Wirtschaft

Baugewerbe im Fokus Zoll ermittelt bei 146 Mindestlohnverstößen

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Seit Anfang 2015 gilt flächendeckend der Mindestlohn. Nun wird die Einhaltung der Regelung überprüft.

(Foto: picture alliance / dpa)

Seit Anfang 2015 gilt der Mindestlohn. Der Zoll überprüft nun die Einhaltung der neuen Regelung und nimmt 25.000 Firmen unter die Lupe. In einigen Branchen wird offenbar etwas genauer hingeschaut.

In 146 Fällen hat der Zoll in der ersten Jahreshälfte Ermittlungen wegen des Verdachts auf Verstoß gegen den gesetzlichen Mindestlohn eingeleitet. Knapp 25.000 Prüfungen seien im gleichen Zeitraum bei Arbeitgebern erfolgt, um die Einhaltung der Mindestlohnregeln zu kontrollieren, berichtete der "Tagesspiegel" unter Berufung auf die Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine parlamentarische Anfrage des Abgeordneten Manfred Zöllmer von der SPD.

Die meisten Arbeitgeberprüfungen fanden demnach in Bayern (5381), Nordrhein-Westfalen (4568), Baden-Württemberg (2706) und Niedersachsen (2195) statt. Die meisten Verfahren wegen Mindestlohnverstoßes wurden in Baden-Württemberg (31) eingeleitet, gefolgt von Bayern (20), Hessen (18), Nordrhein-Westfalen (15) und Brandenburg (zwölf).

Welche Branchen unter die Lupe genommen wurden, lässt sich laut "Tagesspiegel" aus den Angaben des Ministeriums nur teilweise aufschlüsseln. Schwerpunkte bei den Prüfungen lagen demnach im Baugewerbe (41 Prozent der geprüften Arbeitgeber), im Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe (15 Prozent), im Speditions-, Transport- und damit verbundenem Logistikgewerbe (sechs Prozent) sowie im Bereich der Gebäudereinigung (drei Prozent).

Der gesetzliche Mindestlohn muss seit Jahresbeginn gezahlt werden. Er beträgt 8,50 Euro pro Stunde.

Quelle: ntv.de, sko/AFP

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