt wirken aber sehr aufgesetzt und teils unfreiwillig komisch. Dass über den Haufen gefahrene und von Bat-Geschossen getroffene Gegner nur geschockt liegen bleiben und nicht tot sind, nimmt man leicht kopfschüttelnd hin. Batman tötet eben nicht - auch nicht in einem Formel-1-Panzer.

PC-Version muss nachsitzen

Manchmal geht einem der Batmobil-Krawall auf die Nerven und Rocksteady hat bei Handlung und Ausstattung einige Chancen verpasst. Aber unterm Strich ist "Batman: Arkham Knight" ein gelungenes Finale der Trilogie. Es macht einen Riesenspaß, die Story unterhält und die Grafik ist klasse. Ein großes Aber gibt es allerdings noch: "Arkham Knight" ist derzeit nur auf den neuen Konsolen ein Vergnügen, n-tv.de hat es auf einer PS4 gespielt. Die PC-Version, dessen Umsetzung Rocksteady offenbar einem anderen Studio überlassen hat, ist noch ein fehlerstrotzendes Desaster, der Verkauf wurde vorübergehend eingestellt. Ein erstes Update wurde zwar schon veröffentlicht. Bis die PC-Version Konsolen-Niveau erreicht hat, müssen aber noch weitere folgen.

Quelle: ntv.de

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