Wissen

Prestigeprojekt macht Probleme Kein Raketenstart in Südkorea

rakete.jpg

Die Rakete, hier an der Startrampe, wurde wieder zurück zum Hangar gebracht.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Wegen technischer Probleme hat Südkorea den Start der ersten eigenen Trägerrakete wenige Minuten vor dem geplanten Abheben abbrechen müssen. Beim Countdown habe es ein Problem gegeben, sagte der Chef des Raketenprogramms, Lee Joo-Jin. Es war bereits das siebte Mal seit 2002, das Südkorea sein Prestigeprojekt abbrechen musste.

Die Rakete sollte einen hundert Kilogramm schweren südkoreanischen Satelliten zu wissenschaftlichen Zwecken in die Erdumlaufbahn befördern. Genaue Angaben zum aufgetretenen technischen Problem machten die Behörden nicht. Das Wissenschaftsministerium in Seoul teilte lediglich mit, dass der Start um 04.52 Uhr (09.52 Uhr MESZ) gestoppt worden sei - kurz vor dem geplanten Abheben der 33 Meter langen Rakete vom Typ KSLV-1. Die Rakete sei wieder zum Hangar zurückgebracht worden.

Ein neuer möglicher Starttermin soll erst nach Konsultationen mit russischen Experten festgelegt werden. Diese hatten bei der Entwicklung der Rakete geholfen, die von Südkorea als Prestigeprojekt betrieben wird. Für den Bau der KSLV-1 wurden knapp 503 Milliarden Won (rund 286 Millionen Euro) ausgegeben. Bislang schickte Seoul seine Satelliten stets mit Hilfe von Trägerraketen anderer Länder ins All. Derzeit sind weltweit neun Staaten in der Lage, eigene Raketen ins All zu schicken.

Quelle: ntv.de, AFP