Technik

Phablet mit Leica-Doppel Mate 9 ist ein großer Fotokünstler

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Das Huawei Mate 9 hat um das Display nur einen schmalen Rand.

Das Mate 9 ist ein typisches Huawei-Phablet: stark, elegant und ausdauernd. Außergewöhnlich wird es erst durch die Dual-Kamera, die mit hoher Auflösung, Bildstabilisator und einem neuartigen Zoom ein richtiger Knüller sein könnte. Und für Luxus-Freunde hat Huawei ebenfalls etwas parat.

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Das Gerät hat eine Leica-Dual-Kamera der zweiten Generation.

Huawei hat in München das Mate 9 vorgestellt, das im Vorfeld schon als "Note-7-Killer" gehandelt wurde. Tatsächlich sind die Gemeinsamkeiten mit Samsungs tragisch gescheitertem Phablet bis auf das große Display eher gering. Weder hat das chinesische Smartphone ein gebogenes Display, noch bietet es eine für VR-Brillen taugliche QHD-Auflösung. Huawei ist seiner Linie treu geblieben. Das Design ist im Vergleich zum Vorgänger kaum verändert und der Bildschirm löst nach wie vor in Full-HD auf. Der Verzicht auf QHD ist dem immer noch 373 ppi scharfen IPS-Display aber nicht anzusehen und spart außerdem Strom. So dürfte das 7,9 Millimeter schlanke Mate 9 mit einem 4000-Milliamperestunden-Akku und modernerem Innenleben noch ausdauernder als das 2015er-Modell sein. Ist die Zeit knapp, soll eine komplett leere Batterie des Phablets in rund 90 Minuten wieder voll geladen sein. Mit Blick auf das Note-7-Desaster betont Huawei, seine Ladetechnik sei absolut sicher.

Rasanter interner Speicher

Mit dem neuen Kirin 960 werkelt unter der Haube ein bärenstarker 8-Kern-Prozessor mit kräftiger Grafikeinheit Mali G71. Dazu kommt in der europäischen Version ein 4 Gigabyte großer Arbeitsspeicher. Intern stellt das Phablet 64 Gigabyte schnellen Flash-Speicher (UFS 2.1) zur Verfügung, der mit microSD-Karten erweitert werden kann. Wahlweise kann man auch ein Modell kaufen, bei dem statt Zusatz-Speicher eine zweite SIM-Karte Platz findet. Für einen schnelleren Gesamteindruck hat Huawei auch eine Funktion in seine Oberfläche integriert, die das Nutzerverhalten analysieren und so die Software optimieren soll - auf dem Gerät, nicht über die Cloud-Server.

Neue Kamera-Technik

Das alles ist schön und gut, aber das herausragende Merkmal des Mate 9 sitzt auf der Rückseite über dem flotten Fingerabdrucksensor. Hier hat Huawei nämlich die neue Generation der zusammen mit Leica entwickelten Dual-Kamera untergebracht. Die erste Version hat im P9 bereits gute Arbeit geleistet, die Kamera des Mate 9 dürfte noch viel bessere Fotos zu machen. Wie gehabt macht ein Sensor Farbaufnahmen, der zweite monochrome Bilder. In der zweiten Generation liefert die RGB-Kamera wie gehabt 12 Megapixel, der Schwarz-Weiß-Sensor diesmal aber sogar 20 Megapixel. Diese hohe Auflösung nutzt Huawei für den sogenannten Hybrid-Zoom. Dabei wird die höher auflösende Monochrom-Kamera für die meisten Bildinformationen genutzt und der RGB-Sensor liefert nur die Farben. Um auch in holprigen Situationen und bei langen Belichtungszeiten scharfe Bilder zu liefern, hat die neue Dual-Leica auch einen optischen Bildstabilisator. Natürlich kann das Smartphone auch knackige Schwarz-Weiß-Fotos machen.

Teure Porsche-Design-Version

Interessant macht das Mate 9 für Käufer vielleicht auch sein im Vergleich zur Top-Konkurrenz etwas günstigere Preis: Huawei verkauft das Gerät in Deutschland in Grau oder Silber noch im November für 699 Euro. So preiswert wie seine Vorgänger ist das Smartphone allerdings nicht.

Alles andere als günstig ist ein weiteres Phablet, das Huawei in München präsentierte: Die Porsche-Design-Edition kostet stolze 1395 Euro. Das Gerät hat ein 5,5 Zoll großes, gebogenes AMOLED-Display mit QHD-Auflösung. Darunter sitzt der Fingerabdrucksensor. Dazu gibt’s 6 Gigabyte Arbeitsspeicher und 256 Gigabyte internen Speicher.

Quelle: ntv.de