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Vorschau mit neuen Funktionen O, ein neues Android ist da!

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Unter Android O können sich App-Symbole automatisch an verschiedene Geräte anpassen.

(Foto: Google)

Google stellt die erste Vorschau des kommenden Android für Entwickler zum Download bereit. Es bringt praktische neue Funktionen und wird aufgeräumter aussehen und besser klingen als das aktuelle Betriebssystem.

Die meisten Nutzer wären schon froh, wenn sie die das aktuelle Android 7 alias Nougat auf ihrem Smartphone installieren könnten, da bereitet Google bereits die nächste Version des Betriebssystems vor. Ab sofort steht Entwicklern und experimentierfreudigen Besitzern eines Nexus- oder Pixel-Smartphones die erste Vorschau zum Download breit.

Weil Google alphabetisch vorgeht, heißt das neue Betriebssystem in der Entwicklungsphase Android O. Ebenso Tradition ist, dass das System bis zur Veröffentlichung noch nach einer Süßigkeit benannt wird - ein Favorit im Netz ist derzeit "Oreo". Die erste Entwickler-Vorschau von Android O ist noch nicht alltagstauglich, aber sie gewährt schon einen Ausblick auf kommende neue Funktionen. Hier die bisher interessantesten Änderungen:

Flexible Benachrichtigungen

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Benachrichtigungen lassen sich für 15 bis 60 Minuten zurückstellen.

(Foto: Android Police)

Aktuell können Android-Nutzer bei Benachrichtigungen nur sofort reagieren, die Anzeige wegwischen oder die Info ignorieren. Künftig werden sie weit mehr Möglichkeiten haben. Unter anderem können Nutzer die Benachrichtigungen in Gruppen unterteilen, für die sie unterschiedliche Regeln erstellen. Android O erlaubt außerdem, die Infos zurückzustellen oder nach einem bestimmten Zeitraum zu löschen. Das System unterscheidet außerdem, ob der Nutzer oder eine App eine Benachrichtigung gelöscht hat. Es gibt verschiedene Hintergrund-Farben und erweiterte Info-Fenster zeigen mehr Inhalte an. Endlich: An Icons können "Badges" die Zahl der eingegangenen Nachrichten oder Updates anzeigen.

Bild-in-Bild-Funktion

Samsung und andere Hersteller bieten in ihren angepassten Oberflächen schon länger Bild-in-Bild-Funktionen an. Ab der kommenden Version können alle Android-Nutzer minimierte Videos im Vordergrund weiterlaufen lassen, während sie andere Apps nutzen.

Weniger Hintergrund-Aktivitäten

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Google hat die Einstellungen neu sortiert.

(Foto: Android Police)

Apps, die im Hintergrund laufen und Strom verbrauchen, können in drei verschiedenen Bereichen eingeschränkt werden. So kann unter anderem genauer festgelegt werden, wie und welche Aktualisierungen sie erhalten oder ob und wann sie den Standort abrufen dürfen. So soll die Akku-Laufzeit von Geräten verlängert werden.

Neu gestaltete Einstellungen

Optisch die auffallendste Veränderung sind komplett neu gestaltete Einstellungen. Google ordnet sie unter anderem in der Übersicht in weniger Kategorien und in den Untergruppen sind nur die wichtigsten Einstellungen zu sehen. Zusätzliche Optionen werden ausgeklappt.

Automatisch ausgefüllte Formulare

Unter Android O ist es möglich, Adress-Infos, Kreditkartennummern und andere Einträge in Apps systemweit automatisch vornehmen zu lassen. Angepasste Anwendungen können auf eine bestehende Datenbank zugreifen, aber auch neue Infos hinzufügen.

Neue, gefährliche Berechtigung

Google führt mit Android O eine neue App-Berechtigung ein: die Erlaubnis, eingehende Anrufe zu beantworten. Sie wird Nutzern als "gefährlich" angezeigt.

Adaptive Icons

Entwickler haben die Möglichkeit, ihre App-Symbole so zu programmieren, dass sie auf unterschiedlichen Geräten unterschiedlich aussehen. So harmonieren sie mit den verschiedenen Benutzeroberflächen, ohne dass die Hersteller Anpassungen machen müssen. Runde Icons zwischen lauter eckigen oder umgekehrt sind dann beispielsweise Vergangenheit.

Wi-Fi Aware

Auf Geräten, die technisch entsprechend ausgestattet sind, können Apps künftig über WLAN direkt mit Geräten in der Nähe kommunizieren, ohne dass sie sich in einem gemeinsamen WLAN-Netz befinden.

Besserer Sound

Android O bringt auch Verbesserungen, die Nutzer hören können. "The Verge" berichtet, Sony stelle Google seinen Audio-Codec LDAC zur Verfügung. Er erlaubt, wesentlich mehr Daten via Bluetooth zu übertragen, als dies Smartphones üblicherweise können. So ist es möglich, die Sound-Qualität von kabellosen Kopfhörern oder verbundenen Lautsprechern deutlich zu erhöhen. Möglicherweise gibt es auch eine aptX-Unterstützung, schreibt "Android Police"

Neue Farbenpracht

Entwickler können ihre App künftig so programmieren, dass sie die Möglichkeiten von Displays mit einem sehr großen Farbumfang ausschöpfen.

Quelle: n-tv.de

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