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Großes Update und neue Hardware Microsoft zeigt die Zukunft von Windows 10

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Microsofts Vize-Präsident Terry Myerson stellte das Creators Update für Windows 10 vor.

(Foto: REUTERS)

In New York zeigt Microsoft, was das große Frühlings-Update für Windows 10 im kommenden Jahr bringt. Außerdem präsentiert das Unternehmen mit dem Surface Studio einen mehr als ernsthaften Konkurrenten für Apples iMac.

In einer zweistündigen Präsentation hat Microsoft in New York ausgepackt, was die Windows-10-Welt in den kommenden Monaten erwarten wird. Noch vor Weihnachten gibt's neue Hardware - darunter Microsofts ersten All-in-One-PC "Surface Studio". Für die breite Masse noch interessanter dürfte das "Creators Update" für Windows 10 sein, das im Frühjahr veröffentlicht werden soll.

3D für jedermann

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Nutzer können 3D-Objekte in Windows 10 erzeugen, indem sie Gegenstände mit dem Smartphone einscannen.

(Foto: REUTERS)

Windows 10 wird drei große Neuerungen erhalten, die sich um 3D, Spielen und Teilen drehen. Um "3D für jeden" möglich zu machen, muss es simpel gehalten werden. Dafür können Nutzer nach dem Frühjahrs-Update unter anderem ganz einfach mit ihrem Smartphone Objekte einscannen. Außerdem belebt Microsoft das gute alte Windows-Programm "Paint" als "Paint 3D" neu. In der Software kann beispielsweise ein vorher eingescanntes Objekt in ein Foto eingesetzt und mit ausgeschnittenen Elementen neu gruppiert werden. Nutzer können auch 3D-Objekte aus einer von Microsoft bereit gestellten Sammlung einfügen. Außerdem ist es möglich mit einem Stylus oder der Maus Objekte zu zeichnen, die erkannt und automatisch in 3D-Grafiken verwandelt werden. Importierte Sticker passt "Paint 3D" ebenfalls selbstständig an 3D-Objekte an. Fertige 3D-Grafiken können Nutzer unter anderem über Facebook teilen.

Ebenso einfach ist die Arbeit mit der kommenden Version des Office-Programms Powerpoint. 3D-Grafiken können hier wie andere Inhalte in Präsentationen gezogen werden, wo sie als bewegliche Objekte von allen Seiten betrachtet werden können.

Besonders cool wird 3D mit Windows 10, wenn man es durch eine Hololens betrachten kann. Weil die Mixed-Reality-Brille aber noch in den Kinderschuhen steckt und teuer ist, will Microsoft in Zusammenarbeit mit Asus, Acers Lenovo, Dell und HP kommendes Jahr auch günstige VR-Brillen für jedermann anbieten, die mit Windows-10-Rechnern arbeiten. Startpreis: 299 Dollar.

Spielend Streamen

Was bringt das Frühjahrs-Update für PC- und Xbox-Spieler? Unter anderem sollen Gamer Sessions mit dem neuen integrierten Windows-10-Service "Beam" komfortabel und interaktiv streamen und präsentieren. In der "Arena" können Xbox-Spieler mit kompatiblen Titeln eigene Wettbewerbe kreieren. Sie können unter anderem in einer Oberfläche das Spiel aussuchen, Spieler einladen und die Wettbewerbsart festlegen. Passend dazu hat Microsoft Xbox-One-S-Bundles ab 300 Euro fürs Weihnachtsgeschäft. Sie beherrschen auch die 4K-Wiedergabe von Blu-Rays und 4K-Streaming sowie den Surround-Sound-Standard Dolby Atmos.

Schneller und einfacher teilen

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Das Surface Studio mit Surface Pen und Surface Dial.

(Foto: Microsoft)

Inhalte können Windows-10-Nutzer in Zukunft schnell und einfach teilen, indem sie sie auf favorisierte Kontakte ziehen, die sie in der Taskleiste abgelegt haben. Eine zentrale App bündelt verschiedene Kommunikationswege wie SMS, E-Mail oder Skype. Nutzer können in Dialogen entscheiden, wie sie antworten. Kontakte in der Taskleiste können schnelle Botschaften auch mit Symbolen übermitteln, die direkt über ihren Profilbildern angezeigt werden.

Wer das Creators-Update schon vor dem kommenden Frühjahr ausprobieren möchte, kann an Microsofts öffentlichen Insider-Programm teilnehmen. Hier sollen erste Betas schon in wenigen Tagen verteilt werden.

Konkurrenz für iMacs

Microsoft stellte in New York außerdem neue Hardware vor. Zunächst wurde eine Neuauflage des Surface Book präsentiert. Sie ist stärker ausgestattet und soll eine besonders lange Laufzeit von bis zu 16 Stunden bieten. Das Surface Book i7 kann in den USA ab November ab 2400 Dollar vorbestellt werden.

Ganz neu ist der Surface Studio, Microsofts erster All-in-One-PC. Er soll mit Highend-Ausstattung Apples iMacs im Profi-Segment Konkurrenz machen. Er hat an einer Klapp-Halterung ein 12,5 Millimeter dünnes 28-Zoll-Touch-Display mit 192 ppi eine mehr als doppelt so hohe Pixeldichte wie ein 4K-Fernseher. Damit soll der Bildschirm in der Lage sein, über eine Milliarde verschiedene Farben darzustellen.

Das Display kann nach unten auf den Tisch gezogen werden und im 20-Grad-Winkel ausschließlich per Touch, dem Surface Pen oder dem neuen Eingabe-Instrument "Surface Dial" bedient werden. Es ist etwa so groß wie ein Eishockey-Puck und kann gedreht werden, um beispielsweise zu scrollen, vorzuspulen oder zu skalieren. Während der Arbeit kann man den Unterarm auf dem Bildschirm ablegen, ohne dass der Touchscreen reagiert. Der Surface Studio kostet zwischen 3000 und 4100 Dollar und kann in den USA sofort vorbestellt werden. Das Surface Dial kostet 100 Dollar.

Quelle: n-tv.de

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