Technik

Cleverer Tretroller mit E-Motor Smart Ped rollt fast wie von selbst

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Einmal angeschoben, rollt das Smart Ped wie von selbst.

(Foto: Flykly)

Sieht aus wie ein Tretroller, hat aber einen Helfer im Hinterrad: Das clevere Smart Ped lässt seinen Besitzer fast ohne Anstrengung durch die Straßen gleiten. Das Basis-Modell macht Spaß, die Premium-Variante hat einen entscheidenden Vorteil.

Das Smart Ped ist auf den ersten Blick ein Tretroller, wie es viele gibt. Mit den kleineren Modellen fahren vor allem Kinder gerne herum, doch auch Erwachsene sieht man immer wieder auf Rollern, dann meistens mit etwas größeren Rädern. Flykly geht mit dem Smart Ped aber gleich in mehrerer Hinsicht einen Schritt weiter: Der Roller hat größere Räder, einen zulassungsfreien Elektromotor im Hinterrad und nimmt per Bluetooth Kontakt mit dem Smartphone auf.

Er ist damit das ideale Vehikel, um in der Stadt unterwegs zu sein - zumindest, wenn es nach den Machern von Flykly geht. Das Unternehmen bewirbt das Smart Ped als "Last Mile Vehicle", also als Gefährt für die "letzte Meile" in der Stadt, zum Beispiel auf dem Weg zum Arbeitsplatz, wo man mit dem Auto oder mit der Bahn nicht oder nur umständlich hinkommt. Entscheidender Vorteil des Smart Ped ist der Elektromotor im Hinterrad, der mittels "Kick Assist"-Funktion die Trittkraft des Fahrers aufnimmt und das Tempo aufrechterhält - deutlich länger als ohne Motor.

n-tv.de konnte mit dem Smart Ped eine Proberunde drehen und sich von der Wirksamkeit des Assistenten überzeugen: Wenn man einmal Schwung genommen hat, gleitet man wie von selbst über die Bürgersteige und Straßen der Stadt - laut Flykly rund fünf Minuten lang, ohne neuen Schwung nehmen zu müssen. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 25 k/mh, mit ordentlich Anschwung kann man also auch spielend an vielen Radfahrern vorbeiziehen. Eine Akkuladung des Motors reicht für 30 bis 50 Kilometer, zum Aufladen braucht es rund drei Stunden.

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Zusammengeklappt lässt sich das Smart Ped ohne Aufpreis mit in die Bahn nehmen.

(Foto: Flykly)

Muskelkraft und Bluetooth

Eine besondere Zulassung für den E-Motor ist dabei nicht nötig, denn von selbst beschleunigt er nicht. Die Höchstgeschwindigkeit hängt allein von der Muskelkraft des Fahrers ab. Wie schnell man genau ist, lässt sich mit der Bitride-App kontrollieren, die per Bluetooth mit dem Roller gekoppelt wird. Hier werden Tempo und gefahrene Strecken angezeigt, Flykly denkt aber auch hier noch eine Ecke weiter: Die App lernt das Fahrverhalten kennen und spuckt nach einer Zeit, basierend auf den Routen anderer App-Nutzer, mögliche Alternativrouten aus, die besser oder schneller ans Ziel führen.

Per Bluetooth lässt sich außerdem eine Art Wegfahrsperre einrichten: Der E-Motor wird blockiert, Diebstahl ist dann zwecklos - ohne zusätzliches Schloss wird trotzdem wohl kaum jemand den 11 Kilogramm leichten Roller gerne draußen stehen lassen.    

Bei der Basis-Version lässt sich der Lenker herunterklappen, die Trittfläche bleibt aber in einem Stück - das Premium-Modell bietet den entscheidenden Mehrwert, dass auch die etwas breitere Trittfläche zusammengeklappt werden kann. Der hintere Teil wird seitlich nach vorne geklappt, das Hinterrad dockt magnetisch am Vorderrad an, die Trittfläche wird zur Abstellfläche, zum Beispiel für Einkäufe oder Getränkekisten, der Lenker wird zum Ziehgriff. Zusätzlicher Pluspunkt: Das Premium-Modell kann ohne Extra-Ticket in der Bahn mitfahren.

Bei Kickstarter sammelt das Flykly-Team derzeit Unterstützer für seinen E-Roller, die Finanzierung ist aber auch ohne Crowdfunding gesichert, ausgeliefert werden die ersten Modelle bereits Ende des Jahres. Wer schnell ist, bekommt fürs Basismodell noch den Frühbucherpreis von 699 Euro, regulär kostet die einfache Ausführung 749 Euro. Für den Premiumroller mit Klappfunktion werden 899 Euro fällig. 

Quelle: ntv.de