Technik

Für Einsteiger und Profis Warentest stellt die besten Kameras vor

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Die Fujifilm X-T3 ist der Kauftipp unter den spiegellosen Systemkameras.

(Foto: Fujifilm)

Stiftung Warentest präsentiert zum Jahresende die Kameras, die ihrer Meinung nach die besten Geräte sind, die man derzeit kaufen kann. Die günstigste Knipse kostet 500 Euro, das Top-Modell rund 2300 Euro.

Für Schnappschüsse sind Smartphone-Kameras schon länger gut genug, neuere Modelle sind sogar so stark, dass sie in vielen Fällen einfache Kompaktkameras ersetzen können. Doch wer wirklich richtig gute Fotos machen möchte, kommt an einer richtigen Kamera nach wie vor nicht vorbei. Aber welche soll man sich kaufen? Das Angebot ist riesig und ohne Fachberatung greift man schnell zum falschen Gerät.

Ein Blick in die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift "test" kann bei der Kaufentscheidung helfen. Denn Stiftung Warentest hat aus den rund 80 Kameras , die es in den vergangenen zwei Jahren getestet hat, die fünf Geräte für Einsteiger, ambitionierte Amateure und Profis ausgesucht, die ihrer Meinung nach echte Kauftipps sind. Außerdem findet man im Überblick die Testberichte von elf neuen Kameras und weitere Entscheidungshilfen.

Top-Qualität für 500 Euro

Der Kauftipp bei hochwertigen Kompaktkameras mit Standardzoom ist die Canon Powershot G7 X Mark II für rund 500 Euro, die die Gesamtnote 1,8 erhielt. Sie ist bei Warentest das einzige Gerät ihrer Klasse mit sehr guter Bildqualität. Sie hat ein optisches Vierfach-Zoom, verfügt aber nicht über einen Sucher. Die Powershot G7 Mark II ist "geeignet für Fotoliebhaber, die immer eine gute Kamera zur Hand haben möchten, aber nie viel Gepäck".

Kompaktkameras mit Superzoom sind ideal für "Reisefotografen mit Qualitätsanspruch, die keine Wechselobjektive schleppen möchten". Die Qualität hat allerdings ihren Preis. Der Kauftipp Sony Cyber-shot DSC-RX 10 II (Gesamtnote 1,7) kostet im Schnitt 1170 Euro. Sie ist mit einem starken 23-fach-Zoom sehr vielseitig und überzeugt mit einer beeindruckenden Bildqualität.

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Für rund 500 Euro bietet die Canon 200D ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis.

(Foto: Canon)

Erstaunlich günstig ist dagegen die Warentest-Empfehlung bei den Spiegelreflexkameras (DSLR). Obwohl die Canon EOS 200D mit der Note 2,0 eine der besten getesteten Geräte ist, kostet sie mit Standard-Zoom (18-55 Millimeter) kaum mehr als 500 Euro und ist damit auch für Einsteiger bestens geeignet. Dabei haben Kameras dieser Bauart grundsätzlich den Vorteil, dass man auch ältere Objektive nutzen kann, wenn man einem Hersteller treu bleibt.

Spiegellose ganz vorne

Etwas mehr Geld muss man gewöhnlich für Objektive bei spiegellosen Systemkameras (DSLM) einplanen, da sie noch nicht so lange auf dem Markt sind wie DSLR-Geräte. Sie haben den Vorteil, dass sie kompakt sind und durch den elektronischen Sucher dem Nutzer nicht nur eine Vorschau der Aufnahme, sondern auch viele weitere Hilfestellungen bieten. DSLMs haben sich inzwischen durchgesetzt und bei Warentest auch in der Oberklasse den Spiegelreflexkameras den Rang abgelaufen.

Der Kauftipp ist hier die Fujifilm X-T3, die im Schnitt mit Standard-Zoom für 1890 Euro zu haben ist und bei Stiftung Warentest die Gesamtnote 1,6 erreichte. Sie "wirkt im Retrodesign wie eine Kamera aus den Sixties, steckt aber voll mit moderner Technik und bietet einen sehr guten Verwacklungsschutz".

Vollformatkameras sind die perfekten Arbeitsgeräte für ambitionierte Amateure oder Profis. Mit ihrem großen Sensor liefern sie Bilder mit Top-Qualität und sind auch bei Schärfe-Unschärfe-Effekten unschlagbar. Die Auflösung reicht locker auch für beste Fotos in Postergröße. Gute Objektive für Vollformatkameras sind aber nicht nur groß, sondern auch oft so teuer wie der Body.

Der Kauftipp der Stiftung Warentest ist die Sony Alpha 7 III, weil sie "eine der besten Vollformatkameras und vergleichsweise preisgünstig ist". Sie hat im Set mit einem recht guten Kit-Objektiv (28-70 Millimeter) einen mittleren Preis von 2830 Euro. Das Gesamturteil: "Sehr gut (1,5)".

Quelle: n-tv.de, kwe

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