Technik

Warentest legt Smartphones auf Welche induktiven Ladegeräte taugen was?

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Egal on Apple oder Android-Hersteller: Alle Hersteller setzen auf den Qi-Standard.

(Foto: Anker)

Stiftung Warentest prüft 20 Geräte für induktives Laden. Immerhin neun davon erhalten gute Bewertungen, doch lediglich zwei Ladestationen überzeugen beim Stromverbrauch. Der Preis sagt dabei über die Qualität kaum etwas aus.

In der Smartphone-Oberklasse ist es inzwischen üblich, dass die Geräte ohne direkte Kabelverbindung induktiv auf Ladestationen Strom tanken können. Das ist nicht nur sehr bequem, sondern hat einen großen Vorteil: Weil sich alle Hersteller inklusive Apple auf den Qi-Standard geeinigt haben, funktioniert jedes Ladegerät mit jedem entsprechend ausgestattetem Smartphone. Doch die Technik hat auch zwei Nachteile. Sie verbraucht mehr Strom und der Ladevorgang dauert länger. Stiftung Warentest hat 20 induktive Ladestationen getestet und teilweise erhebliche Unterschiede festgestellt. Immerhin sind aber neun Geräte "gut" und kein Kandidat ist durchgefallen.

Die Testsieger beweisen, dass der Preis einer Ladestation nicht unbedingt etwas über deren Qualität aussagt. So kostet das mit der Gesamtnote 2,1 beste Gerät lediglich durchschnittlich im Online-Handel 21 Euro. Das Anker PowerPort Qi 10 gehört zu den flachen Stationen, auf die Smartphones einfach gelegt werden. Laut Warentest lädt es in seiner Geräteklasse am schnellsten und ist auch bei Hitze noch effektiv. Das heißt, in der Klimakammer füllte es bei 35 Grad die Akkus der Test-Smartphones behutsam bis 80 Prozent auf.

Mehrkosten nicht dramatisch

Mit den gleichen Eigenschaften sicherte sich auch ein Anker-Ladegerät bei den stehenden Stationen den Testsieg: Das PowerWave 7.5 für rund 50 Euro erhielt die Gesamtnote 2,2. Eine bessere Bewertung verpasste das Gerät, weil es seine hohe Ladegeschwindigkeit durch den höchsten Stromverbrauch im Testfeld beim Laden und im Standby erkaufte. Wirklich teuer wird dies für Nutzer aber nicht. Stiftung Warentest rechnete aus, dass der größere Energiehunger zu Mehrkosten von etwa 3 Euro pro Jahr führt. Bei sparsamen Stationen beträgt der Unterschied zu herkömmlichen Ladegeräten lediglich rund 1 Euro. Hier zählt wohl mehr der Gedanke, die Umwelt zu entlasten.

Den besten Kompromiss zwischen Ladeleistung und Stromverbrauch findet man beim Intenso BA1, das obendrein mit 21 Euro sehr günstig ist. Es erhielt das Qualitätsurteil 2,3. Ebenso gut schnitt das rund 40 Euro teure Hama FC-10 Fabric ab. Es verbraucht noch ein bisschen weniger Strom, lässt sich dafür aber beim Laden etwas mehr Zeit.

Um den Smartphone-Akku zu schonen, rät Stiftung Warentest, das Handy möglichst nicht über Nacht voll aufzuladen, sondern besser immer wieder mal auf die Tankstelle zu legen und die Batterie nicht über 80 Prozent zu füllen. Jetzt im Sommer sollte man außerdem darauf achten, dass die Ladestation an einem kühlen Ort platziert wird, da Hitze den Ladevorgang verzögert und Gift für einen Akku ist.

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Quelle: n-tv.de, kwe

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