Marktberichte

Ölpreise stützen Wall Street Kursrutsch von Facebook hält an

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(Foto: AP)

An der Wall Street können die ersten Tech-Unternehmen nach den massiven Verlusten am Montag wieder Boden gut machen. Nicht so Facebook, der Auslöser des Kursrutsches: Die Aktien des sozialen Netzwerks befinden sich weiter in freiem Fall.

Die Wall Street hat sich nach den kräftigen Kursverlusten zum Wochenbeginn gefangen. Zu den Gewinnern zählten insbesondere Energiewerte, die von steigenden Ölpreisen profitierten. Das S&P-Branchenbarometer kletterte um 0,8 Prozent. Auf die Stimmung drückten allerdings erneut die Datenaffäre bei Facebook und die Unsicherheit über die weitere Zinspolitik der US-Notenbank (Fed).

Die Fed entscheidet am Mittwoch über ihren Leitzins. Eine Anhebung um 0,25 Prozentpunkte gilt als sicher. Die große Frage ist, welche Signale die Notenbank unter ihrem neuen Chef Jerome Powell aussenden wird. Anleger fürchten, dass nun vier statt der bislang in Aussicht gestellten drei Zinserhöhungen in diesem Jahr angedeutet werden könnten. "Am Markt gab es zuletzt Sorgen, dass die Fed etwas aggressiver geworden ist", sagte Anlagestratege Josh Navarro von J.P. Morgan Private Bank.

Der Dow-Jones-Index schloss 0,5 Prozent fester auf 24.727 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 legte 0,1 Prozent auf 2717 Stellen zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,3 Prozent auf 7364 Zähler. In Frankfurt schloss der Dax 0,7 Prozent höher bei 12.307 Zählern.

Facebook-Papiere fallen weiter

Im Fokus blieb die Datenaffäre bei Facebook. Einem Medienbericht zufolge ermittelt mittlerweile die US-Verbraucherschutzbehörde FTC in dem Fall. Demnach geht es im Kern darum, ob das weltgrößte Internetnetzwerk der Firma Cambridge Analytica erlaubte, an einige Nutzerinformationen zu gelangen, obwohl dies gegen die Richtlinien verstieß. Die Facebook-Aktie setzte ihren Kursrutsch vom Wochenbeginn fort und verlor weitere 2,6 Prozent.

Auch die Aktien von Twitter gerieten in den Sog und brachen um 10,4 Prozent ein. Snap-Papiere fielen um 3,0 Prozent. Die Aktien anderer Technologiekonzerne machten nach Kursverlusten am Montag dagegen wieder etwas Boden gut. Amazon etwa legten 2,7 Prozent zu, Netflix verbesserten sich um 1,3 Prozent.

Im hohen Bogen warfen Anleger die Aktien von Oracle aus ihren Depots, nachdem der Softwareriese die Erwartungen der Analysten im abgelaufenen Geschäftsquartal verfehlt hatte. Die Papiere stürzten um 9,5 Prozent ab.

Die Papiere des Halbleiterherstellers Micron verbesserten sich dagegen um 1,7 Prozent. Die Analysten der Credit Suisse haben das Kursziel für die Aktie von 60 Dollar auf 70 Dollar erhöht und die Einstufung Outperform bekräftigt. Micron wird am Donnerstag nach Börsenschluss Geschäftszahlen vorlegen. Von einer Analystenempfehlung profitieren auch die Aktien des Bergbaunternehmens Freeport-McMoran, die um 2,2 Prozent stiegen.

Quelle: n-tv.de, chr/rts/DJ

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