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Microsoft hat verstanden Windows 10 schützt Privatsphäre besser

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Künftig weist Microsoft Nutzer deutlich auf die Privatsphäre-Einstellungen hin.

(Foto: Microsoft)

Microsoft verbessert den Privatsphäre-Schutz in Windows 10. Nutzer erhalten mehr Kontrolle über gesammelte Daten und künftig bestimmen sie auch schon bei der Installation, welche Informationen sie preisgeben möchten.

Windows 10 steht seit der Veröffentlichung im Herbst 2014 in der Kritik, weil es für verschiedene Funktionen und zu Diagnosezwecken zahlreiche Kundendaten sammelt. Microsoft hat jetzt reagiert und verbessert den Privatsphäre-Schutz der Nutzer mit zwei Neuerungen.

Bereits verfügbar ist das sogenannte Privacy Dashboard. Das ist eine Website, auf der Microsoft eine Übersicht über Aktivitätsdaten anzeigt, die das Unternehmen für sein Dienste-Angebot sammelt. Nutzer können hier beispielsweise den vom Edge-Browser gespeicherten Verlauf von besuchten Seiten sehen und löschen. Außerdem gibt es eine Anleitung, wie sie eine künftige Aufzeichnung abstellen können. Das Gleiche gilt für die Suchmaschine Bing, Standortdaten oder Daten, die die digitale Assistentin Cortana oder Microsofts Gesundheits-Apps und -Geräte sammeln. Zusätzlich finden Nutzer im Dashboard Links zu den Datenschutz-Einstellungen von Skype, der Xbox, Office-Programmen oder zu Apps und Diensten, die auf Daten zugreifen können.

Express-Einstellungen sind Geschichte

Künftig beseitigt Microsoft auch den vielleicht größten Kritikpunkt an Windows 10. Mit dem "Creators Update" im Frühjahr werden bei der Installation des Betriebssystems die Express-Einstellungen abgeschafft. Hier akzeptieren Nutzer bisher grundsätzlich, dass ihre Daten für Microsoft-Dienste gesammelt werden. Um dies zu verhindern, müssen sie über eine eher versteckt angezeigte Schaltfläche die Berechtigungen entziehen.

Nach der Aktualisierung zeigt das Setup beim Wechsel von Windows 7 und 8 oder bei einer Neuinstallation die wichtigsten Privatsphäre-Einstellungen auf einen Blick an. Nutzer können dann die Installation erst fortsetzen, wenn sie diese Einstellungen vorgenommen haben. Wer Windows 10 bereits auf seinem Rechner laufen hat, sieht eine Benachrichtigung, in der er aufgefordert wird, die Datenschutz-Einstellungen entsprechend des neuen Setups vorzunehmen.

Microsoft vereinfacht außerdem die Konfiguration im Bereich Diagnose- und Nutzungsdaten. Es gibt nur noch die Möglichkeiten "Einfach" und "Vollständig", die Option "Erweitert" fällt weg. Wird "Einfach" gewählt, sollen auch weniger Daten als bisher gesammelt werden.

Quelle: n-tv.de, kwe

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